(Neue) Arbeitswelt

Homeoffice – Pro und Contra

Quelle: unsplash/pexels.com
Geschrieben von Angelika

Begriffe dafür gibt es viele und auch viele Meinungen dazu. Was die Chefin von Yahoo Marissa Mayer dazu bewogen haben könnte, allen Mitarbeitern wieder eine Präsenzpflicht aufzuerlegen, weiß ich nicht. Wohl aber, was meine Kolleginnen und die ZEIT zum Thema Homeoffice zu sagen hatten:

Einstimmig meinten sie, dass sie es gern 1x pro Woche machen würden, dann im Schlafanzug und ungeschminkt vor dem Rechner sitzen könnten, sich den Tagesablauf anders als normal planen könnten, zwischenrein auch mal private Dinge erledigen würden, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen und es schön wäre, an wichtigen Projekten ohne Ablenkung arbeiten zu können. Soviel dazu. Hier nun die Pro & Contras, die die ZEIT neulich veröffentlichte

PRO Homeoffice

  • 42 Minuten brauchen Angestellte in Deutschland durchschnittlich um zur Arbeit und wieder zurück zu kommen. Diese Zeit würden sie einsparen, wenn sie von zu Hause aus arbeiten könnten.
  • 77 % der Deutschen glauben, dass sie weniger Stress hätten, wenn sie nicht zur Arbeit pendeln müssten.
  • 1,17 Tonnen CO2 produziert ein Pendler im Jahr, wenn er mit dem Auto zur Arbeit fährt. Bliebe er einen Tag pro Woche zu Hause, würden seine CO2-Emissionen um 234 Kilogramm sinken.
  • Alle 11 Minuten wird jemand, der im Büro arbeitet, durchschnittlich unterbrochen. Danach benötigt er acht Minuten, um wieder bei voller Konzentration zu sein.
  • 62 % der Deutschen denken, dass sie zu Hause produktiver sein könnten als im Büro. 38 % sagen hingegen, dass sie im Büro besser sind.
  • Rund 80 % der Deutschen sagen, dass sie Familie und Beruf besser vereinbaren könnten, wenn sie regelmäßig von zu Hause aus arbeiten würden.

CONTRA Homeoffice

  • 50 % aller Berufstätigen in Deutschland meinen, dass das Arbeiten von zu Hause aus zu sozialer Isolation führe
  • Angestellte, die von zu Hause aus arbeiten, werden deutlich seltener befördert. Telearbeiter gelten bei den Chefs als weniger zuverlässig und weniger ehrgeizig.
  • Studien aus den USA zeigen, dass Angestellte, die häufiger von zu Hause aus arbeiten über ein kleineres soziales Netzwerk verfügen und Probleme haben, Ihre beruflichen Kontakte zu pflegen.
  • Bei jedem zweiten deutschen Angestellte besteht die Befürchtung, dass Homeoffice-Arbeit seiner Karriere schadet.
  • Zu Hause werden die Angestellten von folgenden Faktoren am häufigsten gestört: Kinder und Familie (60 %), Geräusche im Haushalt  (28 %), Fernsehen (25 %), Haustiere (12 %)
  • Menschen lügen laut zwei amerikanischen Psychologen häufiger, wenn sie sich nur per E-Mail oder Chat austauschen. Genau das passiert aber meist bei der Arbeit von zu Hause aus…
  • Menschen, die schon bei der normalen Büroarbeit Probleme hatten, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen, schafften das wohl auch mit der Einrichtung eines Homeoffice-Arbeitsplatzes nicht. Bei ihnen war genau das Gegenteil der Fall: Als Homeoffice-Arbeiter fiel es ihnen noch schwerer sich um Beides zu kümmern und sie standen noch stärker unter Stress…

Mein Fazit daher

Aufgaben, die von zu Hause aus erledigt werden können, sind solche, die wenig oder keine Kommunikation mit den Kollegen erfordern und an denen man gern ungestört arbeiten möchte (vorausgesetzt das Kind schreit nicht, der Hund bellt nicht und die Waschmaschine piept nicht). Bündelt man diese Aufgaben und lässt sie für Homeoffice-Zeiten übrig, arbeitet man auch von zu Hause aus effizient, spart dabei Zeit und Sprit. Wäre ich Chef, würde ich aber nicht pauschal Homeoffice-Zeiten gewähren, sondern das Ganze immer in Absprache mit den Mitarbeitern aufgabenabhängig neu bestimmen.

Über den Autor

Angelika

Ist der Projekt-Profi unter uns und kümmert sich seit 2010 um die Vermittlung von Freiberuflern. IT- und Optikprojekte stattet sie schnell, unkompliziert und professionell mit den passenden Fachleuten aus - ein Anruf und das Projekt ist gerettet. Angelika hat Betriebswirtschaft studiert und ist zudem ausgebildete Heilpraktikern. Im Büro sorgt sie für unser medizinisches Wohl und außerdem, dank ihres wunderbaren Humors, oft für gute Laune.

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