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Webspace – das passende virtuelle Zuhause mieten

webspace, Quelle: pixabay.com
Geschrieben von Reinhard Hoffmann

Eine Webseite ist quasi das virtuelle Zuhause eines Unternehmens, welches rundherum den eigenen Ansprüchen entsprechen sollte. Auch immer mehr Privatpersonen haben Interesse daran, sich selbst z.B. in der Bewerbungsphase und/oder ein Hobby zu präsentieren.  Mittlerweile ist die Suche nach dem passende Webspace schon fast wie eine Wohnungssuche, weil es viele Möglichkeiten gibt. Hostingpakete in verschiedenen Preisklassen, Cloud-Hosting, Cluster und Co. Dieser Artikel nimmt sich dem aktuellen Markt an und klärt in Sachen Webhosting auf.

Das Einsteigerpaket für die Web-Minimalisten

Für alle, die nur einen kleinen Webauftritt benötigen, oder einen Blog betreiben möchten, gibt es das klassische Einsteigerpaket. Los geht es ab zirka 5 Euro pro Monat und meist lassen sich Content Management Systeme wie WordPress direkt im Hintergrund installieren. Je nach Anbieter ist der Webspace unterschiedlich groß. Bei manchen Paketen gibt es 1 GB, bei anderen Hostern um denselben Preis 50 GB. Deswegen lohnt es sich hier, die Preise und Konditionen gut zu vergleichen. Eine umfangreiche Übersicht der bekannten Provider gibt es z.B. auf netzsieger.de.

Diese Leistungen sind meist in den klassischen Paketen enthalten:

  • Eine gewisse Menge an Webspace
  • einer Domain
  • E-Mail Speicherplatz (und Weiterleitung)
  • (einstellbare) PHP-Skripte
  • MySQL-Datenbank(en)
  • Subdomains
  • Installierbare CMS
  • Mittleres bis hohes Memory Limit

Zu beachten gilt:

Relevant ist nicht nur, wie viele Bilder, Videos und generelle Dateien hochgeladen werden. Ferner ist das Besucheraufkommen wichtig. Bis zu 30.000 User pro Monat sind für die klassischen Pakete in der Regel kein Problem. Wer ein höheres Aufkommen hat, sollte eventuell ein anderes Paket wählen.

Tipp: Ein Upgrade ist bei den meisten Providern möglich. Wer klein anfängt, kann sich immer steigern. Generell werben die meisten Providern mit einem Fair-Use-Prinzip. Ab einer bestimmten Besuchermenge kann es dennoch zu Ausfällen kommen, deswegen ist hier auf einen stabilen Server zu setzen.

Das Cloud-Hosting System – für alle die flexibel sind

Im Prinzip funktioniert dieses System genauso, wie beim klassischen Webspace, außer, dass sich hier die sogenannten User, also Benutzer, mehrere Server teilen – quasi eine Server-WG. Erhöht sich das Besucheraufkommen, werden einfach mehr Ressourcen von den zusammengeschalteten Servern verwendet. Dies geschieht über Cluster, welche verschiedene Bereiche verbinden. Der Vorteil an Cloud-Hosting ist der, dass hier kein fixer Monatsbeitrag von Nöten ist. Abgerechnet wird meist sekundengenau pro RAM, HDD und CPU.

Einfach erklärt, befinden sich zur gleichen Zeit mehr Besucher auf der Webseite, wird genau in diesem Moment mehr Leistung benötigt und diese wird bezahlt. In jenen Stunden, wo niemand auf die Homepage geht, wird gar nichts berechnet. Für all jene, die einen unterschiedlich hohen Traffic zu erwarten haben, ist diese Webhosting Art sicherlich eine sehr gute und preiswerte

Beispiel: Ein Onlineshop weist unterm Jahr mittelmäßig viele Besucher auf. Im November/Dezember steigt das Besucheraufkommen wegen der Weihnachtsbestellungen. Würde der Webshop-Betreiber auf ein klassisches Paket setzen, müsste er das ganze Jahr über hohe Gebühren zahlen oder hätte bei einem kleinen Paket ständig Ausfälle – das Cloud-Hosting macht es möglich.

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Managed Cluster-Server: Für alle die gut kalkulieren und Betreuung benötigen

Cloud-Hosting ist natürlich auch ein Risiko. Für kleine Betriebe und Blogger, die gerade am Anfang stehen, werden die Kosten sicherlich nicht explodieren. Aufstrebende Unternehmer sollten jedoch aufpassen und die Kosten gut kalkulieren. Für alle, die mehr wollen und auf sichere Server setzen, wählen am besten das Managed Cluster. Hier bekommt der User quasi einen fixen Serverplatz, der nur für ihn selbst reserviert ist und im Notfall auch auf einen Ersatzserver setzt. Buchbar sind etwa 128 GB Arbeitsspeicher je nach Anbieter. Da die Preise bei etwa 380 Euro starten, zahlt sich Managed Cluster eher für jene Betreiber aus, die wirklich ein hohes Besucheraufkommen haben. Dazu zählen beispielsweise Shops, Onlinemagazine, Promiseiten und Ähnliches. Der Vorteil an Managed Cluster ist ferner, dass sich der Hoster um die Updates und Einstellungen kümmert, deswegen ist diese Webspace-Variante eher im oberen Preissegment zu finden.

Der dedizierte Server – für technische Sparfüchse

Der klassische Server ist in gewisser Weise dasselbe wie beim Managed Cluster, mit dem Unterschied, dass der Webmaster hier mehr Verantwortung an den Tag legen muss. Der Server wird zur Verfügung gestellt und muss vom Webmaster selbst administriert werden. Dies klingt im ersten Moment einfach, doch meist hört sich der Spaß bei der Sicherheit auf. Wer keinen IT-Profi bei sich in der Firma hat, sollte eher auf Managed Cluster setzen, weil der eigene Server sonst große Probleme nach sich ziehen kann. Datenklau beispielsweise kann sich kaum in Unternehmen leisten und wer keine Ahnung von einem Serverbetrieb hat, gibt die Verantwortung besser an die Profis ab. Preislich gesehen sind echte Server ab etwa 100 Euro pro Monat zu haben. Auch bei hohen Besucheraufkommen ist für Stabilität gesorgt und es gibt kaum Ausfälle.

Welches System ist für wen am besten geeignet?

Zwar gibt es viele Möglichkeiten, aber so schwer ist es eigentlich nicht, das Passende für sich zu finden. Am besten wird nach dem Besucheraufkommen gerechnet. Blogger, Freiberufler und Kleinunternehmer, die am Anfang stehen, setzen am besten auf ein klassisches Webspace. Mit 5-25 Euro im Monat kommen die meisten gut davon. Sollte das Besucheraufkommen innerhalb eines Jahres steigen, ist ein Wechsel oft kein Problem.

Entweder erfolgt ein Paket Upgrade oder es wird auf den Cloud-Host gesetzt. Shopbetreiber mit gutem Umsatz, wählen Managed Cluster und erhalten dadurch beste Performance. Unterhält das Unternehmen eine eigene IT-Abteilung, lohnt sich die Miete eines eigenen Servers durchaus. Im ersten Moment klingen 100 Euro pro Monat für einen Server sicherlich günstiger als knappe 400 Euro. Zu bedenken gilt, dass ein IT-Mitarbeiter auch seinen Lohn erhalten möchte. Im Umkehrschluss erhält man ein All-Inklusive-Paket mit Topserver zu einem kleinen Preis.

Fazit: Webspace Möglichkeiten gibt es einige, vorab gilt es, die einzelnen Preise zu vergleichen und Erfahrungsberichte zu lesen. Schließlich sollte der Host nicht nur günstig, sondern auch stabil sein. Ein Anbieter, der ständig ausfällt, sorgt dafür, dass die eigenen Kunden stets die Webseite verlassen. Deswegen gilt in Sachen Webspace, besser ein wenig mehr bezahlen und auf Stabilität setzen als auf günstige Angebote reinfallen, die den Traffic minimieren.

Über den Autor

Reinhard Hoffmann

Mit einem Lebenslauf, wie er nicht im Buche steht, und der eigenen Erfahrung, nach dem Zweitstudium eine längere Bewerbungsphase durchgestanden zu haben, ist Reinhard nicht der Standard-Personaler. Typische Fragen, Zweifel und Unsicherheiten eines Bewerbers kennt er gut und sieht seine Mission darin, zu berichten, worum es bei der Personalarbeit tatsächlich geht. Uns steht die Tür zum Chefbüro immer offen, mit Rat und Tat unterstützt uns Reinhard nicht nur bei der Bewerbersuche.

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