IT & Technik

Was macht eigentlich ein… Softwareentwickler?

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Geschrieben von Angelina

Heute starten wir mit einer kleinen Serie: „Was macht eigentlich ein …“. Auf diesem Weg möchten wir euch einige Berufe der IT-Branche etwas näherbringen und euch deren Joballtag kurz vorstellen. Auf diese Weise können wir euch vielleicht die Berufswahl ein wenig erleichtern. Den Auftakt machen wir heute mit dem Beruf des Softwareentwicklers.

Wichtig zu wissen ist, dass sich die Softwareentwicklung nochmal in verschiedene Bereiche aufgliedert. Ein sehr gutes Unterscheidungsmerkmal sind die hierbei genutzten Programmiersprachen. Ein Beispiel ist der Java-Entwickler. Da es sich bei dieser Programmiersprache um ein Open-Source-Produkt handelt, kann sie sehr vielseitig genutzt werden und findet Anwendung in den unterschiedlichsten Bereichen. Anders verhält es sich bei C oder C++ Entwicklern. Diese arbeiten meist hardwarenah, sprich direkt an einem Gerät oder einer Maschine. Gerne wird hier auch vom Embedded-Entwickler gesprochen. Die Möglichkeiten sind quasi so vielseitig wie die einzelnen Programmiersprachen, sodass für jeden etwas Passendes dabei ist.

Die Ausbildung

Hier gilt: „Viele Wege führen nach Rom“. Die klassischen Varianten sind hierbei die Ausbildung bzw. das Studium. Mögliche Ausbildungsberufe sind der Assistent für Informatik oder der Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Wir haben in einem separaten Artikel dieses Thema schon im Detail beleuchtet und euch über die verschiedenen Varianten der IT Ausbildung aufgeklärt.

Eine andere Option ist der Weg übers Studium, sowohl Bachelor oder Master bzw. Diplom sind hier möglich. Die naheliegende Option ist natürlich ein Studium der Informatik. Aber auch Fächer wie Wirtschaftsinformatik, Mathematik und das Ingenieurwesen bieten die Möglichkeit sich schon innerhalb des Studiums auf die Informatik zu spezialisieren.

Nicht zu unterschätzen sind die Quereinsteiger. Hier gibt’s nichts, was es nicht gibt. Mit Interesse an dem Thema Informatik und einer gewissen Begeisterung und Engagement kann man sich, egal mit welchem Hintergrund in die Themen einarbeiten und hier Fuß fassen.

Unser IT-Consulting-Team ist hier denke ich ein sehr gutes Beispiel. Julia hat in ihrem Vorstellungsartikel ihren Weg von der Kunstgeschichte zum IT-Consulting beschrieben. Alle im Team haben ganz andere Hintergründe bzw. Werdegänge und stemmen jetzt gemeinsam erfolgreich die IT-Projekte. Wie sagt man so schön, wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg 🙂

Das Klischee

Wenn man an einen Softwareentwickler denkt, kommt einem schnell das typische Klischee in den Kopf: Sie sitzen in dunklen Kellerräumen ohne direktes Sonnenlicht und hämmern den ganzen Tag Zeile für Zeile ihres Codes in den Computer. Dabei reden sie natürlich nie mit anderen Menschen und leben nur von Kaffee, Club Mate und Fertiggerichten. Mit Sicherheit findet ihr unter genügend Informatikern solche Paradebeispiele.

 

Weg vom Klischee hin zur Realität

Zum Glück sieht die Realität dann doch anders aus. Die Räume liegen nicht mehr ausschließlich im Keller, es gibt tatsächlich auch Tageslicht. Eines muss euch allerdings klar sein, ohne einen Computer geht es nicht. Das ist und bleibt das Hauptarbeitsgerät eines Softwareentwicklers. Wer damit nichts anfangen kann ist in diesem Beruf leider falsch.

Viele Firmen legen mittlerweile großen Wert darauf, eine möglichst angenehme Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Besonders in Startup-Unternehmen wird viel Aufwand in das Thema Work-Life-Balance gesteckt. Angefangen bei kostenlosen Getränken wie Kaffee und Club-Mate (ja dieses Klischee stimmt tatsächlich 🙂 ) gibt es oft auch Spielautomaten und Konsolen bis hin zu einem Bälle-Bad für die Mitarbeiter. Die Möglichkeiten sind hier tatsächlich unendlich. Dem War for Talents geschuldet überbieten sich die Unternehmen mittlerweile mit den Goodies immer mehr.

Was macht man als Softwareentwickler den ganzen Tag?

Ziel des Ganzen ist die Entwicklung eines Programmes, einer App oder Internetseite oder teilweise auch eines Gerätes. Die Ausgangssituation ist dabei natürlich immer eine andere. Mal startet man dabei von Null, für viele Entwickler der Optimalzustand, und mal existiert bereits ein Teil des Ganzen und muss weiter bearbeitet, ausgearbeitet und/ oder beendet werden. So wie es beim Verfassen von Texten ist, hat auch jeder Entwickler seinen ganz persönlichen Stil. Sich dann in einen bereits bestehenden Code einzuarbeiten und diesen weiterzuschreiben ist oftmals eine kleine Herausforderung. Wenn das Programm endlich steht, geht’s in die nächste Phase – Testen bzw. Bugs fixen. Für viele Entwickler sind das nicht unbedingt die Lieblingsaufgaben, oftmals eine zeitintensive Sisyphusarbeit. Dafür müsst ihr auf jeden Fall eine gewisse Frustrationstoleranz mitbringen.

Im Arbeitsalltag sind die Entwickler meist nicht auf sich allein gestellt, sondern arbeiten im Team mit Kollegen und manchmal auch externen Partnern. Es ist also praktisch unmöglich ohne menschlichen Kontakt über den Tag zu kommen. Gerade bei beliebten Projektmanagement-Strategien wie SCRUM geht es gar nicht ohne Kommunikation. Die Entwickler diskutieren miteinander und unterstützen sich gegenseitig bei Problemen. Gern sitzt man dann zu zweit oder mit noch mehr Kollegen vorm Rechner und bespricht die nächsten Schritte. In Meetings oder Telefonkonferenzen wird der aktuelle Stand abgestimmt, der nächste Sprint oder das Deployment besprochen. Einzelkämpfer gibt es da nur sehr selten.

Fazit

Der Beruf des Softwareentwicklers bietet schier unzählige Möglichkeiten. Neben der Spezialisierung auf die einzelnen Bereiche wie zum Beispiel die Embedded-Entwicklung seid ihr mit dieser Job-Wahl nicht mehr nur auf die klassische IT-Branche beschränkt. Auch in den Bereichen Logistik, Medizintechnik oder Elektrotechnik finden sich immer wieder sehr spannende Positionen. Durch die Arbeit an unterschiedlichen Projekten und in unterschiedlichen Teams ist ebenfalls für Abwechslung gesorgt.

Die Zukunftschancen für diesen Beruf sehen zudem nicht schlecht aus. Derzeit herrscht besonders in der IT ein Fachkräftemangel. Softwareentwickler werden daher in vielen Bereichen gesucht. Vom Absolventen bzw. Junior-Level bis hin zur Senior- oder Leiter-Position ist die Nachfrage groß. Für alle aktuellen Stellen im Bereich Softwareentwicklung könnt ihr gern unsere Jobbörse besuchen.

Über den Autor

Angelina

Angelina ist seit Juni 2017 unsere neue Mitarbeiterin im Recruiting. Sie hat Biologie in Kombination mit BWL studiert und bringt mit ihrem naturwissenschaftlichen Hintergrund frischen Wind ins Bewerberblog-Team.