(Neue) Arbeitswelt

Was ich später werden will? – Das weiß ich erst Morgen!

Berufswahl, Was ich werden will, Quelle: condesign/pixabay.com
Geschrieben von Viktoria

Je ernster die Sache mit der Berufswahl wird, desto weniger konkret werden wir.
Die Antwort auf die Frage, was wir einmal werden möchten, wird immer schwerer. Wenn wir uns früher vorgestellt haben, als was wir später Arbeiten wollen, waren das entweder unsere Hobbys in der Schule oder die Berufe unserer Eltern. Irgendwann wird man dann realistisch, wirft alle Vorstellungen über Bord, um Neues auszuprobieren und verzweifelt, wenn man irgendwann das Gefühl hat, sich entscheiden zu müssen. Erst recht, wenn alle um einen herum schon immer genau zu wissen scheinen, welches Studium sie wählen und welchen Weg sie einschlagen wollen. Dabei kann vor allem Flexibilität in Sachen Berufswahl in Zukunft entscheidend sein.

Eine Inspiration für diejenigen, die immer noch zwanghaft ihren Traumjob suchen – was, wenn es diesen heute noch gar nicht gibt?

Die Trends von Morgen

„Was soll ich studieren?“. Diese Frage hat es unter die Top Ten der am häufigsten gestellten Fragen auf Google geschafft. Demografischer Wandel, Klimaerwärmung, Einwanderung und Digitalisierung – dass diese Faktoren unsere Welt rasant verändern, haben wir mittlerweile mitbekommen. Und tatsächlich sind wir als Individuen direkt von den Veränderungen betroffen. Diese Veränderungen geschehen nicht erst, sie sind längst da und haben bereits einiges auf dem Arbeitsmarkt verändert. Mittlerweile existieren Berufe, die wir vor zwei Jahrzehnten noch für Sciencefiction hielten. Tele-Chirugen, die die Roboter kontrollieren, die Menschen operieren. Oder der urbane Bauer, der die Lebensmittelproduktion in die Städte verlagert. Ebenfalls bereits diskutiert, wird der Verkehrsanalyst, durch den es möglich ist, Fortbewegungsmittel mit Computer zu steuern. Welches Kind hätte das schon im Steckbrief hinter „Das will ich werden wenn ich groß bin“ schreiben können?
Ganz neue Möglichkeiten ergeben sich auch durch den Trend zum „dezentralen Arbeiten“. Schon 2012 können sich 80 % der, in einer Studie der Sage Software GmbH befragten, Arbeitnehmer vorstellen, dass es möglich ist, von überall auf der Welt aus zu arbeiten. Viele Jobs entsprechen also in der Zukunf gar nicht mehr unseren Vorstellungen.

Trotz der Aussicht auf sich völlig neu ergebende Möglichkeiten, lässt sich die heiß diskutierte Frage nach der Anzahl der Arbeitsplätze der nächsten Jahre nicht völlig ignorieren. Arbeitsplätze waren schon an vielen Stellen der Geschichte bedroht. Nehmen wir gleich die industrielle Revolution als Beispiel. Dennoch wird die Hälfte der Arbeitsplätze in den kommenden Jahren als bedroht eingestuft. Die Entstehung neuer Jobs kann diese Zahl bisher nicht aufwiegen.

Wenn man also nicht weiß, wohin es nach dem Studium einmal geht, lohnt es sich kreativ zu sein. Die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt sind rasant und ebenso schwer zu erwägen. Offenheit für Neues und die Fähigkeit zur Anpassung können erstaunlich hilfreich bei der Jobsuche werden.

Über den Autor

Viktoria

Viktoria ist seit September 2015 Praktikantin bei uns. Sie studiert im Bachelor Wirtschaftswissenschaften und Soziologie. Vicki, wie wir sie nennen dürfen, unterstützt uns im Recruiting und im Personalmarketing - und versorgt uns natürlich mit Blogartikeln, in denen sie ihre Sicht der Dinge auf Studium, Informatik und Arbeitswelt schildert.

Hinterlassen Sie einen Kommentar