(Neue) Arbeitswelt

Wer hat Angst vorm bösen Headhunter?

Der skrupellose, eiskalte Headhunter ruft an. Er hat diesen supergeheimen, hochdotierten Auftrag zumindest einen dieser drei hochspezialisierten ERP-Experten zu finden, die es von deren Sorte in Deutschland gibt. Tot oder lebendig. Lebendig wäre natürlich besser, wegen des Jobs.So in etwa scheint das Image des Headhunters in Deutschland zu sein. Oder? Wir sind ja selbst Recruiter und auch Headhunter; empfinden unsere Arbeit weder als eiskalt (im Gegenteil!), noch als irgendwie moralisch verwerflich. Und schlagen uns viel mit den Vorurteilen gegen Headhunter herum. Entweder man wird in die Schublade „Zeitarbeit“ gesteckt oder in die oben beschriebene.

Dazu kommt, dass unsere Erfahrung zeigt, dass die angerufenen und angeschriebenen Kandidaten in der Regel äußerst positiv reagieren und sich oft sogar gebauchpinselt fühlen. Und wer nicht wechseln will, kann das ja gern sagen. Also warum der schlechte Ruf?

Sagt Ihr uns doch bitte mal als Kommentar zu diesem Artikel, was die Begriffe „Headhunting“ und „Recruiting“ bei Euch auslösen. Und warum das so ist. Vielleicht können wir da ja was ändern. Vielen Dank!

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6 Kommentare

  • Wenn ich Headhunter lese oder höre dann habe ich sofort das Bild eines in Fellen und Tierknochen gekleideten Schamanen vor mir der Köpfe von Menschen und Tieren jagt um sie in Schrumpfköpfe zu verwandeln.
    Kopfjäger ist halt irgendwie negativ besetzt. 😉

  • Moin,

    ich weiß das dass schlechte Image nicht für euch zutrifft, jedoch gibt es genügend Kalt-Aquise Emails und Anrufe von den o.g. Headhuntern. Das Problem ist, das diese Anrufe oft zu ungünstigen Zeiten kommen und meist auch nur Geschwafel beinhalten. Konkrete Angaben zum Job, Tätigkeitsfeld, Verantwortungsbereich, Auftraggeber (potentieller zukünftiger Arbeitgeber) und Gehalt sind im besten Falle Nebulös. Weiterhin kommt dazu, das die Stellebeschreibung/Position immer total Toll ist und man sich eher an ein Verkaufsgespräch mit Versicherungsmaklern erinnert fühlt.

    Ich musste leider auch feststellen das es dem Headhunter i.d.R. meist am notwendigen Know-how fehlt, die vom Auftraggeber übergebene Stellenbeschreibung auch korrekt zu interpretieren. Hier würde ich mir zumindest etwas mehr Branchen Know-how wünschen.

    Just my 2 cent!

  • Ich habe mit Headhuntern bisher nur schlechte Erfahrungen gemacht. Nachdem ich einem gesagt habe dass ich kein Interesse an einem Angebot habe kamen wöchentlich Anrufe mit anderen Stellenangeboten die immer unpassender wurden. Natürlich immer während der Arbeitszeit, Mails wollte diese Agentur nur verwenden um Termine für Telefonate zu vereinbaren. Schließlich habe ich die Nummer gesperrt. Was macht der clever Headhunter? Klar, Nummer unterdrücken. Anrufe miot unterdrückter Nummer kann ich also auch nicht mehr annehmen. Zuletzt hat der sogar über Xing meinen Arbeitgeber ermittelt, in der Firma angerufen und sich zu mir durchstellen lassen, was auch noch den Leuten am Empfang Ärger vom Chef eingehandelt hat.

    Ich habe daraus gelernt und werde nie wieder auf irgendwelche Kontaktaufnahmen von Headhuntern reagieren, anscheinend wird das kleinste Bisschen Höflichkeit direkt als Zusage oder zumindest großes Interesse empfunden. Ach ja, und auf keinen Fall eine Telefonnummer bei Xing angeben.

  • Ich hab mit Headhuntern auch schon so manch fragwürdige Erfahrung gemacht. Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass das eine Weile her ist und in letzter Zeit sich stark gebessert hat.
    Vor ein paar Jahren gab es in meinem alten Job immer mal wieder Headhunter, die in der Zentrale angerufen haben („Mein Name ist Philipp, ich bin ein Freund von Christian, es ist was privates, bitte durchstellen“). Sowas ist für mich ein absolutes NoGo. Auf diese Bemerkung hieß es dann nur noch: Naja, wie sollen wir sie denn sonst erreichen… ja ne, is klar. Da es nicht nur einmal und nicht nur bei mir vorgekommen ist, war da schon eine Menge Betrieb bei uns am Empfang und irgendwann wurden solche Gespräche grundsätzlich nicht mehr durchgestellt. Pech für den Freund, wenn es wirklich mal dringend war und das Handy zu Hause liegt.

    Wie gesagt hat sich das allerdings für mein Empfinden stark geändert. Die meiste Kommunikation läuft mittlerweile über Xing und da bin ich froh drüber. Man kann nett und freundlich zurückschreiben, dass ein Wechsel derzeit nicht in Frage kommt 🙂

    Cheers

  • Ich persönlich hatte auch nur miese Erfahrungen. Lediglich eine Headhunterin hatte kapiert, wie es geht. Bei Fragen meinerseits sagte sie ehrlich, dass sie das nicht wisse und meldete sich noch am gleich Tag wie besprochen per email, um mir weitere Informationen zur Stelle preis zu geben. Das fand ich auch seriös. Allerdings war es auch wohl ein anderes Headhunter-Konzept, was wohl auf Geschwafel verzichtet! Es ging bei mir um ne Pharmareferentinnen-Stelle. Der Headhunter ist in Düsseldorf und wohl erst seit drei Jahren auf dem Markt…Irgendwas mit Research & usw…Sorry – habs nicht mehr drauf. Mit XING liegt Chris richtig 🙂

  • Am schlimmsten sind die Radbacher Headhunter.

    Arrogant, penetrant, ziel- und planlos.

    Ein Herr Bengel erdreiste sich sogar bei meinen vorherigen Arbeitgebern anzurufen und gab mir dann ein 08/15 Feedback, dass ich für den Job nicht geeignet sei.

    Unprofessioneller geht es nicht mehr.

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