Körper, Geist & Job

Job und Familie – Nachtrag. Daheim mit krankem Kind

Wenn das Kind wieder mal ein etwas stärkeres Virus oder Bakterium aus dem Kindergarten mit nach Hause gebracht hat, heißt es meist im Büro „Ich komm heute nicht, wegen Kind krank“. Wie sieht denn dann der „Arbeitsalltag“ daheim aus?

Ich habe ja anfänglich ernsthaft geglaubt, ich könnte noch etwas Arbeit erledigen oder den Haushalt auf Vordermann bringen. Mein Glaube heftete sich an die Erwartung, dass mein Kind eh die ganze Zeit platt ist und schlafen will. Aber weit gefehlt… zumindest was meine Pläne angeht. Am Anfang der Krankheit steht meistens ein erhöhter Kuschelbedarf gepaart mit einer geringen Frustrationsgrenze. Je nach Alter ist das Kind schnell unleidlich, weint oft und isst und trinkt schlecht. Krankenzeit bedeutet ja meistens, dass man Dinge darf, die man sonst nicht darf – zum Beispiel im Bett fernsehen oder Schokolade essen oder Computer spielen. Das ist bei Kleinkindern allerdings noch relativ schwierig. Zumal das ja auch keine Lösung ist. Also helfen nur starke Nerven – schließlich siegt meistens doch der Mutter- oder Vater-Instinkt, alles tun zu wollen, damit es dem Nachwuchs bald wieder besser geht.

Nach ein paar Tagen, wenn das Fieber vorbei, der Husten aber noch nicht überstanden ist, komme ich regelmäßig in den Zwiespalt, wie viel ich meinem Kind schon wieder zumuten kann. Der Eindruck, mein Kind sprüht wieder vor Energie, täuscht oftmals über den tatsächlichen Gesundheitszustand hinweg. Und wenn man es allzu doll treibt, ist schon der nächste Infekt im Anmarsch. Ein Teufelskreis… Man kann natürlich die Spielzeugkiste von oben bis unten durchwühlen und alle Spielsachen austesten, aber auch das wird irgendwann langweilig. Der Spielplatz im Winter ist genauso wie ein Treffen mit anderen Eltern und ihren Sprösslingen keine Option. Also was tun? Habt Ihr Ideen? Was macht Ihr denn so, wenn Ihr mit Euren kranken Kindern das Haus hüten müsst?

Aus der Idee, nebenbei noch ein bisschen arbeiten zu können, ist natürlich nicht viel geworden. Für diesen Blogartikel, den ich daheim mit Kind krank geschrieben habe, war mir letztendlich nur die Mittagspause als wirklich produktive Arbeitszeit „vergönnt“.

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