Bewerbung & Interview

Ruf-mich-nicht-an!

…scheinen Bewerber ab und an geradezu zu schreien. Denn es kommt tatsächlich immer wieder vor, dass man den Kandidaten einfach nicht erreicht. Klassisch ist dabei die fehlende Telefonnummer auf der Bewerbung (wir fragen uns dann immer, ob das Absicht ist oder ein Versehen?).Absicht wäre wirklich schräg, denn im Grunde müsste man ja als Bewerber angerufen werden wollen, oder nicht? Der ein oder andere (Informatiker?) scheint da Angst um seine Daten zu haben (was irgendwie schräg anmutet, wenn man doch seinen kompletten Lebenslauf in der Bewerbung preisgibt…). Diese Angst ist natürlich unbegründet, weil Personaler diese Daten selbstverständlich nicht weitergeben und schon von Berufs wegen großen Wert auf Diskretion legen.

Aus Versehen seine Nummer zu vergessen, ist dann schon schwieriger und sollte einfach nicht passieren! Mehr gibt es da nicht zu sagen. Oft kommt es aber auch vor, dass Bewerber, deren Nummer wir haben, einfach nicht erreichbar sind: Das Telefon ist aus, es ist keiner Zuhause, es wird nicht abgenommen oder was auch immer.

Auch das ist nicht gut, denn in der Regel ist ein telefonischer Erstkontakt ein sehr wichtiger für beide Seiten. Entweder, weil wir gleich zum Vorstellungsgespräch einladen oder weil wir Rückfragen zur Bewerbung haben. Beides wollen wir (auch im Interesse des Bewerbers) gern so schnell wie möglich besprechen. Versendet man also eine Bewerbung, sollte man eine Nummer angeben, unter der man gut erreichbar ist. Dann klappt’s auch mit dem Job 🙂

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7 Kommentare

  • Ich kann davon ein Lied singen. Hier im Büro wird schon gewitzelt, ob mein Telefon verhext wäre. Wenn ich mehrere Telefonate hintereinander erledigen muss, kann ich schon sicher sein, dass mindestens die Hälfte erfolglos verläuft. Erst heute wieder hatte ich bei zwei aufeinanderfolgenden Telefonaten jedes Mal die Mailbox dran… immerhin kann ich da ja wenigstens eine Nachricht hinterlassen. Und ein Anrufer hat dann doch noch zurückgerufen… *yeah* 🙁

  • Vielleicht ist das ja gar keine Absicht der Bewerber nicht ans Telefon zu gehen. Eher liegt es wohl daran, dass man gerade in einem Meeting, einer Klausur oder aehnlichem sitzt oder es einfach kein guenstiger Zeitpunkt ist ans Telefon zu gehen. Fuer den Bewerber ist es z.B. sehr unangehem, wenn er am Arbeitsplatz einen Anruf von einem Recruiter bekommt, er unauffaellig den Raum verlassen und ein ruhiges Plaetzchen zum telefonieren finden muss an dem keine Gefahr besteht unbeabsichtigt belauscht zu werden. Stellt euch vor, Ihr bekommt solche Anrufe und das mehrmals am Tag – das kann einen schon sehr in die Breduille bringen.
    Dann lieber versuchen auf die Mailbox zu sprechen und eine Folge-Email schreiben und um Rueckruf bitten. Fuer Bewerber, die den Arbeitsplatz wechseln wollen, ist es einfacher auf eine Email zu antworten als staendig verdaechtig bei jedem Anruf aus dem Buero zu schleichen.

  • Ich habe schon viele Recruting Aufträge abgewickelt und auch jedesmal
    eine Lösung gefunden, den Bewerber ncht im Büro anrufen zu müssen.

    Bernd Stelzer

  • Soetwas bekomm ich hier auch öfters mit. Auf rückfragen mit den Bewerbern kahm meistens das „Ups das habe ich wohl vergessen“ natürlich ein faupax. Wenigstens schreiben sie ihre E-Mail adresse mir in die Bewerbung.
    Ich frage mich wann die Berwerber das endlich verstehen.
    Mfg

  • @ Nadia, @ Daniela, @ Moni: Ich will nicht behaupten, das alle Bewerber so schusselig sind, und vergessen ihre Kontaktdaten anzugeben. Das mag sich er das eine oder andere Mal geschehen. Aber ich gehe mal davon aus, dass eine Großzahl das absichtlich macht. Warum? Nun, wenn man beim Arbeitsamt als arbeitslos gemeldet ist, muss man jeden Monat mindestens zehn Bewerbungen schreiben. Und das muss man nachweisen. Wenn ich als Arbeitsloser mein Geld bekommen, aber nicht arbeiten möchte, so schreibe ich die Bewerbungen so, das man mich entweder nicht einstellt oder mich nicht kontaktieren kann.

    @ Bernd Stelzer: Leider sind Sie da wohl die berühmte Ausnahme. In der Regel endet das Engagement der Personaler mit der Arbeitszeit. Das jemand seine Freizeit investiert, ist heute wohl eher selten. Hochachtung. Mir zeigt diese Haltung, dass Sie mit Ihrem Beruf mehr als zufrieden sind und das Ihre Firma solche Aktivitäten auch entsprechend honoriert. In ein solches Unternehmen würde ich mich auch gern einbringen.

    @ B.Kröner: Mich würde interessieren, worauf Sie bei Bewerbungen Wert legen? In der Regel erwartet man vom Bewerber eine fehlerfreie und grammatikalisch einwandfreie Bewerbung. Doch wenn ich Ihren Kommentar lese, finde ich es bemerkenswert, das Sie es schaffen in einem Dreizeiler gleich mit acht Fehlern auszuwarten.

  • Es gibt auch introvertierte Menschen, die sich besser schriftlich artikulieren können, als plötzlich mit einem unerwarteten Anruf überrumpelt zu werden. Viele Introvertierte geben deshalb ihre Telefonnummer nicht an und klären Sachverhalte lieber schriftlich via Mail.

  • Ich gebe privat generell so gut wie nirgends meine Telefonnummer an. Ganz egal, ob es dabei um eine Bewerbung, einen Kontakt mit einem Recruiter, eine Anfrage bei einem Handwerker oder eine Preisanfrage bei einem Händler geht.
    Warum nicht? Ganz einfach:
    Während der Zeit, in der die alle arbeiten, mache ich genau das gleiche: Arbeiten. Mein Festnetztelefon kann tagsüber klingeln, bis es qualmt – ich bin nicht zuhause.
    Mein Handy ist während der Arbeit ausgeschaltet oder lautlos (manchmal habe ich es nicht mal dabei). Und auf dem Telefon im Büro führe ich keine privaten Gespräche, weil das erstens nicht gerne gesehen wird und zweitens weil ich mir das Büro mit meinem Vorgesetzten teile, der dann alles mit hört.
    Besonders bei Gesprächen mit Personalvermittlern kann ich das definitiv nicht gebrauchen!
    Ganz schlaue Zeitgenossen hinterlassen dann gerne Nachrichten auf meinem Anrufbeantworter: „Rufen Sie mich bitte bis 16:30 zurück!“. Super du Genie, ich kam gerade nach Hause, es ist jetzt 18:15 Uhr. Lass mich raten, wenn ich dich JETZT zurückrufe…..

    Wenn ich per Email Kontakt aufnehme und die Antwort kommt per Telefon, dann hat sich der Kontakt für mich erledigt. Ob es dabei um die Bank, die Versicherung oder den potentiellen neuen Arbeitgeber handelt spielt keine Rolle.
    Medienbruch ist unhöflich und mit unhöflichen Menschen möchte ich nichts zu tun haben.

    Den Vogel abgeschossen hat dann ein Personalvermittler, der im Sekretariat meines Arbeitgebers angerufen hat und sich zu mir durchstellen lies. „Ich habe da jemanden für dich in der Leitung, der dir eine Stelle anbieten will. Gibt es was, was wir wissen sollten?“.
    Entschuldigung – geht’s noch???

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