Bewerbung & Interview

Tipps für das Ablehnen eines Jobangebots

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Geschrieben von Susan

Du hast deine Bewerbung verschickt, wurdest zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen und das Unternehmen möchte dich einstellen. Gratulation! Doch die Freude deinerseits hält sich in Grenzen. Du möchtest das Jobangebot ablehnen.
Mit deiner bloßen Entscheidung ist es nicht getan. In jedem Fall musst du das Unternehmen darüber in Kenntnis setzen, dass du das Jobangebot nicht annimmst. Viele Bewerber empfinden dies als unangenehm und es fällt ihnen schwer. Die folgenden Hinweise und Tipps helfen dir eine positive Absage zu formulieren, sodass du trotz Jobabsage einen guten Eindruck hinterlässt.

Den Ursachen auf den Grund gehen

Nicht immer lässt es sich gleich in Worte fassen. Es ist dieses innerliche ungute Gefühl, was einem sagt, dass der Job nicht der richtige ist. Höre auf deinen Bauch und frage nach.
Es gibt verschiedene Gründe ein unterbreitetes Jobangebot abzulehnen. Diese sind von Position zu Lebenssituation äußerst vielfältig und sehr individuell. Wichtig ist, dass du dich mit deinen persönlichen Gründen ganz genau auseinandersetzt. Dies bietet dir den Vorteil, dass du dir ein klares Bild über die, für dich bei der Jobwahl, wichtigen Faktoren verschaffst.

Gründe für das Ablehnen des Jobangebots

Besseres Jobangebot

Du hast mehrere Jobangebote vorliegen und musst dich nun für eines entscheiden. Sicherlich nimmst du jenes Jobangebot, welches dich am meisten anspricht. Überlege dir genau, warum du dich für dieses Angebot entscheidest und was die Attraktivität ausmacht. Sind es die finanziellen Anreize oder die herausfordernde Aufgabe?

 Unbefriedigende Rahmenbedingungen

Zumeist erfährst du die Anzahl der Urlaubstage, das letztendliche Gehalt oder auch die Kündigungsfrist erst im Vorstellungsgespräch oder mit dem Jobangebot. Bist du mit den Bedingungen nicht einverstanden, empfehle ich in jedem Fall das Gespräch zu suchen. Gegebenenfalls lässt sich hier noch verhandeln.

Die Chemie stimmt nicht

Fachlich scheint alles zu passen, doch zu deinem eventuell zukünftigen Chef hast du keinen richtigen Draht gefunden. Nicht immer reichen ein oder zwei Vorstellungsgespräche aus, um sich einen ausreichenden Eindruck von seinem zukünftigen Arbeitgeber zu verschaffen. Heutzutage spielt gerade die Unternehmenskultur für Bewerber eine zunehmende Rolle. Ist dies für dich ebenfalls wichtig, bietet sich ein sogenannter „Schnuppertag“ im Unternehmen an.

Unzureichende Chancen der Weiterentwicklung

Im Vorstellungsgespräch wurde deutlich, dass du auf der Karriereleiter bei diesem Unternehmen nicht weiter oder nur bedingt nach oben klettern kannst. Du hast explizit nach Möglichkeiten im Bereich der Weiterbildung gefragt, dein Gegenüber ist jedoch nicht darauf eingegangen. Kurz du siehst für dich keine langfristige Perspektive.

 

Jobabsage positiv formulieren und einen guten Eindruck hinterlassen.

Du bist dir über die Gründe für das Ablehnen des Jobangebots im Klaren, nun gilt es eine entsprechende Jobabsage zu formulieren. Schließlich möchtest du trotz deiner Absage weiterhin einen guten Eindruck bei dem Unternehmen hinterlassen. Wer weiß, vielleicht ergibt sich zukünftig eine neue Option einer Zusammenarbeit. Bei einer Absage besteht für dich ein Risiko. Wenn deine Jobabsage unzureichend formuliert ist, hinterlässt dies nicht nur einen schlechten Eindruck. Es kann leicht zu Missverständnissen kommen.

Eine gute Absage beachtet und enthält folgende Punkte:

Zeitnah absagen – eine Frage der Fairness

Seitens des Unternehmens beansprucht jeder weitere Bewerbungsprozess zeitliche und finanzielle Ressourcen. Es schickt sich nicht das Unternehmen solange zappeln zu lassen, bis das Jobangebot der Traumstelle endlich eintrifft. Wir sind alles nur Menschen. Solltest du, mehr Zeit für deine Entscheidung benötigen: Teile dies dem Unternehmen mit. Sehr unhöflich ist es auf ein Jobangebot hin gar nicht zu reagieren. Damit bist du für zukünftige Jobs bei diesem Arbeitgeber aus dem Rennen.

Danksagung nicht vergessen

Bedanke dich für das Angebot, das entgegengebrachte Vertrauen und die aufgewendete Zeit. Damit zeigst du dem Unternehmen gegenüber deine Wertschätzung.

Ein Jobangebot ablehnen – Positiv und begründet

Viele Bewerber lehnen Jobangebote unbegründet ab oder bedienen sich einer Ausrede. Eine beliebte und vermeintlich positive Ausrede ist die eines anderen Jobangebotes. Auch wenn du wirklich das Jobangebot wegen eines anderen ablehnst: Die ausschlaggebenden Gründe, stellen ein hilfreiches Feedback für das Unternehmen dar. Indem du deine Gründe für dich erörterst und gegenüber dem Unternehmen erläuterst, gibst du dem Unternehmen wichtige Informationen zur Verbesserung, du vermeidest Missverständnisse und überzeugst wieder mit Professionalität.

Erfolg wünschen und Interesse aufzeigen

Wünsche dem Arbeitgeber Erfolg bei der Bewerbersuche. An dieser Stelle kannst du dein generelles Interesse am Unternehmen bekunden und dir positiv in Erinnerung gebliebene Punkte anführen. Optional bietest du dem Unternehmen an weiterhin mit dir, im Hinblick auf eine zukünftige Zusammenarbeit, in Kontakt zu bleiben.

Absage per Telefon ist persönlicher

Die meisten Bewerber teilen dem Unternehmen schriftlich mit, dass sie das Jobangebot ablehnen. Greifst du zum Telefonhörer, wirkt dies proaktiv und selbstbewusst. Zusätzlich bietet dir der Dialog den nötigen Raum, deinem gegenüber deine Entscheidung zu erläutern und direkt auf eventuelle Gegenangebote zu reagieren. Kurz um, ein Telefonat ist schnell erledigt, Missverständnisse lassen sich vermeiden und du hinterlässt einen guten Eindruck. Zusätzlich solltest du nach dem Gespräch deine Absage nochmals verschriftlichen. Damit überzeugst du abermals durch Professionalität und dem Personaler ist geholfen. Er kann deine schriftliche Absage direkt ins System einpflegen.

Fazit:

Auch die Absage eines Jobangebots gehört mit zum Bewerbungsprozess. Hast du prinzipiell Interesse an einer zukünftigen Zusammenarbeit mit dem Unternehmen solltest du auf eine positive und vor allem begründete Absage Wert legen. So verstärkst du den positiven Eindruck, welchen du im Vorstellungsgespräch hinterlassen hast. Bekanntlich sieht man sich immer zweimal im Leben.

Über den Autor

Susan

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