Bewerbung & Interview

Erklären Sie es einem Sechsjährigen

An der Uni lernt man die Dinge so kompliziert wie möglich zu umschreiben. Die einfachsten Zusammenhänge werden durch Schachtelsätze und Fachtermini zu monströsen Satzgebilden geformt und ganze Bücher damit gefüllt. Im Job muss man dann wieder lernen sich kurz zu fassen und auf den Punkt zu kommen. Im Berufsalltag ist Zeit eine zu kostbare Ressource als dass man Sie unnötig verschwenden könnte.

Komplexe Zusammenhänge zu verstehen und präzise wiederzugeben oder anzuwenden ist in vielen Jobs eine enorm wichtige Kompetenz. Man erkennt daran schnell, ob jemand Wissen wirklich verinnerlicht hat und in der Lage ist es auf den Alltag zu übertragen. Es ist also nicht abwägig, dass ein potentieller Arbeitgeber diese Fähigkeit im Vorfeld einer Einstellung testen möchte. Darum kann es durchaus vorkommen, dass ein Bewerber im Vorstellungsgespräch gebeten wird fachliche Sachverhalte einem imaginären Kind zu erklären. Auswendig gelernete Definitionen, Paragraphen und Fachtermini nützen an dieser Stelle dann herzlich wenig. Hier geht es darum etwas Kompliziertes mit den eigenen Worten einfach und ohne viele Umschweife zu formulieren.

Solche Situationen lassen sich wunderbar üben und helfen Euch vielleicht dabei Euren Wissensstand und Kommunikationskompetenz einzuschätzen. Probiert es doch mal aus: Überlegt Euch, wie Ihr Euren Job Eurer Oma, dem Postboten oder wem auch immer ohne Vorkenntnisse erklären würdet.

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