(Neue) Arbeitswelt

Jobwechsel – Warum eigentlich?

Gute Gründe für Jobwechsel – Wechselmotivation für den Job

Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, wie es wäre, wenn man etwas Neues riskiert, es wagt, zu neuen Ufern aufzubrechen und den Job wechselt? Natürlich hat diesen Gedanken schon jeder gehabt, hatten die nötige Wechselmotivation aufgebracht und viele haben ihre Planung auch ausgeführt und den alten Job hinter sich gelassen. Für den Jobwechsel gibt es viele Wechselmotive und verschiedenste Gründe. Oft ist es auch kein angenehmer und freudiger Anlass, der einen dazu bewegt, sich umzuschauen, die Kündigung einzureichen und anzufangen, die Stellenbörsen durchzufrosten und Bewerbungsschreiben zu verfassen.

Jobwechsel – aber warum?

Wir bekommen viele Bewerbungen von und führen ein Vorstellungsgespräch mit Kandidaten, die sich nicht nur aus der Arbeitslosigkeit, sondern auch aus einer festen Anstellung heraus bewerben. Einige davon haben keine akuten Wechselmotive, d.h. sie wurden nicht gekündigt oder es droht ihnen auch kein zeitnaher Verlust der Arbeitsstelle. Den Beweggrund für die Wechselmotivation in der Bewerbung und daraus einhergehend für den Jobwechsel herauszufinden und eventuell dadurch auf andere interessante Punkte, die einen Menschen und seine Arbeitseinstellung und –weise ausmachen, herauszufinden, ist oft nicht so leicht und benötigt etwas Fingerspitzengefühl. An dieser Stelle ist es sehr interessant, sich die Argumentation des Bewerbers anzuhören. Der clevere Kandidat macht sich vorher Gedanken darüber und wägt genau ab, was er sagen kann und was er lieber für sich behält – etwa, warum er kündigen möchte. Dann gibt es natürlich den weniger cleveren, der im Vorstellungsgespräch oder vorher schon ansatzweise im Bewerbungsschreiben beim Lebenslauf ohne nachzudenken anfängt, über seinen jetzigen Arbeitgeber herzuziehen, betriebliche „Geheimnisse“ und Probleme herumzuposaunen.

Jobwechsel – wie macht man’s nicht?

Wie beantwortet man am besten die Frage „Warum wollen Sie eigentlich ihre Arbeitsstelle wechseln?“?

Möglichkeiten, Gründe für den Jobwechsel und Wechselmotivation anzugeben

Es gibt zwei Möglichkeiten. Man könnte damit anfangen und berichten, wie schlecht es seinem jetzigen Unternehmen geht, die Konflikte innerhalb des Teams anspricht und als Krönung den Chef sich vornimmt und kein gutes Haar an ihm lässt – und das Kündigen so begründet. Schwierig bei der Bewerbung… An dieser Stelle gibt es viele Interpretationen des Gesagten und oft will man als Gegenüber solche Details überhaupt nicht hören und das Meckern und Kritisieren kann schnell für einen selbst nach hinten losgehen. Der potentielle neue Arbeitgeber könnte den Eindruck bekommen, dass der Kandidat auch bald über sein Unternehmen genau so reden könnte – das ist extrem unklug und sollte eigentlich mit den ganz persönlichen Zielen nach einer beruflichen Veränderung des Kandidaten nichts zu tun haben. Selbstverständlich, sind Faktoren wie Arbeitsklima und die finanzielle Lage des Unternehmens enorm wichtig für die persönliche Motivation und das Wohlgefühl, nur sollte man in einem Vorstellungsgespräch mehr auf die eigenen Erfahrungen und Ziele den Fokus legen und diese unterstreichen.

So macht man’s mit dem Jobwechsel besser!

Den persönlichen Groll und Frust kurz vergessen und sich auf das Wesentliche konzentrieren. Was will ich? Was kann ich und warum will ich hier arbeiten? Die berufliche Weiterentwicklung hervorheben, so argumentieren, dass der neue Arbeitgeber merkt, dass man wieder neu durchstarten möchte und seine Erfahrungen und das Wissen in einem neuen Team und im anderen Umfeld einsetzten und steigern möchte. Damit zeigt man Respekt und Solidarität, was der Gesprächspartner sofort auf zukünftige Situationen projiziert und als positiv abspeichert. Man steht als Bewerber im Mittelpunkt und schaut nach vorne – der Jobwechsel sollte durch Ziele, neue Vorsätze und Perspektiven begründet werden.

Gute Sätze für den Jobwechsel beim Vorstellungsgespräch

Hier haben wir einmal mehrere Schlüsselsätze zusammengetragen, wie man einen Jobwechsel und die eigene Wechselmotivation begründen kann. Hier einige Bewerbungstipps beim Gespräch:

Ich möchte Neues erlernen und neue Erfahrungen machen.

Dieser Allround-Satz kommt immer gut an. Man muss bei der Bewerbung nur gut begründen können, warum dies gerade beim neuen Arbeitgeber vorstellbar ist.

Ich möchte stärker international arbeiten.

Hier kommt es auf eine gute Begründung an, warum dies hier gelingen soll. Man sollte diesen Satz etwas in Watte packen, sonst sieht es so aus, als ob man nur Karriere oder mehr Verdienstmöglichkeiten im Blick hat.

Ich möchte einen Tapetenwechsel und in einer neuen Branche arbeiten.

Bei dieser Aussage sollte man glasklar berichten können, warum man sich ausgerechnet diese Branche und dieses Unternehmen ausgesucht hat.

Ich hätte gern einen Job mit weniger/mehr Verantwortung.

Hier kommt es auf die eigene Motivation an. Möchte man mehr Zeit mit der Familie verbringen und ist daher bereit, weniger Geld zu verdienen? Oder erwartet man einen konkreten Aufstieg? doch warum war dies im alten Unternehmen nicht möglich? Auch hier sind eindeutige und inidivduelle Antworten essentiell.

Könnt ihr von ähnlichen Situationen berichten und wie habt ihr euch da verhalten?

Über den Autor

Anna M

Anna war von März 2013 bis Ende 2014 im Bereich Recruiting bei uns tätig. Nach ihrem Magisterstudium in Slawistik, Romanistik und Auslandsgermanistik war sie zunächst als Vertrieblerin tätig. Am liebsten berichtete Anna über den Perspektivwechsel vom Bewerber zum Personaler und ihre oft amüsanten Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag.

1 Kommentar

  • Auf alle Fälle soll nicht nur wegen den Frust der Job gewechselt. Besser ist es eine Idee oder einen Wünsch in eine neue Richtung zu haben

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