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Videochat und Bewerbungsgespräch

Quelle: Alexandra H./pixelio.de
Geschrieben von Ina

…wie passt das zusammen? Eigentlich sind ja Bewerbungsgespräche zum persönlichen Kennenlernen da. Immer häufiger greifen aber auch Unternehmen zu den beliebten Web-Formaten Skype und Co. um sich ein erstes Bild vom Bewerber oder der Bewerberin zu machen. Personaler können so beim Ringen um die Besten den Zeit- und-Lokalfaktor geschickt klein halten. Doch Vorsicht! Videokonferenzen ersetzten eben nicht vollständig das persönliche Treffen. Manches, was über Sympathie zu einer anderen Person entscheidet, bleibt in den Weiten des Netzes hängen.

Damit ihr gut „ins Bild“ kommt, gilt es, ein paar Regeln zu beachten.

 Videochat als Bewerbungsgespräch – Vorbereitung ist alles!

Am besten am Vortag schon mal den Rechner starten und den Chat in dem euch das Unternehmen treffen will, starten. Verabredet euch mit einem Freund und testet den Chatroom, das Mikro, die Kamera und die Internetverbindung. Positioniert Euch gut im Raum und überprüft was euer Gesprächspartner sehen kann. Vor einem Bücherregal kommt immer gut, wenn dort geeignete Literatur steht;-). Lichtverhältnisse können Schatten werfen oder blenden. Berücksichtigt die Tageszeit zu der das Gespräch stattfindet. Aufräumen! Keine Wäscheberge, schmutziges Geschirr und Aktenchaos. Am besten denkt die Schwiegermutter kommt zu Besuch.

Die Bewerbungsunterlagen sollten als Ausdruck neben dem Rechner liegen, damit ihr, falls es Fragen dazu gibt, aussagekräftig seid. Wenn ihr Arbeitsproben, Powerpoints oder andere Dokumente habt, die euren potentiellen Arbeitgeber interessieren könnten, legt sie auf dem Desktop ab. Es kommt sehr gut, wenn das Gespräch darauf kommen sollte, einfach schnell via E-Mail oder instant Messanger auf senden zu drücken.

Für das Bewerbungsgespräch im Videochat gut gekleidet

Auch bei einer Videokonferenz könnt ihr mit angemessener Kleidung punkten. Dabei gelten für euch auch die Regeln der Fernsehmoderatoren: kleingemustertes und karierte Kleidung kann bei der Videoübertragung flimmernde Effekte erzeugen. Durchgehend schwarze und weiße Kleidung lösen bei manchen Übertragungen die Ränder auf. Blau und Rot sind Farben, die der Übertragungstechnik sorgen machen und manchmal verfälscht ankommen. Außerdem erzeugen diese Farben Unruhe beim Betrachter. Mit gedeckte Farben, wie braun, bordeaux und beige ist man auf der sicheren Seite. Und bitte vollständige Kleidung. Es ist vielleicht lässig in Pyjamahose und Filzlatschen da zu sitzen, aber rechnet immer damit, dass ihr mal aufstehen müsst.  Außerdem hilft die Kleidung auch, sich auf die Situation einzustellen, wenn man schon in den eigenen vier Wänden interviewt wird.

Das Bewerbungsgespräch im Videochat kann starten

So nun Handy ausschalten, Kater aussperren und alle vorhersehbaren Störungen minimieren. Ein Glas Wasser in Reichweite, um bei trockenem Mund schnell nachzuhelfen.

Dein Gesprächspartner wird nun durch den Chat führen und alle beteiligten Personen vorstellen. Sicher haben die Personaler schon mehr Erfahrungen mit dieser Interviewtechnik. Auch hier gelten die Regeln einer guten Kommunikation: etwas Smalltalk um eine angenehme Gesprächsatmosphäre zu erzeugen, einen zeitlichen Rahmen und das Ziel der Unterhaltung festlegen. Deine Fragen sind vorbereitet genauso, wie bei einem „echten“ Gespräch.

Bitte nicht zappeln und nicht auf den Bildschirm, sondern in die Kamera schauen. Das eigene Bild zu sehen kann etwas ablenken, lieber nach einem kurzen Check ausstellen. Sollten Störungen auftreten oder du die Gesprächspartner nicht verstehen, immer offen ansprechen. Störungen haben Vorrang und so kannst du es vermeiden, auf Fragen zu antworten, die nicht gestellt wurden.

Das Bewerbungsgespräch im Videochat ist gut gelaufen

Trotzdem kann es sinnvoll sein, es nachzubereiten. Was lief gut und an welcher Stelle hat es gehangen. Lag der Grund für ein Missverständnis möglicherweis am Format des Gespräches kann man immer noch mal nachbessern und eine aufklärende E-Mail an den Gesprächspartner schicken. Oder einfach eine kurze Dankes E-Mail an den Hauptansprechpartner senden.

Das Netz ist voller Videos zu lustigen Gesprächssituationen, vielleicht habt ihr ja auch schon solche erlebt. Wir freuen uns auf eure Erfahrungen.

Über den Autor

Ina

Ina ist Personalerin mit Leib und Seele und war von Juni 2012 bis Mai 2015 unsere Frau an der “Front”. Sie hat bereits in der Personalentwicklung, als Headhunter und als Personalleiterin gearbeitet. Heute ist sie auch in Sachen systemische Beratung unterwegs, coacht und begleitet Fach- und Führungskräfte. Ina hat viel erlebt, was im Personalwesen passieren kann und ist gespannt auf das, was sie noch nicht erlebt hat. Über ihre Erfahrungen berichtete sie auch hier auf dem Bewerberblog.

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