Bewerbung & Interview

Die Blindbewerbung – eine anonyme Bewerbung

Quelle: Tim Reckmann/pixelio.de
Geschrieben von Gastautor

In der heutigen Gesellschaft gibt es mittlerweile unzählige Formen, sich für Praktika, Arbeitsplätze, Studiengänge und vieles mehr zu bewerben. In der Regel wird es sich zum Beispiel im Fall des zukünftigen Arbeitsplatzes um eine Bewerbung handeln, die direkt mit einer Stellenausschreibung verbunden ist. Es gibt aber auch noch viele andere relevante Formen, wie man sich an einen Arbeitgeber richten kann, zum Beispiel mit einer Blindbewerbung. Diese ist zwar neben gängigen alternativen Methoden, wie etwa der Initiativbewerbung, nicht besonders oft verwendet, sollte aber trotzdem erkannt werden. Denn sollte man sich wirklich einmal für eine Blindbewerbung entscheiden, sollte man zumindest wissen, wo sich Blindbewerbungen von der klassischen Bewerbung unterscheidet und worauf man achten geben sollte.

Wo liegt der Unterschied von Blindbewerbungen zu anderen Bewerbungsformen

Am einfachsten lässt sich der Charakter von Blindbewerbungen verstehen, wenn man eine Blindbewerbung mit einer normalen Bewerbung vergleich. Wo diese normale Bewerbung auf eine Stellenausschreibung abzielt, der man sich dann mit einem Anschreiben, einem Lebenslauf in einer schicken Bewerbungsmappe und weiteren Dokumenten nähert, verhält es sich bei der Blindbewerbung grundsätzlich anders. Hier ist es nämlich so, dass der Bewerber sich eine Reihe von Unternehmen aussucht, die eigentlich keine gewünschte Stelle ausgeschrieben haben. Normalerweise könnte man jetzt denken, dass dies doch eigentlich genau einer Initiativbewerbung entspricht. An sich ist dieser Gedanke auch richtig, nur dass man sich bei Blindbewerbungen wirklich auch unternehmensunabhängig bewirbt. Somit passen diese Anschreiben einer Blindbewerbung quasi auf jedes Unternehmen und können somit universal eingesetzt werden. Bei Anschreiben als Initiativbewerbung hingegen hat man zwar keine Auskunft über eine mögliche vakante Stelle, aber hat sich zumindest mit dem Unternehmen an sich beschäftigt. So kann man, im Gegensatz zu Blindbewerbungen, zwar nicht unbedingt die Qualifikation für eine gewisse Stelle unterbringen, aber zumindest das Interesse am Unternehmen in seine Bewerbung mit einfließen lassen.

Macht eine Blindbewerbung Sinn?

Schon am obigen Absatz dürfte klar geworden sein, wo sich im Bereich der Blindbewerbung sicherlich Vorteile, aber auch erheblich Nachteile ergeben, wenn es um die Qualität und die Aussagekraft einer Bewerbung geht. Denn zum einen ist es natürlich Fakt, dass man sich durch eine Bewerbungsvorlage, selbst in einer sehr ordentlichen Bewerbungsmappe, die für eine Vielzahl von potenziellen Arbeitgebern interessant sein könnte, eines spart: Zeit. Dies ist sicherlich nicht zu unterschätzen, da das Erstellen solcher Bewerbungen in der heutigen Zeit einen massiven Aufwand an Zeit bedeuten kann. Man könnte argumentieren, dass bei Bewerbungsanschreibungen die Masse entscheidend ist und man aufgrund der Vielzahl von Bewerbungen sicherlich Erfolg haben wird. Dieser Gedanke könnte an sich auch zutreffen. Wenn man aber davon ausgeht, dass es dem Arbeitssuchenden nicht vollkommen egal ist, wo er in Zukunft arbeitet, wäre es doch sinnvoll, sich im Vorfeld Gedanken zu machen, wo man gerne arbeiten würde und sich dieses Unternehmen wirklich anzusehen. Denn wenn ein ehrliches Interesse an dem Unternehmen und einer Beschäftigung vorhanden ist, wird man dies auch positiv in die Bewerbung einfließen lassen können. Und da der Bewerber in den meisten Fällen die Wahl des Arbeitsplatzes nicht völlig dem Zufall überlassen will, sollte man sich gut überlegen, ob eine Blindbewerbung wirklich das richtige Mittel ist, um sich in der heutigen Zeit von der Masse von Mitbewerbern abzuheben. Sinniger scheint es, sich direkt mit passenden und individuellen Bewerbung auf ausgeschriebene Stellen anstatt mit Blindbewerbungen zu bewerben. Sollte dies nicht gehen, da es diese Stellen nicht gibt, sollte zumindest eine Initiativbewerbung vorgezogen werden. In dieser kann man nämlich, wie bereits erwähnt, zumindest sein Interesse am Unternehmen darstellen und seine Fähigkeiten für einen gewissen Arbeitsbereich direkt mit dem Unternehmen in Verbindung bringen.

Fazit zur Blindbewerbung

In den meisten Fällen sollte man das Motto „Masse statt Klasse“ hinsichtlich einer Blindbewerbung beachten. Wer also mitbestimmen will, wo er in Zukunft arbeitet oder zumindest den Kreis der Unternehmen sinnvoll einschränken möchte, sollte sich die Mühe machen, eine normale Bewerbung zu schreiben und von einer Blindbewerbung absehen.

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