Bewerbung & Interview

Professionell schreiben: Was Bewerber und Personaler wissen sollten

Bewerbungs als PDF, Quelle: Anton Porsche (superanton.de)/pixelio.de
Geschrieben von Gastautor

Immer wieder weisen wir darauf hin, dass die Bewerbungsunterlagen für einen guten Eindruck vollständig sein müssen und die Inhalte selbst geschrieben bzw. nicht aus irgendwelchen standardisierten Vorlagen kopiert werden sollten. Hierbei den richtigen Ton zu finden ist, das wissen wir auch aus eigener Erfahrung, nicht immer ganz leicht. Wie wäre es also mit einem Schreibkurs? Gastautorin Gaby Feile gibt online Tipps zur Verbesserung des Schreibstils. Für einen fleißigen Leser des Bewerberblogs sogar kostenfrei. Mehr dazu am Ende des heutigen Gastartikels.

Um eines kommt man bei der Jobsuche meist nicht herum: das Schreiben der Bewerbung. Und auch wer Mitarbeiter sucht, kommt ohne Worte in der Regel nicht aus. Worauf man Wert legen sollte und womit man positiv für sich wirbt? Das erfahren Bewerber und Personaler hier.

Den ersten Eindruck gut gestalten

„Hiermit bewerbe ich mich um die Stelle als…“, dürfte einer der am meisten verwendeten Einstiegssätze in Bewerbungen sein. Und einer der unnötigsten. Wer einen besseren Eindruck hinterlassen will, nutzt einen schlagkräftigeren Satz, der den Leser direkt anspricht, neugierig macht oder vielleicht auch überrascht. Gut kann es ankommen, wenn man auf prägnante Aussagen in der Anzeige oder auf der Karriereseite eingeht. Ein bloßes Zitieren oder Kopieren kann allerdings unmotiviert wirken.

Unternehmen beginnen ihre Stellenanzeigen oft mit einem langen Absatz über sich und ihre Geschichte. Das ist gut gemeint, aber nicht unbedingt nötig. Denn Bewerber achten häufig zunächst auf die Beschreibung der Stelle und darauf, ob sie für sie in Frage kommt. Erst danach wird das Unternehmen genauer betrachtet, und das kann man heute sehr gut im Internet machen. Die Karriereseite ist dabei das wichtigste Medium und sollte deshalb immer aktuell sein und häufige Fragen beantworten.

Das Ziel im Auge behalten

Egal, ob man eine Bewerbung schickt oder eine Stellenanzeige schaltet: in beiden Fällen macht man Werbung für sich selbst. Nur wer weiß, was er mit seinem Text bewirken will, kann ihn so formulieren, dass er ans Ziel kommt.

Deshalb sollten die gewünschten Folgen vor dem Texten genau definiert sein. Für Bewerber kann dies eine Einladung zum Vorstellungsgespräch sein, für Unternehmen: passende Bewerbungen erhalten. Alles, was im Text vorkommt, sollte dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen.

Den passenden Köder nutzen

Ein Angler, der etwas fangen will, würde dafür niemals Erdbeeren mit Sahne nutzen, nur weil er selbst diese mag. Stattdessen benutzt er einen Köder, der den Fischen schmeckt, also einen Wurm oder ein Insekt.

Wer erfolgreich nach neuen Mitarbeitern oder einem neuen Job „angeln“ will, sollte sich genau überlegen, welcher Köder für diesen Zweck der richtige ist. Unternehmen nutzen dafür am besten Argumente und eine Sprache, die passende zukünftige Mitarbeiter optimal ansprechen.

Bewerber geben ihrem Wunscharbeitgeber passende Gründe, warum sie die richtigen sind. Die Grundregel für eine Empfänger orientiere Kommunikation lautet dabei: Öfters „Sie“ als „Wir“ oder „Ich“ nutzen. Wer das Gegenüber in den Mittelpunkt stellt und die Vorteile, die der andere hat, herausstellt, ist auf dem besten Weg, sein Ziel zu erreichen.

Schrittweise fühlbar gut schreiben

Für Ungeübte klingen diese Tipps vielleicht sehr theoretisch. Oder sie wirken ein bisschen beängstigend, weil man altbekannte Regeln über Bord werfen muss. Diese Unsicherheit begegnet mir häufig in der Zusammenarbeit mit anderen. Und weil ich dazu beitragen möchte, die Kommunikation im Recruiting zu verbessern, habe ich meine Erfahrungen und viele Tipps in meinen Online-Schreibkurs „Fühlbar gut schreiben“ gepackt. In 9 einfachen Schritten lernen Teilnehmer, wie man wirkungsvolle Texte schreibt. Wann, wo und wie schnell sie lernen, entscheiden sie selbst. Praktische Übungen und Hilfestellungen zu Themen wie Rechtschreibung und Kürzen machen den Workshop unterhaltsam. Und alle Dokumente können heruntergeladen und immer wieder verwendet werden. Kurzum: Dieser Workshop liefert das Handwerkszeug für alle, die beruflich viel schreiben müssen.

Über die Autorin:
Gaby Feile, Chief Communication Stylist, Kommboutique
Kommboutique-Gründerin Gaby Feile ist auf einer Mission: die Kommunikation im Geschäftsleben besser zu machen. In ihrem Online-Workshop „Fühlbar gut schreiben“ lüftet sie deshalb ihre persönlichen Geheimnisse und unterstützt die Teilnehmer dabei, Texte leichter, schneller und besser zu schreiben. Praktisch setzt sie ihr Können unter anderem erfolgreich im Recruiting für eine Online Marketing Agentur ein.

Verlosung

Interesse am Online-Schreibkurs von Gaby Feile? Wir verlosen einen Teilnehmerplatz!
Schreibt uns einfach eine Mail mit dem Betreff „Online-Schreibkurs“ an bewerbaer@bewerberblog.de. Name, eure Maildresse und eure Anschrift nicht vergessen. Das Los entscheidet.
Einsendeschluss ist der 9.September.
Viel Glück!

Der Gewinner steht fest: Wir gratulieren Peter Hinßen aus Aachen. Viel Spaß beim Online-Kurs!

Über den Autor

Gastautor

Um unsere Inhalte etwas abwechslungsreicher zu gestalten, lassen wir gern auch andere Autoren zu Wort kommen. Interesse? Einfach Mail mit Themenvorschlag an: presse@towerconsult.de.

2 Kommentare

  • Liebe Gaby
    Interessanter Beitrag wie immer…
    Vorallem fand ich für mich selber dieses Statement sehr interessant.
    „Bewerber geben ihrem Wunscharbeitgeber passende Gründe, warum sie die richtigen sind. Die Grundregel für eine Empfänger orientiere Kommunikation lautet dabei: Öfters „Sie“ als „Wir“ oder „Ich“ nutzen. Wer das Gegenüber in den Mittelpunkt stellt und die Vorteile, die der andere hat, herausstellt, ist auf dem besten Weg, sein Ziel zu erreichen.“

    Das muss ich mir unbedingt merken. Denn nur dann gelingt es einem ja den Gegenüber oder die Zielgruppe zu erreichen.
    Auf zum oefteren Sie als Wir oder Ich.
    Merci Gaby für diesen Hinweis.

    Urs

  • Hallo Urs,

    vielen Dank fürs Mitlesen und Kommentieren, auch auf dieser Seite. Schön, dass du was mitnehmen konntest von meinen Tipps. In der Tat hast du den wichtigsten Punkt überhaupt rausgepickt. Wenn man diesen nicht beachtet, kann der Rest noch so toll sein – es interessiert den anderen nicht.

    Außer, dass man „Sie“ schreibt, sollten natürlich auch die Argumente für den anderen passend und interessant sein.

    Viele Grüße

    Gaby

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