(Neue) Arbeitswelt

Weiterbildung in der Wissensgesellschaft

Gern geben wir Hochschulen die Möglichkeit, sich selbst und ihre Angebote für Studierende und auch die Öffentlichkeit vorzustellen. Heute informiert euch die FH Coburg über das Thema Weiterbildung…

Eine adäquate berufliche Weiterbildung kann neue Perspektiven eröffnen. Dabei steht nicht unbedingt die Karriere im Mittelpunkt. Aspekte die ebenso schwer wiegen, sind die persönliche Selbstverwirklichung, der Erwerb neuer Kompetenzen, die Aneignung von fachbezogenen Theorien und Hintergrundwissen und nicht zuletzt die Chance auf einen sicheren Arbeitsplatz.

Wir entwickeln uns hin zu einer Wissensgesellschaft! Damit soll ausgedrückt werden, dass dem Wissen eine immer größere Bedeutung zugeschrieben wird. Dies gilt mittlerweile für fast alle Bereiche des täglichen Lebens, vor allem aber für die Wirtschaft. Das zeigt sich besonders deutlich in der Verteilung der Arbeitnehmer nach den verschiedenen Wirtschaftssektoren. Wo 1950 noch der überwiegende Teil der Bevölkerung im produzierenden Gewerbe einen Arbeitsplatz gefunden hatte, arbeiten heutzutage über 70% der Erwerbstätigen im tertiären Sektor, also in den übrigen Wirtschaftsbereichen und als Dienstleister.

Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied

Was für das Große und Ganze gilt, lässt sich auch auf jeden einzelnen von uns übertragen. Jeder einzelne, der in der heutigen Zeit an dieser Entwicklung teilhaben möchte, benötigt Bildung. Durch ein gewisses Maß an Bildung lassen sich, im Hinblick auf unsere Wirtschaftsstruktur, leichter Türen öffnen. Lebenslanges Lernen ist dabei der Schlüssel für die individuelle Entwicklung eines jeden Arbeitnehmers. Das bezieht sich nicht mehr ausschließlich auf Karriere und Geld. Vielmehr strebt unsere Gesellschaft, vor allem die jüngeren Generationen, nach individueller Selbstverwirklichung. Im Fokus stehen mehr und mehr die eigenen persönlichen Interessen zum Beruf zu machen und sich so mit den beruflichen Aufgabengebieten zu identifizieren. Um diesen Weg jedoch gangbar zu machen, brauchen Arbeitnehmer fundierte und nachweisbare Kenntnisse, welche es ihnen erlauben, in einem bestimmten Feld tätig zu werden. Wo früher durch autodidaktisches Lernen bestimmte Ziele erreicht worden sind, fällt dies den Arbeitnehmern heute immer schwieriger. Viele Personalverantwortliche erkennen das nicht an, weil diese Kenntnisse meist schwer nachweisbar sind. Deshalb kommt anerkannten, vor allem akademischen, Abschlüssen eine immer größere Bedeutung zu.

Weiterbildung an Hochschulen

Das Thema des lebenslangen Lernens wird einen immer größeren Stellenwert in unserer Gesellschaft einnehmen. Dabei handelt es sich nicht um eine Zielsetzung der Politik, zur Fachkräftesicherung, sondern um die individuelle Selbstverwirklichung.

Die Politik, welche ohne Zweifel, die andere Sichtweise vertritt, ist dadurch aufgefordert, Strukturen der Weiterbildung zu ermöglichen, um gerade auch Arbeitnehmer die berufstätig sind, die Möglichkeit der Weiterqualifizierung zu geben. Deshalb gibt es etwa an immer mehr Hochschulen spezielle Weiterbildungseinrichtungen für speziell akademische Inhalte.

Die Hochschule Coburg hat beispielsweise ihre akademischen Weiterbildungsangebote in einem eigenen Institut für lebenslanges Lernen gebündelt. Derzeit sind dort sechs berufsbegleitende Studiengänge ins Leben gerufen worden. Diese teilen sich auf in zwei Bachelor- und vier Master-Programme. Die Themenvielfalt reicht von Betriebswirtschaft über Financial Management bis hin zu Versicherungswirtschaft und auch Sensortechnik.

Darüber hinaus bietet das Institut für lebenslanges Lernen individualisierte Zertifikatskurse. Damit haben Unternehmen, Verbände oder andere kleine Gruppen die Möglichkeit, speziell auf deren Bedürfnisse zugeschnittene Zertifikatskurse zu absolvieren. Die Themenauswahl dafür ist riesig. Interessenten können sich, bei den Zertifikatskursen, am gesamten Hochschulwissen bedienen.

Über den Autor

Anna

Anna, unsere „Frau fürs Schöne“, war bis November 2016 verantwortlich für alles rund ums Personalmarketing. Als studierte Kommunikationswissenschaftlerin mit Nebenfach Psychologie kam sie 2013 zu uns ins Team. Seitdem berichtete sie über den Weg vom Berufsanfänger zum "Experten" und schrieb mit Einfühlungsvermögen über die Höhen und Tiefen bei der Jobsuche und im Arbeitsalltag. Im Büro versorgte Hobbyköchin Anna uns mit den neusten Rezepten, flotten Sprüchen und viel guter Laune.

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