(Neue) Arbeitswelt Ratatouille

Erfolgsplanung und Karrierevorstellungen bei Multipotentials!

Quelle: Julia Lutz/wissensscanner.de
Geschrieben von wissensscanner.de

„Zielstrebiger Durchmarschierer“ vs. „bunter Multihero“

Wer wünscht sich nicht auch erfolgreich zu sein im Leben? Unter Erfolg versteht natürlich jeder etwas anderes, für viele ist es der ganz klassische Weg – einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangen, viel Einfluss haben und eine Führungsposition übernehmen. Für Individualisten, Freidenker, Visionäre oder vielbegabten Scanner-Persönlichkeiten, auch Multipotentials genannt, ist Erfolg etwas völlig anderes. Sie definieren sich selbst nicht durch gesellschaftliche Normen, sondern gehen ihren eigenen, ungewöhnlichen und bunten Weg. Sie lieben das Außergewöhnliche und Unkonventionelle.

Doch was ist eigentlich eine vielbegabte Scanner-Persönlichkeit?

Das sind Menschen, die sich für alles und zwar wirklich fast alles gleichzeitig begeistern und interessieren können. Sie haben einen unermüdlichen Ideenreichtum, sprudeln vor Projektideen und würden am liebsten einfach alles gleichzeitig machen. Sie hassen vor allem Langeweile, Eintönigkeit und Stagnation und langweilen sich zu Tode, wenn in einem Projekt einmal Routine eintrifft. Leider haben es solche Menschen bislang noch sehr schwer im Berufsleben. Sie sind einfach „extremer“, leistungsfähiger, denken immer zwei Schritte voraus und müssen „(er)schaffen“ und können nicht nur stupiden Vorgängen oder Regeln folgen. Bisweilen sind Arbeitgeber mit solchen Menschen eher überfordert als glücklich und erkennen das Potential für sich und ihre Unternehmen meist (noch) nicht.

Vielbegabte sind auf dem Vormarsch

 Leider gibt es noch zu viele systemorientierten Menschen in unserer materiell-strukturierten Gesellschaft, doch das wird sich nun langsam aber sicher ändern! Statt massenkonformen Pflichterfüllern, sind nun vermehrt Individualisten mit Ecken & Kanten gefragt. Auch durch das Umdenken und die Veränderung von Arbeitsweise, von „harter körperlicher Arbeit“, über „stetige Kopfarbeit“ hin zu „smarter und freien Arbeit“, entstehen immer mehr einzigartige Erfolgschancen für Vielbegabte. Ein weiterer Vorteil für Vielbegabte ist der geforderte stetige Jobwechsel und nicht der Job fürs Leben mehr, der heutzutage gelebt wird. Es wird zur Normalität, flexibel zu sein, zahlreiche unterschiedliche Erfahrungen zu gewinnen und sich so stetig neu zu erfinden – eine wundervolle Nachricht für Scanner! Der Ideenreichtum und die meist außerordentliche Kreativität und Verbissenheit wird nun immer mehr wahrgenommen und erhält endlich die Portion Bewunderung, die sie auch verdienen.

„Herkömmliche Karrieretipps für „zielstrebige Durchmarschierer“ helfen Scanner-Persönlichkeiten nicht.“

Karrierevorstellungen bei Scanner-Persönlichkeiten

 So außergewöhnlich und einzigartig Scanner auch sind, ihre Karrierevorstellungen bzw. Zukunftswünsche sind meist sehr simpel. Es sind nicht viele Dinge die Vielbegabte zu ihrem Glück brauchen, um ihr Potential voll und ganz ausleben zu können:

  • Multipotentials möchten in erster Linie ihre Talente voll und ganz ausnutzen und weiter entwickeln können. Sie benötigen Aufgaben, Projekte und Tätigkeiten, die ihre multiplen Talente ganz und gar herausfordern und ihnen das Gefühl vermittelt, stetig zu wachsen, sich weiter zu entwickeln und etwas Nachhaltiges zu (er)schaffen.
  • Scanner-Persönlichkeiten müssen, um glücklich und erfolgreich in ihrem Tun zu werden, sich selbst in allen Facetten verwirklichen und entfalten können. Sie dürfen nicht eingeengt werden durch Regeln und Vorschriften.
  • Multipotentials sind Individualisten, Visionäre und Querdenker. Sie haben tief in sich das Bedürfnis, etwas Nachhaltiges und Sinnerfülltes zu tun. Stur einem 0/8/15 Job nachzugehen, ist für sie der blanke Horror und vergiftet ihren Ideenreichtum und ihre Neugier.
  • Sie haben meist auch ein sehr ausgeprägtes Bedürfnis, den Menschen etwas zurück zugeben und so ein vorhandenes Problem zu lösen.
  • Sie werden unglücklich, antriebslos und Ideentod, wenn sie ihr Leben wie in einem „goldenen Käfig“ verbringen müssen.
  • Sie schätzen Freiraum und Unabhängigkeit

Welche Ängste durchleben Scanner oft?

 Als vielbegabte Persönlichkeit ist man vielleicht anspruchsvoller, ideenreicher und noch ein Stück weit belastbarer als systemorientierte Menschen. Jedoch durchlebt man auch Ängste und Misserfolge viel intensiver. Als Scanner lebt man täglich mit der Angst zu versagen. Man fürchtet sich später nichts vorweisen zu können, sich vor dem ständigen Ausprobieren, am Ende nichts gänzlich zu schaffen. Das Gefühl, das einem von der Gesellschaft vermittelt wird „man sei anders“, „extremer“ und „nicht anpassbar“ verstärkt die Angst zu versagen nur noch mehr. Diese Angst hinter sich zu lassen, nach vorne zu blicken und sein wahres Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, das ist das Problem, das viele Scanner noch nicht ganz gelernt haben zu überwinden. Als Scanner musst du ständig an dir arbeiten, deine Talente und Stärken herausfinden, ausbauen und lernen, wie du sie maximal einsetzt, um an dein Ziel zu kommen!

Die Ziel – und Rastlosigkeit hat nichts mit Disziplinmangel und Sprunghaftigkeit zu tun. Als Scanner muss man erkennen, dass diese Fähigkeiten keine Last sind, sondern unglaublich wertvoll. Man ist anpassungsfähig und wandelbar wie kein anderer – ein buntes Chamäleon – das sich auf alle Situationen anpassen kann!

„Erforsche stetig, wie du deinen eigenen Kurs fliegen kannst.“

Über die Autorin:

Als Studentin, Bloggerin auf www.wissensscanner.de und „Höher-Schneller-Weiter-Junkie“ gibt Julia Lutz nicht nur Tipps, wie man sein volles Potential als vielbegabte Scanner-Persönlichkeit entfalten kann und seine PS auf die Straße bringt, sondern auch, wie man als Multipotential das Maximum aus seinem Studium heraus holt und anschließend sich seinen Karriereweg nach seinen Vorstellungen schafft.

Über den Autor

wissensscanner.de

2 Kommentare

  • Wenn man selbst ein solches Multitalent ist, empfiehlt es sich, einen anspruchsvollen und abwechslungsreichen Beruf zu wählen. Außerdem halte ich es für wichtig, sich auf dem Laufenden über den aktuellen Forschungsstand zu halten und somit ständig seinen Einsatzbereich zu erweitern.
    Auch Seminare von Nachbargebiete können absolviert werden, um die große Interessensvielfalt optimal auszunutzen und die Gewinnung neuer, innovativer Erkenntnisse zu ermöglichen. Es liegt auch an den Arbeitgebern, diese Gabe optimal zu nutzen!

  • Hallo, ich bin gerade durch Zufall auf deinen Artikel gestoßen! das ist wirklich ein äußerst spanendes Thema. Echt toll, das hat mir neue Denkanstöße gegeben!

    Beste Grüße

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