(Neue) Arbeitswelt

Junge Arbeitnehmer und Versicherungen

Versicherungen, Quelle: stevepb/pixabay.com
Geschrieben von Reinhard Hoffmann

Diese Versicherungen sind unbedingt notwendig

Gerade zu Beginn einer beruflichen Karriere strömen viele Informationen auf die Protagonisten ein, alle sind wichtig, alle müssen Berücksichtigung finden. Zum komplexen Thema Versicherungen soll der folgende Beitrag wichtige Tipps liefern, denn gerade als Berufseinsteiger sollten ganz individuelle Prioritäten gesetzt werden: Nur so können die Beiträge bezahlbar bleiben.

Unabdingbare Versicherungsverträge

Neben der Privathaftpflichtversicherung, die für einen kleinen Beitrag effektiv gegen unkalkulierbare Schadenersatzforderungen Dritter schützt, spielt die Berufsunfähigkeitsversicherung eine wichtige Rolle: Wird der Einstieg in das Berufsleben von einer langwierigen Krankheit oder den Folgen eines Unfalls stark beeinträchtigt, greift die gesetzliche Rentenversicherung in der Regel noch nicht. Der Grund: Die notwendigen fünf Beitragsjahre können noch nicht nachgewiesen werden – die finanzielle Existenz ist demzufolge von vornherein in Gefahr. Hier hilft die private Absicherung, die auf den Beruf, das Alter, den Gesundheitszustand und natürlich die gewünschte Leistung zugeschnitten werden kann. Die vereinbarte Rente wird dann so lange gezahlt, wie die gesundheitliche Beeinträchtigung besteht – im Extremfall bis zum Ablauf. Darüber hinaus sollte eine Risikolebensversicherung ins Auge gefasst werden, um zum einen die Familie für den Extremfall zumindest finanziell gut auszustatten oder zum anderen bei Kreditverpflichtungen Sicherheit zu schaffen. Im Vergleich zur kapitalbildenden Lebensversicherung kann eine Risikolebensversicherung nämlich zu einem deutlich günstigeren Beitrag einen ansprechenden Versicherungsschutz bewirken. Bei der Wahl der Versicherer kommt es aber nicht nur auf das Preis-Leistungsverhältnis an. Wichtig sind auch weitere Faktoren, wie Finanzstärke des Anbieters oder Transparenz der Versicherungsbedingungen. Es lohnt sich nach Testergebnissen zum Thema Risikolebensversicherung zu suchen und diese zu analysieren.

Vorausschauend Versicherungsschutz aufbauen

Mit der ersten eigenen Wohnung oder einem eigenen Fahrzeug wächst natürlich auch die Verantwortung: Eigentum verpflichtet und will abgesichert werden. Für Einrichtung, Kleidung, Bücher und CDs, aber auch Haushalts- und elektronische Geräte empfiehlt sich eine Hausratversicherung, die bei Schäden durch Brand, Leitungswasser, Sturm oder Einbruch-Diebstahl für Ersatz sorgt. Die Vollkasko-Versicherung für das eigene Auto ist oft selbstverständlich, der eigene Hausrat sollte ebenso umfassend geschützt werden. Weitere Faktoren, die die finanzielle Existenz gefährden können, sind zum einen Krankheits- und Behandlungskosten, die nicht durch die Krankenversicherung abgedeckt sind, und zum anderen Anwaltskosten bei eventuellen Rechtsstreitigkeiten. Insbesondere Zahnersatz gerät heute zur Investition, da die Krankenkassen nur noch einen Bruchteil der anfallenden Kosten tragen – eine entsprechende Krankenzusatzversicherung kann sich hier schnell bezahlt machen. Auf der anderen Seite zählt die Rechtsschutzversicherung nicht unbedingt zu den wichtigsten Verträgen, die Berufseinsteiger abschließen sollten. Kommt es allerdings zu Streitigkeiten mit dem Arbeitgeber, können sich Versicherte auf professionellen Beistand durch einen Rechtsanwalt verlassen – und das auf Kosten der Rechtsschutzversicherung.

Clever vergleichen und auswählen

Für die Auswahl eines geeignetes Tarifs und Vertragspartners empfehlen sich Versicherungsvergleiche, die sowohl die Leistung als auch den Beitrag auf den Prüfstand Punkt für Punkt gegenüberstellen: Billig muss nämlich nicht immer günstig sein, das Verhältnis von Kosten und Nutzen ist entscheidend. Insbesondere junge Arbeitnehmer sollten ihr privates Versicherungspaket sukzessive um die Privathaftpflichtversicherung herum aufbauen und zunächst mit den wichtigen vorzeitigen Risiken, nämlich Berufsunfähigkeit und Tod, beginnen. Die Altersvorsorge ist natürlich ein großes Thema, das frühzeitig aufgegriffen mit relativ günstigen Beiträgen zu bewältigen ist – allerdings heißt es auch hier, Schritt für Schritt vorzugehen.

Wer noch unsicher ist, welche Versicherungen es überhaupt gibt und was es im individuellen Fall zu beachten gilt, findet in der folgenden interaktiven Infografik von friendsurance verschiedene Versicherungsarten kurz erklärt (einfach mal mit dem Mauszeiger drüber fahren). Wer bereits Versicherungen abgeschlossen hat, kann sich bei friendsurance außerdem über Beitragsrückzahlungen informieren.

Interaktive Infografik, Junge Arbeitnehmer und Versicherungen

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Über den Autor

Reinhard Hoffmann

Mit einem Lebenslauf, wie er nicht im Buche steht, und der eigenen Erfahrung, nach dem Zweitstudium eine längere Bewerbungsphase durchgestanden zu haben, ist Reinhard nicht der Standard-Personaler. Typische Fragen, Zweifel und Unsicherheiten eines Bewerbers kennt er gut und sieht seine Mission darin, zu berichten, worum es bei der Personalarbeit tatsächlich geht. Uns steht die Tür zum Chefbüro immer offen, mit Rat und Tat unterstützt uns Reinhard nicht nur bei der Bewerbersuche.

1 Kommentar

  • Vielen dank für den sehr übersichtlich aufgebauten und informativen Artikel. Bei der Versicherungswahl empfinde ich es als sinnvoll, verschiedene Testsieger der einzelnen Analysehäuser miteinander zu vergleichen. So bekommt man einen guten ersten Überblick über die Angebote auf dem Markt. Zudem ist es immer wieder interessant zu sehen, wie sich die Bewertungskritierien unterscheiden und welche Auswirkungen dies auf die letztlichen Testergebnisse hat. Gerade bei finanziell aufwendigeren Versicherungen würde ich neben der Recherche im Internet immer auch noch den Besuch bei einem Versicherungsexperten empfehlen. Gerade für Laien ist es alles andere als einfach, wirklich alle Optionen und Eventualitäten einer Police im Blick zu haben.

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