Körper, Geist & Job

Stopp-Technik und positive Selbstinstruktion

Stopp-Technik, geralt/pixabay.com
Geschrieben von Gastautor

Zwei Helfer in Stresssituationen

„Ich kann das nicht! Das ist alles zu kompliziert für mich! Ich fühle mich überfordert!“

Diese Aussagen kennen wir alle von uns selbst.

Oft resultieren aus diesen Aussagen weitere Gefühle wie Angst und Überforderung. Diese rufen häufig physische Reaktionen wie Angstschweiß, Unruhe oder Herzklopfen aus. Wir bilden dann Katastrophenbilder wie, „Ich werde nie“, „Das hat zur Folge, dass …“ . Wir verlieren immer mehr den Kontakt zu uns, unserer Sicherheit und der objektiven Wirklichkeit.

Es sind meist nicht abschätzbare, von Stress geprägte Situationen oder Rahmenbedingungen, auf die wir scheinbar keinen Einfluss haben:

Wir stehen vor einer wichtigen Besprechung oder einem Bewerbungsgespräch für einen Job. In diesen Stresssituationen können wir nicht auf unsere Ressourcen, wie Selbstsicherheit und Wissen zurückgreifen, da wir die Verbindung zu uns selbst verloren haben. Wir werden von außen gesteuert. Das, was wir gelernt haben und an Erfahrung in uns tragen, ist verschüttet von Unsicherheit und Angst. Um diese Verbindung wieder herzustellen, können wir zwei Techniken nutzen. Wir stoppen diese negative Gedankenspirale z.B. mit der Stopp-Technik und instruieren uns positiv selbst. Dies hat zur Folge, dass wir wieder eine Verbindung zu uns selbst aufbauen und unser Unterbewusstsein stärken – wir sprechen uns selbst gut zu und relativieren die Situation. Somit meistern wir die Lage mit Sicherheit und Selbstbewusstsein.

Stopp-Technik und positive Selbstinstruktion – so funktioniert‘s

Wenn wir merken, dass sich ein Gefühl von Angst oder Überforderung ausbreitet, ballen wir im ersten Schritt eine Faust und sagen laut „STOPP“. So geben wir unserem Körper und unseren Gedanken den Befehl aufzuhören. Bestenfalls greifen wir auf eine bereits entwickelte Formel zurück, die wir speziell für diesen Moment gebildet haben. Dies kann im Vorfeld oder auch direkt in der Situation geschehen:

  1. Wir analysieren das Problem:
    Ich habe Angst in dem Bewerbungsgespräch nicht flüssig zu reden oder die richtigen Worte zu finden. So wirke ich unfähig auf den Gesprächspartner.
  1. Wir entwickeln unser Ziel daraus:
    Ruhig und gelassen die richtigen Worte finden und souverän sein.
  1. Wir entwickeln die Formel:
    Hierbei sind einige Kriterien zu beachten:
  • Gegenwarts- und Wirklichkeitsform: Ich bin …
  • Kurze Formel bis max. 15 Wörter
  • Bezug zur Verhaltensweise
  • Positive Formulierung
  • Sprachrhythmus ist ruhig und gleichmäßig
  • Erreichbares Ziel
  • Verwendung der eigenen Sprache oder des Dialektes

Formel:
Ich bin sicher in meinen Themen und erkläre flüssig. Ich bin ruhig und souverän.

Mit der Anwendung dieser Techniken haben wir die Möglichkeit, in stressbelastenden Situationen ruhig und sicher zu sein. Wir bleiben bei uns selbst und sammeln positive Erfahrungen für Folgesituationen.

Bei allen Techniken und Werkzeugen gilt: Ausprobieren – viel Erfolg dabei!

Stopp-Technik und positive Selbstinstruktion, Quelle: Trainingsakademie für Körper & Geist

Über den Autor

Björn Holste ist Gründer der Trainingsakademie für Körper & Geist. Als Entspannungscoach und Trainer hilft er Klientinnen und Klienten in Stressbelastungssituationen und bei Veränderungsprozessen. In der Akademie arbeitet er zusammen mit einem Team aus Personal Trainern und Psychologen für Privat- und Firmenkunden an den Themen physisches Wohlbefinden und psychische Gesundheit: Stressmanagement, Resilienz, Motivation Selbstvertrauen, Burn-Out-Prävention und Achtsamkeit sowie individuelle 1:1 Coachings und Gruppentrainings.

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