Körper, Geist & Job

Gesundheit im Büroalltag – Einführung ins Gesundheitsmanagement

Geschrieben von Manuela

Wir alle wollen so gesund leben wie möglich. Doch ein gesunder Lebensstil muss gelernt sein. Im Alltag blenden wir vieles aus, was unser eigenes Wohlbefinden betrifft. Die meiste Zeit verbringen wir im Büro. Wenn wir uns keine Arbeit mit nach Hause nehmen, muss der Haushalt geschmissen, die Kinder gehütet, Hobbys nachgegangen oder Erledigungen vollbracht werden. Kurz um – wir haben keine Zeit für Gesundheit.

Ich selber habe viele Anläufe unternommen in Sachen Fitness  und Gesundheit und meldete mich über die Jahre zu verschiedensten Fitnesskursen an. Jedes Mal hat mich mein sagenhaft toller Schweinehund besiegt. Wäre es nicht schön, wenn während der Arbeitszeit etwas für meine Gesundheit geleistet wird?

Vor geraumer Zeit klingelte mein Telefon im Büro. Eine nette Dame von einer regionalen Krankenkasse stellte sich vor, um das Thema Gesundheitsmanagement mit der TowerConsult zu besprechen.

Gesundheitsmanagement – Was steckt dahinter?

Ich fing an im Internet zu recherchieren und merkte schnell wie komplex dieses Thema ist. Alle reden von Gesundheitsmanagement. Laut dem größten online Nachschlagewerk bedeutet Gesundheitsmanagement: „eine planvolle Organisation mehr oder weniger komplexer gesellschafts- und sozialpolitischer Maßnahmen zum Zweck der Erhaltung und zur Förderung der Gesundheit der Bevölkerung“.

Mit dem betrieblichen Gesundheitsmanagement wird die Verantwortung für alle Mitarbeiter übernommen, mit dem Ziel Gesundheitsrisiken zu minimieren und die Leistungsfähigkeit zu erhalten. Es gibt verschiedene Varianten über das gesamte Arbeitsleben, um Mitarbeiter zu stärken und die Arbeitsumgebung gesundheitsförderlich zu gestalten, zum Beispiel:

  • Gesundheitsseminare und -kurse
  • Gesundheits- und Bewegungsberatung
  • Psychologische Beratung
  • Kooperationspartner

Gesundheitsprobleme im Büroalltag

Ganz ehrlich, in diesem Gespräch ist mir zum ersten Mal bewusst geworden, welchen Reizüberflutungen und gesundheitsschädlichen Bewegungsmustern wir den ganzen Tag im Büro ausgesetzt sind. Wir müssen E-Mails checken, das Telefon klingelt permanent, es gilt Gespräche vor- und nachzubereiten, Termine zu organisieren und diese wahrzunehmen und vieles mehr! Das fordert unserem Körper ein permanentes Umdenken ab und erzeugt Stress.

Dazu kommt, dass wir all dies im Sitzen meistern. Unser Blick ist hochkonzentriert auf mehrere Monitore gerichtet. Vor lauter Arbeit vergessen wir zu essen und kippen uns literweise Kaffee rein. Das Resultat: Wir fühlen uns ausgelaugt, sind müde, gestresst und haben Rücken oder gar Körper.

Nicht nur die Ausstattung und Ausgestaltung des Arbeitsplatzes als auch die Arbeitsabläufe beeinflussen unsere Gesundheit maßgeblich. Das Betriebsklima und die Beziehungen zu unseren Kolleginnen oder das Kommunikationsverhalten beeinflussen unsere Gesundheit sowohl positiv als auch negativ.

Nun stand ich da, mit meinen Gedanken und machte mir einen Kopf, wie wir bei der TowerConsult den Weg ins betriebliche Gesundheitsmanagement meistern. Mein erster Weg führte direkt zur Geschäftsleitung, um vom Gespräch mit der Krankenkasse zu berichten und ihn von der Wichtigkeit des Gesundheitsmanagements zu überzeugen.

 

Betriebliches Gesundheitsmanagement ist attraktiv für Arbeitgeber

Gesunde Mitarbeiter sind die Basis für nachhaltigen Unternehmenserfolg. Daher gehört Gesundheitsförderung neben dem Arbeitsschutz ebenfalls zur Arbeitsgestaltung.

Nicht nur Mitarbeiter profitieren von einem betrieblichen Gesundheitsmanagement. Auch für den Arbeitgeber bringt es viele Vorteile:

  • zufriedenere Mitarbeiter
  • bessere Betriebsklima
  • erhöhte Produktivität und Motivation
  • geringere Fehlzeiten und Krankheitskosten
  • erhöhte Arbeitgeberattraktivität

Unser Chef zögerte nicht lang. Ich bekam das Einverständnis, den Ball ins Rollen zu bringen.

Erste Schritte zum betrieblichen Gesundheitsmanagement –  Mitarbeiter begeistern

Zunächst musste ich meine Kollegen ebenfalls für diese Thematik begeistern. Ich betrachtete mein Arbeitsumfeld und begann dieses in grobe Bereiche einzuteilen und mit Leitfragen zu formulieren.

Arbeitsplatz

  • Wie ist mein Arbeitsplatz gestaltet?
  • Bin ich mit meinem Arbeitsumfeld zufrieden?
  • Wie empfinde ich das Betriebsklima?
  • Wie gestaltet sich der Umfang meiner Arbeit und Aufgaben?
  • Wie empfinde ich den Informations- und Kommunikationsfluss?

Körper & Geist

  • Was stresst mich?
  • Ist es körperlicher Stress oder geistiger Stress?
  • Habe ich körperliche Beschwerden, beispielsweise durch längeres Sitzen?
  • Wie ist es um mein psychisches Wohlbefinden bestellt?

Ernährung

  • Ernähre ich mich gesund und abwechslungsreich?
  • Nehme ist ausreichend Flüssigkeit zu mir?

Zeitfaktor:

  • Wieviel Zeit habe ich für eine gesundheitsfördernde Maßnahme?
  • Welcher Zeitpunkt ist für mich am geeignetsten? (Tag, Uhrzeit, zeitliche Abstände, Dauer)

Nun hatte ich ein kleines Gerüst aus Fragen, um Informationen über die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu sammeln. Somit kann ich die Mitarbeiter aktiv in den Prozess einbinden und die zukünftigen Maßnahmen gezielt auf ihre Bedürfnisse richten.

Mit diesen gesammelten Informationen wand ich mich wieder an meine Ansprechpartnerin bei der Krankenkasse und wir legten den Grundstein für unser betriebliches Gesundheitsmanagement. In Kooperation mit einem Fitness-Studio riefen wir unseren ersten Gesundheitstag ins Leben, von welchem ich euch ganz bald berichten werde.

Über den Autor

Manuela

Manuela verfügt nach mehreren beruflichen Stationen über vielfältige Erfahrungen im Dienstleistungsbereich und das in verschiedenen Branchen. Ihr langjähriger Umgang mit Menschen hat sie dazu bewogen, eine Ausbildung zur Personaldienstleistungskauffrau zu absolvieren. Im Rahmen dieser Ausbildung absolvierte Manuela anfangs ein sechsmonatiges Praktikum bei der TowerConsult und unterstützt uns seitdem fest in den Bereichen Recruiting, Weiterbildung und Rechnungswesen.