Ratatouille

Von Jena nach Hamburg und wieder zurück

Hamburg_SoftwareAnalyst
Geschrieben von Linda

Wir heißen heute Linda herzlich willkommen! Sie unterstützt seit Ende des letzten Jahres das Team des IT-Consulting als Software Analyst. Wie sie dazu gekommen ist, erzählt sie im heutigen Blogbeitrag 🙂 :

Vor knapp acht Jahren hat es mich nach Jena verschlagen. Und jetzt wieder. Von meinem Wellenritt in die Hansestadt und meinem Ankerwurf nach Thüringen möchte ich euch berichten und mich im heutigen Blog-Artikel vorstellen.

Von der Mulde an die Saale

Damals zog ich aus dem tiefsten Mulde-Flachland in die Saale-Stadt. Mit meinem druckfrischen Abi in der Tasche ging ich nach Jena, um Germanistik und Kommunikationswissenschaften an der Friedrich-Schiller-Universität zu studieren. Schnell lebte ich mich in das Studentenleben ein, ergründete die verschlungenen Gänge im Jenaer „Hogwarts“ (Uni-Hauptgebäude) und verbrachte die Zeit außerhalb vom Hörsaal im Paradiespark. Schon bald darauf erwachte der „Flachlandtiroler“ in mir und ich ließ mich von den Bergen Thüringens verzaubern. Abseits von klassischer Literatur und Medienregulierung keimte mein Interesse für Online-Marketing und SEO durch ein Praktikum in einer SEO-Agentur auf. Nach vier aufregenden Jahren lockte die weite Welt und ich entschied mich dazu, meinen Master in einer neuen Stadt in Angriff zu nehmen. Ich setzte die Segel und der Wind trieb mich nach Hamburg und Stockholm. Den Anker gesenkt, ging ich von Bord und betrat das Neuland.

Das Abenteuer der ewigen Baustelle

Kaum in der neuen Stadt, war ich in einem Netz aus U-Bahnen, Großstadttrubel und Seminarplänen gefangen. Mit viel Entdeckergeist erkundete ich die fremden Flure der Universität Hamburg und geriet an beklemmende Orte des UHH-Dschungels: Im „Wiwi-Bunker“ fehlten die Deckenplatten und Fenster suchte ich vergeblich in den dystopisch anmutenden Seminarräumen. Abbröckelnder Putz fiel von den Wänden wie Schnee im Winter. Im „Mutterschiff der Wissenschaft“ (Hauptgebäude) schrieb ich zwischen Baumaterialen und Lärm meine Klausuren. Mit spitzen Ellenbogen kämpfte ich um die raren Steckdosen-Inseln im Hörsaal, Seminarraum und in der Bibliothek. Die Uni Hamburg zeigte sich von ihrer berüchtigten Seite – höchste Zeit weiterzuziehen.

 

Auf Kurs Richtung Norden

Von Hamburg aus ging mein Kurs Richtung Stockholm. Ein Jahr zuvor erlebte ich den schwedischen Sommer wie aus einer Astrid-Lindgren-Geschichte und kam nun für ein ERASMUS-Auslandssemester zurück. Allerdings zur Winterzeit. So viel Licht im Sommer dort herrscht, so sehr sucht man es in der kalten Jahreszeit. Finden wird man es in den faszinierenden Weihnachtsbeleuchtungen überall in der Stadt: Elche, Rehe, Wälder und unzählige Sterne erwärmen Herz und Seele. Stets mit ausreichend Kanelbullar (Zimtschnecken) gewappnet erkundete ich die Postkartenlandschaft rund um Stockholm und manövrierte mich durch den eng gestrickten Uni-Zeitplan. Nach einem halben Jahr war meine Zeit im Land von Nils Holgersson vorbei und ich kehrte heimwärts nach Hamburg.

Zurück in der Hansestadt

Hat man einmal die gnadenlos ruppigen Fahrstühle im Philosophenturm der UHH bezwungen, wird man von der Aussicht im 13. Stock regelrecht gefesselt. Da fällt es schwer, sich auf Referate oder Seminarinhalte zu konzentrieren. Auf eine Baustelle folgt bekanntlich die nächste und bald ging es auch dem „Elfenbeinturm“ an den Kragen, wie der Philosophenturm als Hauptsitz der geisteswissenschaftlichen Fakultät neckisch genannt wird. Diese Fakultät musste ihre Anker lichten und in das raue Meer der City Nord segeln. So wie ich meine ersten Semesterwochen in Baulärm und Chaos erlebte, so versanken die letzten Wochen meines Linguistik-Studiums im Umzugskartonstrudel, Baulärmgetöse und Organisationssturm. Der starke Wellengang trieb mich zurück ins idyllische Thüringen.

Gestrandet in Thüringen

Nach drei Jahren mit allen Auf und Abs eines Wellengangs bin ich wieder in Jena angekommen. Hier habe ich meinen aktuellen Ankerplatz gefunden und stürze mich in das nächste Abenteuer bei der TowerConsult. Ihr fragt euch jetzt bestimmt, wie ich als studierte Linguistin in den IT-Bereich gelangte. Während meines Bachelorstudiums in Jena machte ich ein Praktikum im SEO und Online-Marketing, sodass mein Interesse am Online-Marketing aufblühte. Parallel zu meinem Masterstudium tauchte ich tiefer in die digitale Domäne ab und arbeitete freiberuflich in verschiedenen Online-Marketing-Projekten. Jetzt unterstütze ich das IT-Consulting-Team als Software Analyst und hoffe, von weiteren Abenteuern in unserem Blog berichten zu können.

Über den Autor

Linda

Seit Ende 2017 unterstützt Linda das IT-Consulting-Team.

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