Bewerbung & Interview

Bitte geben Sie Ihr Einstiegsdatum an

Ja, was ist den Ihr frühest möglicher Starttermin? Ich ertappe mich selbst oft dabei, dass ich diese Frage so oder ähnlich stelle. Auch in manchen Stellenanzeigen findet man Sätze wie: Bitte geben Sie Ihr mögliches Einstiegsdatum und Ihre Gehaltsvorstellungen an.

Was schreibt man dann als Bewerber? Zugegeben musste ich mich schon lange nicht mehr bewerben, bin aber über verschiedene Angaben in Bewerbungen gestolpert und habe mich nun gefragt, was denn die beste Herangehensweise ist. Es ist ja so, in den meisten Fällen hat man eine Kündigungsfrist von 4 Wochen zum Monatsende. In bestimmten Fällen können das auch mal drei Monate zum Quartalsende oder dergleichen sein, aber das ist gerade in unserem Bereich hier eher ungewöhnlich.

So, dann hat sich ein Kandidat entschlossen, den Job wechseln zu wollen, die Gründe hierfür sind ja dabei erst einmal egal. Fakt ist aber, wird man als Mitarbeiter nicht gerade total mieß behandelt, hat man (zumindestens dem Team gegenüber) doch noch eine Art Kollegialität und möchte besonders die direkten Kollegen nicht durch plötzliche Kündigung in die totale Arbeitskrise stürzen. Auch kann es ja sein, dass man noch offene Projekte hat oder generell der Firma den Übergang bis zu einem Ersatz so „smooth“ wie möglich machen will. Ich sage da nur: Man sieht sich immer zweimal im Leben und hat man ein einigermaßen gutes Verhältnis sollte das am Besten auch nach der Kündigung nicht total umschlagen.

Dann kommt dazu, dass man eventuell noch resturlaub hat oder generell ausgeruht und entspannt den neuen Job antreten möchte (meistens geht ja mit einer neuen Position auch eine Probezeit von 6 Monaten mit Urlausbsperre einher). Da muss man sich als Bewerber die Frage stellen, ob man direkt in den neuen Job übergehen will oder vielleicht doch noch eine ein- bis zweiwöchige Ruhepause einplanen sollte. Doch all das beantwortet die Grundfrage noch nciht. Was gebe ich nun an? Sage ich: Ich bin ab dem x-ten des Folgemonats verfügbar? Oder gebe ich an, wieviel Kündgungsfrist ich habe?

Ich selbst kann das nicht so richtig beantworten. Ich finde aber, dass die Angabe der Kündigungsfrist für jeden Leser logisch ist, da man sich dann selbst ausrechnen kann, wann das im Zweifel sein wird. Denn auch der Bewerbungsprozess kann sich mal verzögern und dann haut es mit einem bestimmten Datum schon nicht mehr hin. Außerdem finde ich, dass man sich dadurch nicht sofort ins Aus befördert, weil man eventuell einen Zeitpunkt angibt, der dem Unternehmen viel zu weit hinten liegt. (Sucht jemand ab sofort, ist das wiederum eine andere Kiste, weil es da ja dann schon dringend ist).

Aber genug von mir, was denkt Ihr denn? Wie habt Ihr das bisher gemacht? Oder gibt es sogar Bewerber, die den Einstieg ebenso wie das Gehalt als Verhandlungssache sehen?

Über den Autor

Gastautor

Um unsere Inhalte etwas abwechslungsreicher zu gestalten, lassen wir gern auch andere Autoren zu Wort kommen. Interesse? Einfach Mail mit Themenvorschlag an: presse@towerconsult.de.

2 Kommentare

  • Wenn man sich auf eine neue Stelle bewirbt und noch in Lohn und Brot steht steht in den Bewerbungsunterlagen ja i.d.R. auch ein Satz wie „Da ich mich noch in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis befinde bitte ich davon abzusehen meinen aktuellen Arbeitgeber zu kontaktieren“.
    Dinge wie Kündigungsfristen gehören dann aber imho nicht mehr zusätzlich ins Anschreiben sondern sind Thema des Vorstellungsgespräches.

    Sobald man sich für eine andere Stelle entschieden hat, sollte man imho auf jeden Fall schauen, dass man mit den Kollegen eine saubere Übergabe macht oder ggf. sogar eine Nachfolger noch einarbeitet. Denn in den meisten Fällen sind ja nicht grade die Kollegen der Grund für den Stellenwechsel, warum sollte man sie also bestrafen. Und häufig sind langjährige Kollegen ja auch zu Freunden geworden.

  • Interessant wird es im Vorstellungsgespräch, wenn sich der ganze Bewerbungsprozess schon von Arbeitgeberseite ewig in die Länge gezogen hat, dann aber vom Bewerber verlangt wird, noch am letztmöglichen Tag beim aktuellen Arbeitgeber zu kündigen. Für mich ist das Verhandlungssache und ich erwarte da auch eine gewisse Fairness vom möglichen neuen Arbeitgeber.

Hinterlassen Sie einen Kommentar