Bewerbung & Interview

Anschreiben bei einer Initiativbewerbung

Anschreiben verfassen ist wirklich keine leichte Aufgabe. Noch schwieriger wird’s, wenn man sich nicht an einer Stellenbeschreibung langhangeln kann und dort geforderte Kenntnisse und Anforderungen mit den eigenen Fähigkeiten und Erfahrungen zusammenbringen kann. Die Rede ist von Initiativbewerbungen. Wie sollte man in solch einem Fall ein Anschreiben formulieren? Ich hätte da vielleicht einen Lösungsvorschlag:

Wie wäre es denn, wenn man das Anschreiben mal themenspezifisch aufbaut. Also mal weg vom klassisch-chronologischen „Momentan arbeite ich als… Davor war ich für… tätig“. Das klingt eh immer etwas abgedroschen und wirkt oftmals wie runtergebetet. Nein, ich hab tatsächlich mal einen anderen Ansatz:

Nach dem üblichen Einleitungs-Einerlei bietet es sich doch an, einzelne Kenntnisse und Fähigkeiten näher vorzustellen. Wenn es um Programmierkenntnisse in Java geht, kann man ja beispielsweise schreiben, wann, in welchem Umfang und wo man damit zu tun hatte. Es ist ja möglich, dass man bei verschiedenen Arbeitgebern mehrere Projekte begleitet hat, in denen man mit Java auf unterschiedliche Weise zu tun hatte.

Geht es um Führungsfähigkeiten kann man diese in einem nächsten Abschnitt gut vorstellen, in dem man niederschreibt, wann und wo man eine Leitungsfunktion innehatte und was man aus dieser Stelle mitgenommen hat. Gleiches gilt für Soft Skills: Die Klassiker Team- und Kommunikationsfähigkeiten kann man ebenfalls mit Beispielen aus seinen bisherigen Tätigkeiten darlegen.

Am Ende kann noch mal erläutern, was für einen Stelle interessant wäre und in welchem Bereich man gern tätig sein möchte.  Auf diese Art erhält der Leser eine Art Portfolio-Überblick über die Kenntnisse. Die chronologische Reihenfolge kann er dann ja immer noch im Lebenslauf nachlesen.

Habt Ihr auch schon Initiativbewerbungen geschrieben? Wie habt Ihr Euch dieser Aufgabe gestellt?

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8 Kommentare

  • Wenn ich ehrlich bin, habe ich meine Initiativbewerbung mit der Unterstützung von einem Bewerbungsservice (siehe http://www.deinebewerbung.de/sk/initiativ-bewerbung.page.htm) gelöst. Natürlich habe ich mich zuerst selbst daran versucht, allerdings war ich mit meiner Version nicht richtig überzeugt. Wenn ich es schon nicht bin, wie soll das dann ein Personaler anders sehen. Aus dem Grund habe ich meine Bewerbung überarbeiten lassen und bin damit nun sehr zufrieden.

  • Ich dachte, in ein Anschreiben sollen größtenteils nur soft skills sowie eine Art Umschreibung der eigenen Person? Ist es denn nicht sogar schlecht, wenn man hier Dinge nennt, die eigentlich im LL stehen sollten?

  • sehen es personalchefs nicht irgendwie als spam an? ich meine, man muss halt schon aufpassen, dass es nciht wie eine massenbewerbung aussieht oder würden sie empfehlen jede bewerbung auf das jeweillige unternehmen anzupassen??

  • Ich mache es wie folgt. Zuerst überlege ich mir eine konkrete Stellenbezeichnung für die Initiativbewerbung. Als nächstes schaue ich im Internet nach Stellenausschreibungen, die auf diese Jobbezeichnung passen. Diese nehme ich als Orientierungshilfe für die Erstellung meiner Initiativbewerbung. Bevor ich dann endgültig loslege, informiere ich mich noch über das Unternehmen. Ist alles allerdings sehr zeitaufwendig.

  • Kann jemand von ihnen sagen wie erfolgreich Initiativbewerbungen sind? Muss man Dutzende losschicken bis man eine Stelle bekommt bzw. in welcher Größenordnung befindet sich das etwa?

  • Hallo David,
    Initiativbewerbungen sind grundsätzlich eine gute Sache. Man sollte nur einige wichtige Punkte dabei beachten. Als ersten Schritt müsste man bei dem Unternehmen anrufen, erfragen, wer der Ansprechpartner ist und ob Initiativbewerbungen überhaupt erwünscht sind bevor man sich die Mühe macht und ziellos seine Unterlagen verteilt. Und das ist auch der nächste Punkt: ein Ziel sollte man haben, wissen, was man genau in den einem oder anderen Unternehmen einbringen und erreichen möchte und die Bewerbung dem Unternehmen anpassen, d.h. auf keinen Fall eine Vorlagebewerbung an alle schicken – das ist unpersönlich und fällt sehr schnell negativ auf. Den Überblick behalten – nicht zu viele Bewerbungen losschicken und sich am besten eine Liste machen. Falls ein freudiger Anruf reinkommt, sollte man wissen, um welches Unternehmen es sich handelt und was man dort eingeschickt hat. Andererseits kann die Unwissenheit auch eine Minuspunkt einbringen. Also, gezielt und bewusst Schreiben aufsetzten und den Überblick behalten!
    Viel Erfolg beim Bewerben!

  • Das Missverständnis, was die meisten Bewerber haben ist der Unterschied von Blind- und Initiativbewerbungen. (Auf http://initiativbewerbungmuster.net gut erklärt) Eine Blindbewerbung ist ledigliches „Spamen“ von Bewerbungen an potenzielle Arbeitsgeber wohingegen eine Initiativbewerbung schon individuell an das Unternehmen angepasst wird. Ein RIESEN Unterschied.

  • Die Bewerbung, egal ob Initiativ oder normal sollte immer gut auf die Firma abgeschnitten sein und Individuell, erfolgsorientiert verfasst sein. Es sollte nicht schleimend klingen und auch nicht zu selbstüberzeugt. Ein guter Mix führt meistens zum erfolg!

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