Bewerbung & Interview

Geheimcode im Arbeitszeugnis – Die Dritte

Neben der Information, was man macht, wenn kein Arbeitszeugnis vorliegt, von Tätigkeitsbeschreibungen im Arbeitszeugnis und auch schon von Geheimcodes im Arbeitszeugnis haben wir euch bereits über die Verhaltens- und Leistungsbeurteilung im Arbeitszeugnis berichtet. Neben diesen Punkten werden in Arbeitszeugnissen aber auch die Kernkompetenzen, also die Schlüsselqualifikationen oder Soft-Skills, beurteilt.  In diesem Artikel möchte ich euch nun die wichtigsten Punkte hierzu vorstellen.

Arbeitszeugnis Formulierungen

Fachwissen

  • Sehr gut: „…  besitzt ein hervorragendes, jederzeit verfügbares Fachwissen.“
  • Gut: „… verfügt über ein abgesichertes, erprobtes Fachwissen.“
  • Befriedigend: „… verfügt über das erforderliche Fachwissen und setzte es erfolgreich ein.“
  • Ausreichend: „… verfügt über Fachwissen und setzte es ein.“

Initiative und Kreativität

  • Sehr gut: „… hatte immer wieder ausgezeichnete Ideen, gab wertvolle Anregungen, ergriff selbstständig alle erforderlichen Maßnahmen und führte sie entschlossen durch.“
  • Gut: „… hatte oft gute Ideen, gab weiterführende Anregungen, ging alle Aufgaben tatkräftig an und handelte selbstständig.“
  • Befriedigend: „… gab gelegentlich eigene Anregungen, übernahm die ihm übertragenen Aufgaben und führte sie aus.“
  • Ausreichend: „… übernahm die ihm übertragenen Aufgaben und führte sie unter Anleitung aus.“

Belastbarkeit

  • Sehr gut: „… war ein stets ausdauernder und außergewöhnlich belastbarer Mitarbeiter, der auch unter schwierigsten Arbeitsbedingungen alle Aufgaben in hervorragender Weise gelöst hat.“
  • Gut: „… war ein ausdauernder und gut belastbarer Mitarbeiter, der auch wechselnden Beanspruchungen unter Termindruck gut gewachsen war.“
  • Befriedigend: „… war ein ausdauernder und belastbarer Mitarbeiter, der auch wechselnden Beanspruchungen unter Termindruck gewachsen war.“
  • Ausreichend: „… war ein in der Regel ein ausdauernder und belastbarer Mitarbeiter, der auch wechselnden Beanspruchungen gewachsen war.“

Loyalität

  • Sehr gut: „… stellte stets das Interesse des Unternehmens in den Vordergrund und hat am heutigen Stand des Unternehmens maßgeblich mitgewirkt.“
  • Gut: „… arbeitete stets zum Wohle des Unternehmens.“
  • Befriedigend: „… arbeitete zum Wohle des Unternehmens.“
  • Ausreichend: „… arbeitete im Allgemeinen zum Wohle des Unternehmens.“

Zuverlässigkeit

  • Sehr gut: „… war immer sehr pflichtbewusst und stets zuverlässig.“
  • Gut: „… war immer pflichtbewusst und zuverlässig.“
  • Befriedigend: „… war pflichtbewusst und zuverlässig.“
  • Ausreichend: „… war grundsätzlich pflichtbewusst und zuverlässig.“

Fortbildungsbereitschaft

  • Sehr gut: „… nutzte immer Gelegenheiten sein Fach- und Führungswissen durch entsprechende Fortbildungen kontinuierlich zu erweitern und vertiefen, was sich stets in den sehr guten Arbeitsergebnissen niederschlug.“
  • Gut: „… nutzte stets die betrieblichen Fortbildungsmöglichkeiten, um sein Fachwissen auf dem Laufenden zu halten.“
  • Befriedigend: „… nutzte die betrieblichen Fortbildungsmöglichkeiten, um sein Fachwissen auf dem Laufenden zu halten.“
  • Ausreichend: „… nutzte einige betriebliche Fortbildungsmöglichkeiten, um sein Fachwissen auf dem Laufenden zu halten.“

Wie ihr nun sehen könnt, gibt es eine ganze Reihe Kernkompetenzen, die im Arbeitszeugnis bewertet werden. Wie schon bei der Leistungs- und Verhaltensbeurteilung, klingen auch hier die Formulierungen alle sehr ähnlich.

Ich hoffe, ich konnte euch mit meinen Artikeln zum Thema Arbeitszeugnis beim Lesen und Schreiben helfen und wünsche gutes Gelingen! 🙂

Über den Autor

Lisa

Lisa war von Anfang 2014 bis Herbst 2015 BA-Studentin bei uns. Sie hat Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Personalwirtschaft/Personaldienstleistungen studiert und erprobte ihr theoretisches Wissen bei uns in der Praxis. Noch am Beginn des Berufslebens, berichtete Lisa über Erfahrungen aus dem Unialltag sowie die Herausforderungen bei der Arbeit in einer Personalagentur und zeigte uns dabei ihre Sicht eines Berufsanfängers.

1 Kommentar

  • Wie im Artikel beschrieben, werden in einem Arbeitszeugnis häufig typische Formulierungen verwendet, um eine bestimmte Bewertung auszudrücken. Ohne sich mit dem Thema eingehender zu beschäftigen, ist es oft schwierig alle Formulierungen zu erkennen und richtig einzuordnen. Gerade wenn man eine erste Einschätzung relativ schnell benötigt, weil man ggf. eine Korrektur einfordern oder sich neu bewerben möchte. Für diesen Fall haben wir ein Online-Tool zur Arbeitszeugnis-Bewertung entwickelt, das vielleicht einigen weiterhilft: http://www.zeugniswert.de

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