(Neue) Arbeitswelt

Studium vs. Ausbildung – Welchen Weg wähle ich?

Vorstellungsgespräch, Quelle: pexels.com
Geschrieben von Gastautor

In der ersten Ferienwoche hatten wir mal wieder Besuch von unserer Lieblingsschülerpraktikantin Hanna. Neben ihrer Unterstützung im Recruiting, hat sie auch wieder fleißig Blogartikel geschrieben. Lest heut, was Hannas Meinung nach die Vorteile und Nachteile von einem Studium im Vergleich zu einer Ausbildung sind…

Viele fragen sich, wie es nach dem Abitur weitergehen soll. Ausbildung oder doch lieber Studium? Auch ich bin mir noch nicht ganz sicher, welchen Weg ich in 2 Jahren gehen werde. Für euch und auch mich selbst habe ich zur Entscheidungsfindung mal eine Tabelle angefertigt mit den Vor und Nachteilen einer Ausbildung bzw. eines Studiums.

Gegenüberstellung von Ausbildung und Studium

Bestimmt ist das nur eine erste Gegenüberstellung, die aber schon wichtige Punkte aufzeigt. Wenn ich aus eurer Sicht etwas vergessen habe, lasst es mich über einen Kommentar gern wissen.

Wenn euch das Thema Finanzen etwas mehr beschäftigt, dann werft einen Blick in folgende Grafik. Mit diesen Kosten müsst ihr für die Lebenshaltung während einer Ausbildung rechnen, bzw. diese müsst ihr während eines Studiums selbst tragen:


Infografik aus „Wie du dein Studium finanzieren kannst“campusjaeger.de

Wenn ihr euch zwischen Ausbildung und Studium gar nicht entscheiden könnt, gibt es ja auch noch das duale Studium. Fakt ist, dass es überall Vor- und Nachteile gibt. An der Ausbildung reizt natürlich erstmal, dass man Geld verdient, im Gegensatz zu den Studenten, die finanziell oftmals total abhängig sind von den Eltern, vom BAföG und/oder vom Staat. Doch man sollte sich vielleicht überlegen, was langfristig am besten ist. Das Risiko, dass man nach dem Studium arbeitslos wird, ist geringer als bei einer Ausbildung. Das gibt bestimmt für viele den Ausschlag, sich für das Studium zu entscheiden.

Das Schöne ist auch, dass man ein Studium immer machen kann (vorausgesetzt man hat ein Abi). Also selbst wenn man vorher eine Ausbildung absolviert hat, kann man dann immer noch an die Uni. In der Hinsicht kann eine Ausbildung also auch hilfreich sein, um sich für einen bestimmten Studienzweig zu entscheiden.

Ich hoffe, dass ich euch ein bisschen weiterhelfen konnte. Alle, die gerade eine Ausbildung oder ein Studium absolvieren oder schon abgeschlossen haben, können wie schon gesagt gerne Ergänzungen, Tipps und Ratschläge hinterlassen. 🙂

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2 Kommentare

  • Hallo Hanna, einen wirklich schönen Blogartikel hast du hier verfasst. Ich glaube deine Gegenüberstellung könnte exemplarisch für viele angehende Abiturienten gelten.

    In erster Linie sollte man sich bei einer solchen Entscheidung natürlich an seinen Interessen orientieren und sich fragen „wo will ich in 10 Jahren stehen?“. Als ich persönlich vor etwa 4 Jahren mein (mittelmäßiges) Abiturzeugnis in die Hand gedrückt bekam, konnte ich eine solche Frage allerdings nicht beantworten, denn mir war zu dem Zeitpunkt noch völlig unklar, welchen Berufsweg ich einschlagen sollte. Ich habe mich damals für ein Studium entschlossen und denke, dass es die richtige Entscheidung war.

    Man kann natürlich auch bei einer Berufsausbildung Einblick in viele verschiedene Themenfelder erlangen, es sollte aber jedem bewusst sein, dass man dann doch sehr auf seinen Ausbildungsberuf fokussiert ist. Dass eine Ausbildung zur Orientierung für ein Studium hilfreich sein kann, trifft deswegen meiner Meinung nach nur auf diejenigen zu, die mit der Wahl ihres Ausbildungsberufes „Glück“ hatten und sich in dem gelernten Gebiet weiterqualifizieren möchten.

    Sollte jemand jedoch (wie ich damals) ziemlich unentschlossen sein und auf die Frage „was willst du denn mal werden?“ keine Antwort haben, so empfehle ich (sofern denn überhaupt noch „Lust“ auf intensives Lernen vorhanden ist) nach dem Abitur die Aufnahme eines Studiums. Dazu sollte freilich die ungefähre Richtung, in die es mal gehen soll, bekannt sein. Hat man dann einen einigermaßen passenden Studiengang ausgewählt, erhält man in der Regel Einblicke in viele – oftmals auch studiengangsfremde – Themenfelder. Im Zuge eines „universalen“ BWL Studiums wird man so zum Beispiel auch mit juristischen, psychologischen, mathematischen und sozialen Fragestellungen konfrontiert, bei einem Mathematikstudium kommt beispielsweise auch Informatik, Physik und Wirtschaftstheorie ins Spiel.

    Idealerweise entdeckt man so im Laufe eines Studiums Themenfelder, für die man sich besonders interessiert und mit denen man sich gerne näher beschäftigt. Oft gibt es dann auch die Möglichkeit, sein Studium auf das bevorzugte Gebiet zu spezialisieren. Ehe man sich versieht, merkt man dann am Ende seines Studiums, dass man sich instinktiv genau für den Beruf qualifiziert hat, den man jetzt tatsächlich auch ausüben möchte.

    Deshalb mein Fazit zur Frage Ausbildung vs. Studium:

    – Hat man während dem Abitur schon konkrete Vorstellungen über sein Berufsziel und lässt sich dieses Berufsziel mit einer Ausbildung erreichen -> Ausbildung (und später evtl. noch Studium).

    – Hat man während dem Abitur schon konkrete Vorstellungen über sein Berufsziel und lässt sich dieses Berufsziel nicht (ausschließlich) mit einer Berufsausbildung erreichen -> überlegen, ob eine Ausbildung in dem Beruf überhaupt Sinn macht, oder ob man die Zeit nicht gleich in ein Studium investiert.

    – Hat man während dem Abitur noch keine konkreten Vorstellungen über sein Berufsziel -> Studium in einem Studiengang, der am ehesten zu den persönlichen Interessen passt (dabei sollte man sich auch nicht unbedingt beeinflussen lassen: meine Mathelehrerin hatte mir damals aufgrund schlechter Noten DRINGEND von einem wirtschaftlichen Universitätsstudium abgeraten – ich hab VWL studiert und es gepackt).

    …in diesem Sinne viel Erfolg an alle, die vor dieser Entscheidung stehen und denkt immer daran: Ihr steht in euren besten Jahren – genießt auch eure Jugend und seht nicht alles zu verbissen! 😉

  • Hallo Hanna,
    du hast da einen sehr schönen Artikel verfasst, jedoch muss unbedingt innerhalb des Bereiches Studium noch unterteilt werden, welche Ausrichtung das Studium hat.
    Geisteswissenschaftliche Fächer z.B. haben meines Erachtens nach nicht die von dir geschilderten Vorteile. Unter dieser Gruppe befindet sich z.B. das BWL Studium. Ich habe Freunde und Bekannte gesehen, die es schwer haben nach dem Studium einen Job zu finden, gerade in den Bereichen HR und Marketing. Außerdem sind die Einstiegsgehälter auch nicht so hoch, wie beispielsweise in technischen Richtungen. Da diese Studiengänge schlicht überlaufen sind und die Masse diese Richtung einschlägt. In manchen Punkten muss ich wirklich sagen schade das diese Leute keine Ausbildung gemacht hätten, denn unterm Strich würden Sie mit dem gleichen da stehen, nur mit 2 Jahren Berufserfahrung mehr. Es ist leider schwer sich vorab ein klares Bild zu machen und auch beim Tag der offenen Tür, an einer Uni wird sich niemand hinstellen und sagen: „Studier lieber etwas anderes, dich erwartet ein harter Konkurrenzdruck.“
    Darüber hinaus muss ich auch dein Argument mit der finanziellen Unabhängigkeit entkräften, bereits nach 1 1/2 Jahren Studium wird man interessant für Unternehmen als Werkstudent. Dabei werden oft Gehälter gezahlt die einem Verdienst im 3. Lehrjahr entsprechen. Natürlich bedeutet dies zusätzlicher Aufwand unter Umständen kann auch eins von beidem leiden. Allerdings ist das alles möglich und auch üblich. Selbstverständlich sind hier keine Berufe bei Klamottenläden gemeint oder im Supermarkt Regale einräumen, sondern Tätigkeiten die dem späteren Berufsbild entsprechen.
    Mein Tipp: Such dir jemanden der sowohl Ausbildung als auch Studium kritisch betrachten kann und dir objektiv die Vor- und Nachteile schildern kann, so dass du dir dann deine Entscheidung ableitest.

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