(Neue) Arbeitswelt

Studium beendet – Was nun?

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Geschrieben von Lisa

Da ich selbst in wenigen Monaten mit dem Studium fertig bin, finde ich dieses Thema äußerst passend. Bei vielen Studenten herrscht eine zunehmende Planlosigkeit. Deshalb möchte ich nachfolgend ein paar Tipps geben, wie ihr euch schon frühzeitig darum kümmern könnt, nach dem Studium nicht ohne Job oder den nächsten Studienplatz dazustehen.

Nach dem Studium: der frühe Vogel fängt den Wurm

Das richtige Timing ist das A und O. Grundsätzlich müsst ihr euch zunächst einmal entscheiden, wie es überhaupt weiter geht. Master, Auslandsjahr oder doch einen Job suchen? Egal für was ihr euch entscheidet, wichtig ist, dass ihr euch schon frühzeitig darum kümmert.

Jobbörsen und Personalvermittlungen nach Beendigung des Studiums

Wenn ihr direkt nach dem Studium ins Berufsleben starten wollt, besteht eine Möglichkeit darin, dass ihr euch bei Personalvermittlungen und Jobbörsen registriert. Personalvermittlungen haben große Job-Pools und können euch an passende Unternehmen vermitteln. Aber auch Jobbörsen bieten sich dafür an, ein eigenes Profil anzulegen, um von potenziellen Unternehmen gefunden zu werden. Auch ein abgeschlossenes Fernstudium ist einiges wert.

Nach dem Studium ist vor dem Studium

Wenn ihr nach dem Bachelor noch einen Master machen wollt, oder sogar über eine anschließende Promotion nachdenkt, solltet ihr euch frühestmöglich darum kümmern. Die Studienplätze sind heiß begehrt und in ausgewählten Fächern gibt es nur einige wenige Studienplätze zu vergeben. Einige Arbeitgeber fordern sogar den Masterabschluss. Beispielsweise kommt das in Entwicklungs- und Forschungsabteilungen häufig vor. Dennoch sollte man eins bedenken bevor man leichtsinnig einen Masterstudiengang beginnt: Habe ich die Motivation und brauche ich den Master überhaupt? Wer sich nicht sicher ist kann es auch erstmal ohne probieren, nachholen kann man den Master später alle mal. Außerdem sollte man sich auch gut über die verschieden Studiengänge informieren. Oftmals ist es leichter an der eigenen Universität angenommen zu werden. Die Strukturen sind einem ja hier schon vertraut. Wenn man sich gegen ein Masterstudium an der der alten Uni entschieden hat sollte man sich bei dem breiten Angebot an Studiengängen auf jeden Fall sehr gut über die diversen Möglichkeiten informieren. Nur so kann man sicher sein das man genau das studiert was man auch will.

Möglichkeit nach Beendigung des Studiums: Auslandsaufenthalt

Wer nach dem Abitur noch unentschlossen ist, hat nach dem Studium auch nochmal die Möglichkeit, zeitweise – oder auf Dauer – ins Ausland zu gehen. Beispielsweise könnt ihr euren Master auch an einer ausländischen Universität machen. Dabei solltet ihr allerdings darauf achten, dass der Abschluss in Deutschland anerkannt ist und zur Promotion berechtigt. Ihr könnt natürlich auch einen Work & Travel Aufenthalt planen oder einen Job im Ausland antreten. Wie überall, ist auch hier die vorherige Planung unumgänglich. Es gibt aber auch einige Tipps und Vorschläge für den Studenten der nach dem Bachelor erstmal ab in die Ferne möchte:

  1. IT-Paradies Irland

Irland ist der europäische Hauptsitz vieler europäischer und nichteuopäschischen IT-Firmen der ganz großen Liga. Unter ihnen z.B. Oracle, Master Card oder sogar Google. Wenn man sich hier als Praktikant oder als Werkstudent bewirbt kann das sich durchaus gut auf die zukünftige Karriere auswirken. Man sollte aber gezielt nach Stellen, die nach Deutschkentnissen verlangen, suchen. Zusammengefasst kann Irland sowohl für gute Namen auf dem CV liefern, Networking mit Menschen aus ganz Europa ermöglichen aber auch ein exzellentes Training und gute Aufstiegsmöglichkeiten. Von Nutzen ist dabei natürlich ein E-Commerce-Studium oder vergleichbare Informatik-Studiengänge.

  1. Nach dem Abschluss: Praktikum bei der UN

Die meist unbezahlten Praktika bieten sich für Studenten mit besonders guten Englischkenntnissen an. Es macht sich auch gut wenn man zusätzlich noch eine weitere Amtssprache der EU beherrscht wie beispielsweise Französisch oder Spanisch. Das Praktikum kann man dann je nach Angebot und Interesse in den USA, Chile, Kenia, usw. durchführen.

  1. London als Paradies für Akademiker nach dem Studium

Viele große Research Firmen wie z.B. TSN Global oder Kadence haben ihren Sitz in London und bieten dort stellen im Bereich Analyst, Consultant, Business Development oder Associate. Wer bereits während des Studiums Interesse an dem Auswerten komplexer Daten hatte kann hier seinen Traumberuf finden. Unentbehrlich für einen Beruf in diesem Bereich sind fließende Englischkentnisse. Aber auch Kenntnisse anderer Sprachen sind von großem Vorteil, da Firmen aus dem Research-Bereich oftmals internationale Studien auswerten. Nicht selten wird sogar gezielt nach Personen mit „german skills“ gesucht.

  1. Praktikant bei Disney nach Beendigung des Studiums?

Wenn man das Erlenen von Sprache und anderen Softskills als Priorität hat, kann sich durchaus mal mit dem “Cultural Representative Program” von Disney auseinander setzten. Hierbei arbeitet man in einem der Disney Pavillons und kann so sein Englisch perfektionieren aber auch Menschen aus aller Welt sowie die Kultur der USA kennenlernen. Unerlässlich sind dabei natürlich ein fließendes Englisch und der Wille auch an Feiertagen oder Wochenende zu arbeiten. Man sollte außerdem mindestens 18 Jahre alt sein und bereit sein das Programm 12 Monate durch zu ziehen.

  1. Hotelpraktikum in Dubai nach dem Studium

Wer Lust darauf hat in das Jetset Leben von Dubai einzutauchen kann einfach mal versuchen sich in einem der Zahlreichen Hotels zu bewerben. Viele haben ein großes Interesse an Praktikanten und deutsche Tugenden sind begehrt. Die Vorteile eines solchen Praktikums sind beispielsweise, dass sie meistens bezahlt werden und Unterkunft sowie Verpflegung gestellt werden. Etwas in dieser Art gibt es natürlich nicht nur in Dubai. Andere Beispiele für Bewerbungsorte sind Fidschi; Mauritius, Thailand und Großbritannien. Die Praktika gehen meistens in die Bereiche Human Resources, Sales, Accounting und Marketing.

Alle diese Möglichkeiten bauten auf dem Vorhaben auf seine Softskills und andere Fähigkeiten zu erweitern und zu verbessern um damit einen leichteren Start in den Beruf zu ermöglichen.

Nach dem Studium Qualifikationen verbessern

Wenn für euch nicht sofort im Anschluss an das Studium das Passende dabei ist, könnt ihr eure Fähigkeiten erweitern und beispielsweise Sprach- oder IT-Kurse belegen. Wenn ihr gerne eure Soft Skills verbessern wollt, bieten sich Jobs als Nachhilfelehrer an. Solche Werte kommen meist auch sehr gut bei den zukünftigen Arbeitgebern an. Es gibt auch einige Studiengänge bei denen der Einstieg in den Beruf ohne das Verbessern von Softskills kein Problem darstellt. Meist betrifft dies technische Studiengänge. Bei den Geisteswissenschaften kann es unter Umständen schon mal schwierig werden direkt nach dem Studium ein Arbeitsplatz zu finden. Die Lösung für dieses Problem liegt dabei in der Praxis- oder Berufserfahrung von der man in diesem Stadium noch viel zu wenig hat. Ein Praktikum ist daher oft der Schlüssel zu einem Arbeitsplatz. Wenn man dabei gr0ßes Interesse und Engagement zeigt kann man bald zum Nachwuchs des Unternehmens gehören.

Der erste Job nach Beendigung des Studiums

Wenn ihr weder ins Ausland, noch weiter studieren wollt, könnt ihr euch ja auch einen Job suchen 😉 Falls ihr ein Studium abgebrochen haben solltet, gibt es Möglichkeiten, das im Vorstellungsgespräch zu erklären. Und seid bitte nicht enttäuscht, wenn der erste Job nicht euer Traumjob ist. Die meisten Menschen haben mal klein angefangen. So habt ihr immerhin die Chance, euch hochzuarbeiten. Hier ist nicht nur das richtige Timing wichtig. Es kommt zusätzlich auf einwandfreie Bewerbungsunterlagen an. Man sollte seinen Kurzlebeslauf aus Studentenzeiten auf jeden Fall überarbeiten. Auch sind einheitliche Bewerbungen die gleich an mehrere Unternehmen auf einmal geschickt werden sollen meist umsonst. Ganz im Gegenteil: In einer Bewerbung sollte unbedingt stehen warum man sich unbedingt bei genau diesem Unternehmen bewirbt. Unbedingt beachten: Personaler achten besonders auf eine korrekte Form der Bewerbung. Es bietet sich deshalb an einem sogenannten Bewerbungstraining teilzunehmen. Diese werden von den Carreer-Centerne der Unis angeboten. Oft kann man dabei auch gleich seine Bewerbungsmappe mitkontrollieren lassen.

Nach dem direkteinstieg bietet es sich für Neulinge in vielen Unternehmen an ein „Traineeprogramm“ zu durchlaufen. Dabei durchläuft man als Berufseinsteiger innerhalb von zwei Jahren die verschieden Abteilungen des Unternehmens. Das erlaubt gezielte Förderung und ein schnelles Kennenlernen des eigenen Betriebs.

Egal für welchen Weg ihr euch entscheidet, für den richtigen gibt es kein Patentrezept. Es kommt auch immer auf die Persönlichkeit des Einzelnen an. Wo die Präferenzen liegen und welche Ziele verfolgt werden.

Ich wünsche euch auf jeden Fall alles Gute für die Zeit nach dem Studium und hoffe, dass ihr die, für euch, richtige Entscheidung trefft.

 

Über den Autor

Lisa

Lisa war von Anfang 2014 bis Herbst 2015 BA-Studentin bei uns. Sie hat Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Personalwirtschaft/Personaldienstleistungen studiert und erprobte ihr theoretisches Wissen bei uns in der Praxis. Noch am Beginn des Berufslebens, berichtete Lisa über Erfahrungen aus dem Unialltag sowie die Herausforderungen bei der Arbeit in einer Personalagentur und zeigte uns dabei ihre Sicht eines Berufsanfängers.

10 Kommentare

  • „Planen ist wichtig“ Oh man was für ein sinnloser Text. Eine Studentin die keine Ahnung hat, will sich auch mal äußern. Der Text hilft niemandem!

    Wenn man keine Ahnung hat einfach mal … !!!

    • Danke, selbiges wollte ich auch sagen, sinnvolle und vorallem greifbarere Tipps für den Berufseinstieg sehen leider anders aus!

    • Hi,
      Ich denke dass Lisa hier zwar übliche Allgemeinplätze aufzählt, die aber auch entscheidend sind. Es ist nicht jedermanns Sache sich ein Jahr zuvor schon für etwas zu entscheiden, aber man sollte die Alternativen wenigstens ausprobieren. Das man durchaus sehr gut geeignet für eine Stelle sein kann, aber leider zu spät oder zu früh kommt, oder die falschen gewünschten Funktionen im Unternehmen anbiedet, kann natürlich dazu führen, dass man den Job nicht bekommt.
      Auch sollte man das Niveau seiner Kommentare kontrollieren, da u.U. andere mitlesen können.

  • Hallo liebe Lisa,

    ein schöner Artikel, der tatsächlich viele Absolventinnen und Absolventen tangiert.
    Denn es ist für die meisten schwierig nach dem Studium überhaupt einmal fuss zu fassen.

    Hier meine Erfahrung: Die meisten, die ich kenne die wie du Lisa BWL Bachelor oder gar Master an der Fh oder auch an einer Uni studiert haben, haben es schwer einen job zu finden
    Und wir sprechen hier von Großstädten.

    Die Politik und die Politiker preisen zwar immer an, man solle studieren und sich weiterbilden und Wissen und Bildung sind der Schlüssel zum Erfolg. Doch das ist großer Unsinn.

    Denn das Problem ist wirklich, dass sehr viele Menschen in der heutigen Zeit studieren und deshalb die Abschlüsse entwertet sind. Das ist nicht mehr wie einst. und das Märchen von dem Fachkräftemangel tut ihr übriges.

    Letztens habe ich ein Praktikum bei einem Bildungsträger gemacht und gesehen, dass selbst gute Absolventen von BWL- Studiengängen dort anzutreffen waren. Die waren arbeitssuchend gemeldet nach dem Studium und mussten irgendwelche sinnlose Kurse wie BEWERBUNGSTRAINER usw. machen.

    Das heisst sie werden in einen Topf geworfen wie langzeitarbeitslose und Schulabbrecher.

    Das ist leider die Realität.

    achja die Personalvermittlungen und jobbörsen taugen nur bedingt was. Denn tatsächlich gibt es unternehmen die scheinstellen schalten, die es gar nicht gibt nur um zu verdeutlichen, dass es ihnen gut geht und sie jobs zu vergeben haben,.

  • Sorry, aber da hätte ich gerne von jemandem Tipps gelesen der seit 2-3 Jahren im Berufsleben steht und vielleicht seinen Weg erzählt. Eine Studentin die genau so weit ist wie ich hilft mir da wenig.

  • Hallo,

    ich denke das Thema ist insgesamt sehr schwierig und sollte differenziert betrachtet werden. Hier fallen Probleme von Abiturienten, Bachelor Absolventen und Master Absolventen zusammen. Dazu kommen dann noch unterschiedliche Betrachtungsweisen, je nach Studiengang etc. hinzu.

    Das es Jobbörsen und Personalvermittlungen gibt ist wohl jedem klar. Genauso wie eine frühe Bewerbung besser als eine kurzfristige ist. Jobmessen wurden erst gar nicht angesprochen. Der Artikel ist bestenfalls für Schüler zwischen der 7. und 9. Klasse geeignet, die das zum ersten mal hören.

    Besser wäre ein Artikel speziell zu einem Thema. Man könnte z.B. näher ausführen, wie gut eine Jobbörse bei der Suche für einen Direkteinstieg bei einem Unternehmen für einen BWL Studenten geeignet ist (nach dem Bachelor; nach dem Master). Wieviele Unternehmen schalten in welcher Jobbörse überhaupt ihre Anzeigen? Wieviele Personen bewerben sich im Durchschnitt auf so eine Stelle? Sollte man bei einem „schlechteren“ Abschluss eher von einer Jobbörse absehen? Das Ganze dann unterfüttert mit Beispielen (so in die Richtung eben).

    Die Suche nach dem „richtigen“ Weg nimmt einem natürlich niemand ab und man wird vergeblich nach einer „Anleitung“ für das ideale Vorgehen suchen.
    Ich persönlich denke, dass es den „richtigen“ Weg nicht gibt. Wichtig ist nur das Engagement mit dem man eine Sache angeht. Irgendwann wird man dann sein Ziel erreichen. Vielleicht manchmal mit ein paar Umwegen, aber da heisst es dran bleiben.

    Nichts für ungut Lisa, aber es ist eben ein schwieriges und vor allem auch emotionales Thema und mit so einem oberflächlichen Artikel gewinnst du keinen Blumentopf ;).

    VG

  • Danke für eure zahlreichen Kommentare. Mit diesem Artikel wollte ich gerne alle künftigen Absolventen für eine frühzeitige Vorbereitung der nächsten Schritte aktivieren. Denn nach dem Studium beginnt für die meisten ein neuer Lebensabschnitt. Zusätzliche wollte ich meine Sicht beschreiben. Euren Kommentaren entnehme ich, dass euch der Artikel teilweise zu oberflächlich ist. Allerdings ist es schwierig gleichzeitig eine allgemein gültige und für alle konkrete Anregung zu geben, wie es nach dem Studium weiter geht…
    Dennoch nehme ich diese Kritik als Anregung für künftige Artikel an. Gleichzeitig rufe ich alle auf, konkrete Erfahrungen und Tipps, in Form eines Artikels für unseren Bewerberblog, zu teilen. 🙂

    @Johannes: Danke, dass du „Partei ergreifst“. Das Medium Blog ist ja zur Meinungsäußerung da, beim „wie“ wirds eben manchmal schwierig… 😉

  • Schöner Artikel zum Thema Studium und was nun! Ideal finde ich die Möglichkeit auch als Nachhilfelehrer Geld zu verdienen. Es gibt einige Firmen die es einfach und unkomplieziert machen, als Nachhilfelehrer zu arbeiten.

  • Ich habe ährend meines Studiums und danach als Überbrückung als Nachhilfelehrer gearbeitet. Ist eine gut Möglichkeit etwas Geld zu verdienen.

  • wertlose Infos die nix taugen

    es hätte mal jemand schreiben sollen der sich damit auskennt und sich auch schon mal um Jobs beworben hat.

    es gibt so viele Fallstricke und Probleme die Zeit kosten und Energie und eine wahnsinnig und depressiv machen.

    Wer meint, man sieht sich Jobbörsen an und bewirbt sich, wird bald geschockt sein. Es gibt perfide und schlimme Methoden, womit die Unternehmen hantieren.
    kaum einer der Stellen bei den Portalen ist wirklich vakant

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