(Neue) Arbeitswelt

Mein Körper – mein Kapital

Quelle: Nissor/pixabay.com
Geschrieben von Angelika

Oder: wie wir im Alter immer noch heißbegehrte Arbeitnehmer sind

Eigentlich müsste der Artikel heißen „Meine Arbeitskraft – mein Kapital“ – da ihr, liebe Leser, jedoch nicht auf seichte Überschriften abfahrt, wurde daraus die oben genannte. Nun ist es jedoch nicht nur unser Körper, sondern auch unser Geist bzw. unsere geistige Frische, die wir pflegen müssen, um auch mit 55 oder 63 ein attraktiver Arbeitnehmer oder Geschäftspartner zu sein. Es geht hier also um uns als alternde attraktive Arbeitnehmer.

Die Chinesen sagen bereits seit 2000 Jahren, dass man sich um YANGSHENG kümmern sollte, was man mit „Lebenspflege“ übersetzen kann. Dazu gehört die richtige Bewegung, die richtige Ernährung, das Maßhalten in allen Dingen.

Unsere Sportlehrer sagten: “Nur in einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist“.

Unsere Versicherungsvertreter sagen uns, dass jeder 4. im Laufe seines Lebens vorzeitig berufsunfähig sein wird und man deswegen eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen sollte. Auch hier kann die entsprechende Prophylaxe zumindest unterstützen, nicht zu den 25% zu gehören, die vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden.

Was also tun, um auch im Alter noch gefragt zu sein? Und schließlich wollen wir darüber hinaus ja auch noch unsere späte Rente genießen… Wir müssen also anfangen, unseren Körper als unser Kapital zu betrachten und auch im höheren Alter noch verhältnismäßig „jung“, körperlich stark, geistig fit sein und uns um ein gepflegtes Äußeres bemühen.

Hier nun ein paar Hinweise, wie wir schön, frisch und sexy bleiben:

  • Auch in Stressphasen, cool bleiben, Ruhe bewahren und eigene Ressourcen einteilen lernen
  • Regelmäßig Pausen einlegen, sowohl bei körperlicher als auch geistiger Anstrengung
  • Urlaube nutzen um mal richtig loszulassen!
  • Nachts zwischen 12 und 4 Uhr im Tiefschlaf versinken und so zu Bett gehen, dass man diese Phase auf jeden Fall erwischt.
  • Spätestens mit Mitte 30 anfangen, regelmäßig Sport zu treiben – und zwar den richtigen. Wer viel sitzt oder steht, muss auf jeden Fall seine feine Rückenmuskulatur stärken, beispielsweise durch Yoga, Pilates, Slackline o.ä.
  • Funktionale Muskulatur stärken – verkürzte Strecker und verklebte Faszien führen zu Schmerzen, die dauerhaft mit Sport und nicht mit Voltaren zu behandeln sind. Bauch, Beine, Po.! / Kettlebell u.v.m. ist möglich!
  • Lebenslang lernen und sich beruflich stets weiterbilden
  • Neues lesen und sich informieren
  • die Sinne öffnen für Dinge, die uns interessieren und Hobbies nachgehen
  • Anregende Reisen und / oder Auszeiten nehmen
  • Andersdenkende um sich scharen und regelmäßig diskutieren, nur so kann man eigene Standpunkte immer wieder neu überdenken und flexibel im Kopf bleiben
  • Herausforderungen suchen und bewusst annehmen
  • Musik machen oder einfach regelmäßig tanzen!
  • Seinen Körper erNÄHRen und nicht einfach sättigen
  • Für ein ausgeglichenes und glückliches Privatleben sorgen
  • Freundschaften und Netzwerke pflegen und genießen
  • Erste Krankheitssignale ernst nehmen und noch besser: sich auch dann von passenden Therapeuten behandeln lassen, obwohl man „eigentlich“ gesund ist.
  • Das Sprichwort „Kleider machen Leute“ ernst nehmen und sich bei Bedarf Rat einholen
  • Alles in Maßen… , aber auch das nur in Maßen
  • Das Alter annehmen und Falten als Reifezeichen betrachten

Und wenn wir dann mit vielleicht 60 doch ab und zu das Gefühl haben, nicht mehr die oder der Schnellste zu sein oder bei manchen Entwicklungen nicht mehr so richtig mitkommen, dann sollten wir uns damit trösten, dass manche 20-jährigen schon alt und uninteressant sind und so mancher 70-jährige noch fit, geistig rege und attraktiv und dass das Alter also nicht entscheidend ist, sondern wie wir uns umgehen oder umgegangen sind.

Über den Autor

Angelika

Kümmerte sich von 2010 bis 2017 um die Vermittlung von Freiberuflern. Angelika hat Betriebswirtschaft studiert und ist zudem ausgebildete Heilpraktikern. Im Büro sorgte sie für unser medizinisches Wohl und außerdem, dank ihres wunderbaren Humors, oft für gute Laune.

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