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Freizeit in Jena – Aktivmöglichkeiten und mehr

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Geschrieben von Fabian Schäfer

Jena hat so eine charmante Eigenart, neue Städchenbewohner zu bezirzen. Wer hier in Jena ankommt, lässt sich gern nieder, macht es sich gemütlich und fühlt sich wohl. Dieses Gefühl verkörpern neben der Stadt selbst auch die zahlreichen Cafés in Jena. Sie runden nach einem sonnigen Tag auf den Wanderwegen um Jena den perfekten Tag für mich ab. Welche Routen die schönste Aussicht präsentieren, welche Cafés die leckersten Getränke servieren und warum ihr sogar Regentage außer Haus verbringen solltet, verrate ich euch gern!

Ein Vorzeigebeispiel Thüringer Landschaft

Überall in Jena – vor allem aus studentischen Dachgeschosswohnungen – genießt man den tollen Blick auf die angrenzenden Berge. Noch schöner ist es, die Perspektive zu wechseln, indem man auf den Spazier- und Wanderwegen der Saalehorizontale völlig in die Jenaer Natur eintaucht. Die Saalehorizontale – 72 km pures Wandervergnügen – führt über bergige Pfade einmal um Jena herum. Es fällt mir wirklich schwer, mich für den schönsten Abschnitt zu entscheiden. Glücklicherweise kann man sich auf keinen Fall für einen falschen Weg entscheiden. Auf die To Do-Liste gehören auf jeden Fall die Dornburger Schlösser, die Lobdeburg, der Napoleonstein und der Fuchsturm. Meine Empfehlung: startet am Jenaer Landgrafen. Und für die Wanderprofis: Jedes Jahr wird eine offizielle Wanderung von bis zu 100 km in maximal 25 Stunden organisiert. Ein tolles Erlebnis!

Die Thüringer Natur ist zu schön, um sich nur auf Jena zu begrenzen. Es gibt so viel zu entdecken. Nach einer halbstündigen Autofahrt erreicht man die Leuchtenburg. Sie bietet nicht nur einen fantastischen Ausblick, sondern fungiert auch als Museum. Man fühlt sich sofort Epochen zurückversetzt. Gerade für Kinder ist sie sehr zu empfehlen. Der Berg lässt sich leicht besteigen und regelmäßige Events, wie die Ritterspiele, gefallen den Kleinen wie den Großen. Wer noch naturverbundener ist, ist an der Kunitzburg bestens aufgehoben. Mitten im Grün führen ruhige Waldwege zu ihr hinauf. Da lohnt sich nicht nur der Ausblick.

Einkehr in die Cafés in Jena

Viele Menschen trinken nach einer Wanderung gern ein kühles Bier; ich bevorzuge einen heißen Kaffee. Die größte Auswahl gibt es bei der Kaffeerösterei Markt 11. Für den Kaffee to go empfehle ich ganz klar das Café Rossi. Wer gern ein leckeres Stück Kuchen dazu möchte, sollte es sich im Café Immergrün oder dem UNiCafé gemütlich machen. Einen alternativen Charme strahlt das Kabuff aus – hier kann man im Nachbarzimmer bequem Stoffe kaufen. Ich glaube also, für jeden ist hier etwas dabei.

Auf den Spuren von Goethe und Schiller: Kulturstandort Thüringen

Kultureller Anregung kann man in Thüringen nicht aus dem Weg gehen. Als erste Anlaufstelle bietet das Theaterhaus Jena tolle Unterhaltung. Wer jenseits des Mainstreams sucht, wird schnell auf die Freie Bühne Jena aufmerksam. Sie ist ein Verein, der auch alternative Kunstformen darbietet. Dazu gehören das Kurz.Theaterspektakel oder der kulturelle Adventskalender. Ihre Aufführungen finden oft im Café Wagner statt, wo auch Poetry Slams, Konzerte und Filmvorführungen veranstaltet werden. Fleißige Museumsgänger sollten regnerische Tage im Romantikerhaus (einem Literaturmuseum), dem Stadtmuseum oder der Villa Rosenthal verbringen. Letztere ist vor allem Kunstliebhabern zu empfehlen!

Doch kann man wirklich vom Kulturstandort Thüringen sprechen und Weimar und Erfurt verschweigen? Beide Städte erreicht man aus Jena in einer guten halben Stunde. Sie bestechen schnell durch ihre charmanten Innenstädte, die zum spontanen Erkunden einladen. Und selbstverständlich sind die Weihnachtsmärkte ein Muss.

Weimar am Tag, Erfurt am Abend

Deutsches Nationaltheater Weimar

Die Weimarer Innenstadt zieren zahlreiche Denkmäler, wie von Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller, Johann Gottfried von Herder oder Herzog Carl August. An Regentagen sollte man das Goethe-Nationalmuseum, das Schiller-Museum oder das Schlossmuseum aufsuchen. Alle drei sind beeindruckend gestaltet. An sonnigen Tagen empfiehlt sich besonders der Park an der Ilm. Etwas außerhalb von Weimar liegt das Schloss Belvedere inkl. seines eigenen Schlossparks. Bei Schnee wird man Zeuge eines märchenhaften Szenarios. Abende sollte man ganz klar in den Weimarer Theatern verbringen. Das Deutsche Nationaltheater Weimar und das e.werk Weimar bieten abwechslungsreiche Unterhaltung und Inspiration.

Ein guter Ausgangspunkt für einen Stadtrundgang in Erfurt ist der Erfurter Dom, der erhaben auf dem Domberg thront. Doch er ist nur eine der zahlreichen Kirchen in Erfurt. Durch die Innenstadt geht es weiter auf die Krämerbrücke. Jedes kleine Geschäft auf der Brücke ist einen kurzen Besuch wert. Meine persönliche Empfehlung gilt dem Theatrum Mundi, dem mechanischen Puppenspiel. Das kleine Geld ist hier bestens investiert! Außerdem lohnt es sich, das Erfurter Nachtleben voll auszukosten. Bei einer Anreise aus Jena bietet sich der Musikpark Erfurt an, den man schon vom Bahnhof hören kann. Auch der Presseklub lädt abends zum Feiern ein, vor allem Salsatänzer und -tänzerinnen fühlen sich hier sicher wohl. Besonders stilvoll gibt sich der Stage Club, der ebenfalls gut zu erreichen ist.

 

Jena mit Kindern

Ist Jena kinderfreundlich? Das kann ich selbst noch nicht beurteilen. Es gibt jedoch einige Orte, die Spiel und Spaß für die Freizeit mit Kindern garantieren. Das Planetarium Jena steht hier an erster Stelle. Die faszinierenden Bilder unseres Sternenhimmels ziehen alle Altersgruppen in ihren Bann. Zwar sind auch die klassischen Bildungsprogramme für Kinder geeignet, das Angebot geht jedoch weiter. Eigene Familienprogramme richten sich eher an die jungen Zuschauer und Zuschauerinnen. Und auch Hörspielfolgen der Drei ??? werden in einem einzigartigen 3D Erlebnis vorgespielt.

Bei Lust auf mehr Bewegung öffnet der Gaudipark Kinderland Jena täglich seine Tür. Das Angebot richtet sich an ein breites Altersspektrum und reicht von Rutschen und Hüpfburgen über Trampoline und Kletterwände hin zu Billard und Tischtennis. Auch die Boulderhalle Plan B ist bereits für junge Kletterer geeignet und hat sogar einen eigenen Kinderbereich. Herangehende Wissenschaftler können im imaginata Stationenpark spielerisch eigene Entdeckungen machen, indem sie naturwissenschaftliche Phänomene live erleben. Ab 10 Jahren können Kinder mit ihrer Familie die Akte 0815 im Escape Room der Laser Factory Jena lösen. Und kleine Rennfahrer können sich auf der Kartbahn mit Freunden oder der Familie messen.

Sport in Jena

In Jena kann das Sportlerherz also voll und ganz aufgehen. Ein studentischer Tipp: Die Universitätssportkurse sind auch für Nichtstudierende verfügbar und bieten bekannte wie unbekannte Sportarten an. Und wer sich nicht selbst im Freizeitbad Galaxsea, der Boulderhalle Plan B, dem Kletterzentrum Rocks oder einem der vielen Fitnessstudios auspowern möchte, sondern in seiner Freizeit lieber zuschaut und anfeuert, kommt auch auf seine Kosten. Der neue Drittligist FC Carl Zeiss Jena freut sich immer über lautstarke Unterstützung und Science City Jena spielt mittlerweile verdient in der Basketball-Bundesliga.

Das Nachtleben in Jena

Die Freizeit in Jena lässt sich tagsüber also problemlos nutzen. Für diejenigen, die danach noch Puste haben, öffnet das Jenaer Nachtleben seine Tür. Wo sollte man anders anfangen als in der Wagnergasse? Beginnend beim Irish Pub „Fiddlers Green“ entlang der Bars Daheme, Stilbruch, Faß! und Die Kneipe bildet die Wagnergasse die Jenaer Kneipenszene. Ist hier kein Platz, bestechen die Quergasse No. 1 und die Musikkneipe Alster mit ihrem rustikalen Charme. Und gegen Mitternacht bieten das Kassablanca und der Rosenkeller ihre Tanzflächen an.

Die Freizeit richtig nutzen

Die Freizeit in Jena muss also durchaus keine freie Zeit bleiben. Im Gegenteil gibt es hier vielleicht mehr zu tun als man Zeit hat. Für die überschaubare Stadtfläche gibt es also eine Menge an unterschiedlichen Aktivitäten in Jena. Es lohnt sich also, Jena nicht nur als Zwischenstopp der Karriere zu sehen. Stattdessen empfehle ich Zeit mitzubringen, um die Stadt ins Herz schließen zu können.

Über den Autor

Fabian Schäfer

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