Bewerbung & Interview

Unnützes Wissen im Lebenslauf – da gibts noch mehr

guter Lebenslauf, Quelle: I-vista/pixelio.de
Geschrieben von Gastautor

Heute habe ich mal wieder einen Beitrag aus der Kategorie: Unnützes Wissen im Lebenslauf. Es ist noch gar nicht so lange her, dass Dani hier schon mal eine kleine Liste aufgestellt hat, von Dingen, die man im Lebenslauf nicht braucht. Und heute habe ich einen kleinen Zusatz, der zwar niemandem schadet, wenn man ihn im Lebenslauf erwähnt, aber auch keinen wirklichen Mehrwert bietet.

Ich denke da zuerst an die Thematik Lieblingsfächer. Ich habe vor kurzem tatsächlich eine Bewerbung eines Hochschulabsolventen erhalten, der unter einem Punkt seine Lieblingsfächer aufgelistet hat. Wohl bemerkt, er ist Hochschulabsolvent und mal eben schon seit mindestens 3 Jahren aus der Schule raus. Überflüssige Information also. Für Schüler, die sich für ein Praktikum bewerben, ist das wiederum eine andere Sache.

Ihr seid frisch von der Uni, habt dort eventuell als Hiwi oder ein Praktikum bei einer großen Firma gemacht? Das ist natürlich total gut und gehört unbedingt in den Lebenslauf hinein. Was dort aber eher unwichtig ist, ist die Angabe von Budgetgeldern. Als Praktikant oder Hiwi hat man in der Regel selbst keine Budgetverantwortung, daher ist es für die Bewerbung auch reichlich egal, wieviel da jeweils im Topf war. Also lasst solche Angaben weg und nutzt den Platz lieber für die Ausführung Eurer Tätigkeit. Bewirbt man sich mit mehrjähriger Berufserfahrung für eine Geschäftsführer- oder Managementposition, wo Dinge wie Budgetverantwortung enorm wichtig sind, ist das wieder etwas anderes.

Ich persönlich bin großer Fan von ausgefallenen Hobbys und Interessen und freue mich immer sehr, wenn ich diese auch im Lebenslauf lese. Wenn aber die Angabe von Interessen eher den Anschein von „ich muss unbedingt mein Interesse an der Stelle ausführlich bekunden“ macht, dann kann das schnell zum „nervigen“ Nachteil für den Bewerber ausgehen. Bewirbt ich beispielsweise jemand für eine Stelle, in der SEO als Schwerpunkt genannt ist und er/sie schreibt dann bei Interessen SEO hin, oder gar den gleichen Wortlaut, wie in der Anzeige, dann wirkt das doch eher aufgesetzt und platt. Klar fragt man dann als Personaler nach, was der Bewerber einem damit sagen will, oder wie sich das äußert. Wir unterstellen ja auch niemandem per se böse Absicht.

Für mich (und viele andere auch) wichtig sind Authentizität, Ehrlichkeit, Ausführlichkeit, wo sie angebracht und wichtig ist, und Übersichtlichkeit im Lebenslauf. Spart Euch lieber unnütze Stichpunkte und beschreibt Eure für die Arbeit wichtigen Lebensstationen ausführlicher.

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1 Kommentar

  • Ich denke auch, dass die im Lebenslauf dargestellten Informationen mit dem Ausbildungsgrad abgestimmt werden sollten. Die Angabe von Lieblingsfächern bei der Bewerbung eines Hochschulabsolventen wirkt auch auf mich auf den ersten Blick „komisch“, denn nach einem Studium sollte man eigentlich davon ausgehen können, dass eine Person deutlich interessantere Informationen zu bieten haben sollte. Die angesprochenen Punkte wie Authentizität und Ehrlichkeit halte ich auch für wichtig und denke, dass diese eine gute Möglichkeit sind, sich von anderen Bewerbern abzuheben. Die verlinkte Liste „Unnützes Wissen im Lebenslauf“ finde ich auch sehr gut. Vielleicht erweitert Ihr diese ja in Zukunft noch etwas 🙂

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