Bewerbung & Interview

Punkten beim Vorstellungsgespräch

Vorstellungsgespräch, Quelle: pexels.com
Geschrieben von Anna

So macht man einen guten Eindruck

Das Studium oder die Ausbildung ist gerade beendet, voller Neugier und mit großen Erwartungen wenden sich junge Absolventinnen und Absolventen nun dem Arbeitsmarkt zu. Jetzt heißt es, fleißig Bewerbungen schreiben und die eigenen Fähigkeiten überzeugend präsentieren. Gelingt das in der schriftlichen Performance, wird man zum persönlichen Vorstellungsgespräch eingeladen. Dies wird in der Regel vom Personaler des Unternehmens durchgeführt, bei dem man den freien Job ergattern möchte. Natürlich muss der erste Eindruck tadellos sein, um diesem Ziel ein Stück näher zu kommen. Hier geht es darum, die eigenen Stärken optimal hervorzuheben, sympathisch aufzutreten und ein überzeugendes Gesamtpaket zu präsentieren, das den Personaler für den Bewerber einnimmt. Wie man sich beim Job Interview perfekt präsentiert und einen bleibenden Eindruck hinterlässt, verraten wir im folgenden Artikel.

Wie präsentiere ich mich selbst: Der schmale Grat zwischen Zurückhaltung und Arroganz

Wenn wir einmal ehrlich sind, geht es im Bewerbungsgespräch genau um eines: Glaubhaft zu vermitteln, dass man der beste Bewerber für den Job ist und kein anderer ihn besser machen würde. Natürlich ist es dabei wichtig, die eigenen Stärken und Schlüsselkompetenzen überzeugend darzustellen. Man sollte jedoch darauf achten, nicht zu arrogant aufzutreten. Ist man zu sehr von sich eingenommen, kann das schnell weltfremd rüberkommen. Wie also sieht eine gute Selbstpräsentation aus? Grundlegend zu beachten ist ein gepflegtes Erscheinungsbild. Das umfasst nicht nur saubere Schuhe und angemessene Kleidung (Job Interview ist nicht gleich Job Interview – in einer Bank bewirbt man sich mit anderem Outfit als im Sportgeschäft!), sondern auch einen sorgfältig gestutzten Bart, einen ordentlichen Haarschnitt und einen dezenten Duft, der weder zu auffällig ist, noch den Bewerber muffelig dastehen lässt. Für Damen empfehlen sich weiterhin geschmackvoller Schmuck und einige Accessoires. Dieses gepflegte Erscheinen suggeriert Verantwortungsbewusstsein, Souveränität und Gesundheit – Kernkompetenzen, die Arbeitgeber bei ihren Angestellten schätzen. Neben einem ansprechenden Äußeren trägt auch die Stimme zu einer guten Selbstpräsentation bei. Personaler bemerken Nervosität an zittrigen Sätzen und häufigem Verhaspeln (siehe auch Entspannungstipps). Es kann sinnvoll sein, den Ablauf des Bewerbungsgespräches vorher zu üben. Nicht zuletzt ist es wichtig, auf Fragen vorbereitet zu sein, die der Interviewer stellt. Dafür sollten sich Bewerberinnen und Bewerber über das Jobprofil informieren und auch etwas über das Unternehmen wissen, bei dem sie eine Anstellung suchen.

www.klingel.de

Auch die Vorbereitung zählt!

Wer seine Chancen beim Job Interview erhöhen will, kommt um eine gründliche Vorbereitung nicht herum. Diese investierte Zeit ist aber gut angelegt und kann genauso Erfolg versprechend sein wie ein optimal geschnittenes Kostüm.

  • Der erste Schritt kehrt vor der eigenen Haustür: Seine Profile in den sozialen Netzwerken auf Peinlichkeiten und Unseriöses kontrollieren und gegebenenfalls löschen und anpassen. Potentielle Arbeitgeber informieren sich bei Facebook, XING, LinkedIn, Instagram und Twitter über ihre Bewerber und ein Foto vom letzten Alkoholexzess spricht nicht gerade für Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Im gleichen Zug ist es aber wichtig, trotzdem persönlich zu bleiben. Ein glattgebügeltes Profil wirkt schnell aufgesetzt.
  • Zu wem gehe ich da eigentlich? Den Personaler mit Namen zu kennen ist Pflicht beim Bewerbungsgespräch. Eine persönliche Ansprache ist höflich, engagiert und vermittelt Interesse am Gegenüber. Idealerweise wissen Bewerber beim Vorstellungsgespräch auch über die Laufbahn des Interviewers Bescheid und haben sich im Vorfeld über Vorlieben und Abneigungen informiert, um nicht in ein Fettnäpfchen zu treten. Unangebracht sind dagegen Mitbringsel und Geschenke – diese könnten als Bestechungsversuch gewertet werden und führen fast immer zum Ausschluss aus dem Bewerberkreis. Einzige Ausnahme: Vitamin B hat zum Bewerbungsgespräch geführt. Kenn man den Personaler gut, kann eine kleine Aufmerksamkeit Wunder bewirken.
  • Infos über das Unternehmen: Bewerber müssen nicht die gesamte Konzernhistorie auswendig lernen, aber es ist sinnvoll, sich mit allen Tätigkeitsfeldern des Betriebs auseinanderzusetzen. Dazu gehört natürlich auch das Aufgabengebiet des Jobs, auf den man sich bewirbt.

Folgende Infografik fasst die wichtigsten Tipps für ein Vorstellungsgespräch noch einmal zusammen:
11 Tipps fürs Vorstellungsgespräch
Infografik aus „11 Tipps fürs Vorstellungsgespräch“campusjaeger.de

Assessment Center vs. Vorstellungsgespräch: Die kleinen Unterschiede

Während man bei einem klassischen Vorstellungsgespräch in der Regel vor einem einzigen Interviewer oder einem kleinen Kreis sitzt, hat man sich im Assessment Center einer Vielzahl an Konkurrenten entgegenstehen. Die perfekte Selbstpräsentation unterscheidet sich bei diesen unterschiedlichen Bewerbungsformen indes. Während ein normales Job Interview ein bisschen Zurückhaltung vom Bewerber erfordert, kann im Assessment Center ruhig ein bisschen dicker aufgetragen werden. Denn sonst geht man in der Masse der Bewerber leicht unter. Wichtig ist es in jedem Fall, authentisch aufzutreten und nichts vorzuspielen. Ein überzeugender Auftritt kann nur gelingen, wenn man von seinen Kompetenzen überzeugt ist und keine künstliche Person fingiert. Im Assessment Center werden zur Präsentation häufig Hilfsmittel eingesetzt, mit denen die Bewerber arbeiten sollen. Das können zum Beispiel Flipcharts, Whiteboards oder auch Moderationswände sein, aber auch Aufgaben am Computer sind nicht unüblich. Beliebt sind gemeinsame Diskussionen oder aber sogenannte Rollenspiele, welche zum Beispiel das Konfliktmanagement oder Führungsverhalten auf die Probe stellen sollen. Häufig lassen sich Informationen zur jeweiligen Durchführung im Internet finden. Jedoch können sich die Inhalte regelmäßig ändern. Umso wichtiger ist es, eine entsprechende Präsentation vorab zu üben, um Unsicherheiten zu vermeiden.

Über den Autor

Anna

Anna ist unsere „Frau fürs Schöne“ und verantwortlich für alles rund ums Personalmarketing. Als studierte Kommunikationswissenschaftlerin mit Nebenfach Psychologie kam sie 2013 zu uns ins Team. Seitdem berichtet sie über den Weg vom Berufsanfänger zum "Experten" und schreibt mit Einfühlungsvermögen über die Höhen und Tiefen bei der Jobsuche und im Arbeitsalltag. Im Büro versorgt Hobbyköchin Anna uns mit den neusten Rezepten, flotten Sprüchen und viel guter Laune.

Hinterlassen Sie einen Kommentar