(Neue) Arbeitswelt

Was ist eigentlich Work-Life-Balance?

Viel gepriesen und oft gewünscht – aber was genau ist denn nun diese Work-Life-Balance?

In Stellenanzeigen wird häufig damit geworben, dass die Unternehmen den Mitarbeitern eine ausgewogenen Work-Life-Balance ermöglichen. Aber eigentlich wird genau dieses Gleichgewicht zwischen Freizeit und Arbeit von jedem ganz unterschiedlich interpretiert, oder?

Gemeint ist damit oft, dass sich Überstunden im Rahmen halten – im besten Fall sogar bezahlt oder in Freizeit ausgeglichen. Aber das ist doch recht einseitig. Ich zum Beispiel verstehe unter einer guten Work-Life-Balance, dass ich mich nicht zwischen meinem Kind, das ich eben nicht erst nach 18 Uhr aus der Kita abholen kann, und meiner Arbeit zerreißen muss. Aus diesem Grund ist es mir wichtig, dass ich flexible Arbeitszeiten habe, damit ich selbst entscheiden kann, wann meine Arbeit zu Ende ist und wann meine Freizeit beginnt.

Andere widerum verstehen unter diesem Wort-Konstrukt gar nicht so sehr die strikte Trennung von Arbeit und Leben, sondern vielmehr die Zusammenführung von beidem: Das ist zum Beispiel möglich, wenn die Firma die Teilnahme an Sportkursen oder im Fitnessstudio finanziell unterstützt oder Veranstaltungen organisiert, an denen auch Familienangehörige teilnehmen können.

Wer in größeren Dimensionen denkt, stellt sich unter einer guten Work-Life-Balance eventuell auch die Möglichkeit eines Sabbaticals vor – also die Chance mal einfach für einen längeren Zeitraum vom Job fern zu bleiben.

Die Vorstellungen über eine gute Work-Life-Balance gehen also mitunter sehr weit auseinandern. Stellt sich nun die Frage, warum Unternehmen sich damit schmücken, etwas anzubieten, was ihnen erstmal nur Kosten verursacht, denn schließlich kosten bezahlte Überstunden genauso Geld, wie Sportkurse und neu einzuarbeitende Mitarbeiter. Darüber werde ich mal in einem anderen Blogartikel bloggen.

Mich würde jetzt erstmal interessieren, was Ihr für Euch unter Work-Life-Balance versteht!

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