(Neue) Arbeitswelt

Überlebenstipps fürs Homeoffice

Überlebenstipps fürs Homeoffice
Geschrieben von Marie

Nachdem sich die meisten im Homeoffice gut eingerichtet und ihre eigenen Wege gefunden haben, zu Hause effektiv zu arbeiten, wollen wir euch heute noch ein paar Anregungen mit auf den Weg geben. Wir gehen dabei auf die drei wichtigsten Aspekte ein: den Arbeitsplatz, Strukturen & Routinen und die Kommunikation. Auch wenn perspektivisch viele Arbeitnehmer wieder an ihre Arbeitsstätten zurückkehren werden, wird uns das Konzept der Heimarbeit auch weiterhin begleiten. Schließlich ist dies die beste Möglichkeit für Unternehmen passende Arbeitnehmer zu finden – ortsunabhängig.

Arbeitsplatz

Der wichtigste Aspekt, den man im Homeoffice bedenken sollte, ist der Arbeitsplatz. Schließlich ist das der Ort an dem wir einen Großteil des Tages verbringen.
Zum einen sind natürlich die technischen Voraussetzungen wichtig, die für dein Unternehmen und deine Tätigkeit notwendig sind. Dabei solltet ihr, falls möglich einen zusätzlichen Monitor benutzen. Der Laptop-Monitor allein belastet eure Nackenmuskeln auf Dauer zu einseitig.

Zum anderen sollte die Ergonomie bei der Heimarbeit nicht außer Acht gelassen werden. Am besten geeignet ist natürlich ein rückenfreundlicher Bürostuhl. Achtet darauf, dass die Höhe und Rücken-/Armlehnen flexibel verstellbar sind. In Denkpausen oder auch bei Telefonaten ist Bewegung eine gute Idee; vergesst zudem nicht, ab und an eure Sitzposition zu variieren. Bezüglich der Wahl des Schreibtisches ist es egal ob er rund, eckig oder oval ist. Im besten Falle ist euer Schreibtisch höhenverstellbar, sodass ihr bei Bedarf auch im Stehen arbeiten könnt. Euer Rücken wird es euch danken! Ein guter Arbeitsplatz sollte außerdem ausreichend Licht bieten, bevorzugt natürlich Tageslicht.

Euer Homeoffice auf der Couch oder sogar im Bett einzurichten ist ein absolutes No-Go. Kurzfristig scheint es eine bequeme Lösung zu sein. Auf lange Sicht ist diese Arbeitsposition wenig förderlich und Verspannungen sind vorprogrammiert. Zusätzlich vermeidet ihr so unnötige Ablenkungen (bspw. den Fernseher). Diejenigen unter euch, die ein Arbeitszimmer zur Verfügung haben, dessen Tür man schließen kann und die Arbeit / den Haushalt zumindest räumlich hinter sich lässt, sind klar im Vorteil.

Strukturen & Routinen

Wenn sich die räumliche Trennung zwischen Arbeit und Freizeit bei euch schwierig gestaltet, ist es besonders wichtig eine zeitliche Trennung durch feste Arbeits- und Ruhezeiten festzulegen. Natürlich können diese gegebenenfalls variieren (der Büroalltag hat ja auch variable Komponenten). Auf diese Weise gebt ihr eurem Arbeitsalltag Struktur und könnt euch langfristig besser motivieren. Tagesziele festzulegen oder das Fortführen von Routinen, die ihr schon im Büro etabliert habt (z.B. der Kaffee am Morgen), können euch zusätzlich helfen.

Im stressigen Arbeitsalltag solltet ihr auf keinen Fall vergessen, Pausen zu machen. Die Mittagspause sollte dabei nicht nur vor dem Laptop stattfinden. Im besten Falle blockt ihr euch eine feste Zeit im Kalender und verlasst dann auch euren Arbeitsbereich. Vielleicht könnt ihr bei dieser Gelegenheit gleich noch ein wenig frische Luft schnappen oder zumindest lüften ;).

Falls ihr nicht allein lebt, solltet ihr eure Arbeitszeiten rechtzeitig auch an eure Mitbewohner, oder Familie kommunizieren, damit es nicht zu unnötigen Störungen kommt. Zusätzlich könnt ihr Verhaltensregeln aufstellen, z.B. dass eine geschlossene Zimmertür heißt, dass ihr nicht gestört werden wollt. Bei zu großer Lärmbelästigung helfen euch gegebenenfalls Kopfhörer (am besten mit Geräuschunterdrückung) weiter.

Kommunikation

Wie schon angedeutet, ist Kommunikation in Home-Office-Zeiten essentiell. Dabei geht es in diesem Abschnitt vorrangig um die Kommunikation im Team bzw. mit euren Kollegen und Vorgesetzten. In jedem Fall müssen eure Arbeitszeiten bzw. Zeiten der Erreichbarkeit kommuniziert werden. In den meisten Fällen arbeiten wir ja in der Heimarbeit nicht zu den typischen Bürozeiten und daher ist Transparenz besonders wichtig. Dabei können vielfältige Kommunikationskanäle u. a. Sofort-Nachrichtendienste genutzt werden. Jeder hat hier bestimmte Präferenzen, stimmt dies einfach mit eurem Team oder euren Vorgesetzten ab. Bei akuten Themen ist und bleibt jedoch das Telefonat die beste Art sich auszutauschen. Auf diese Weise können Probleme schnell diskutiert und Missverständnisse verhindert werden.

Wenn Homeoffice bei eurem Arbeitgeber ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur ist, sollten in jedem Falle Möglichkeiten gefunden werden das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Die Gefahr, dass sich Teams entfremden und Frust aufkommt ist sonst sehr groß. Beispiele für virtuelle Treffen wären z.B. gemeinsame Online-Frühstücks- oder Mittagsrunden oder Afterwork-Events wie Online-Escape-Rooms oder Online Bars.

Fazit

Damit sollte den meisten klar sein, dass Homeoffice nicht einfach umgesetzt wird indem man den Laptop aufstellt und losarbeitet. Damit ihr produktiv und langfristig motiviert dabei bleibt, solltet ihr ein paar Faktoren bedenken, die die räumliche, zeitliche als auch soziale Komponente betreffen. Worauf ihr euren Fokus legt und was für euch selbst wichtig und richtig ist, entscheidet ihr selbst. Findet euren eigenen Weg in der Heimarbeit erfolgreich zu sein, denn ihr kennt euch und eure Arbeitsgewohnheiten schließlich am besten.

Über den Autor

Marie

Marie ist seit November 2016 im Team und kümmert sich um alle Themen, die für das Personalmarketing von Interesse sind. Im Blog stellt sie u.a. die neusten Trends aus Marketing und HR vor.