Bewerbung & Interview

Die richtige Kleidung für’s Bewerbungsgespräch

Businessmen_Kleidung
Geschrieben von Angelina

Bekanntermaßen bekommt man für den ersten Eindruck keine zweite Chance. Dies gilt insbesondere für ein Bewerbungsgespräch. Neben der fachlichen und inhaltlichen Vorbereitung sollte auch die Wahl der Kleidung berücksichtigt werden. P.S. Hier gibt es einige Tipps für das Bewerbungsgespräch und die passende Rheotrik bei Bewerbungsgesprächen.

Erst kürzlich kam dieses Thema wieder bei uns im Büro zur Sprache. Daher möchten wir allen, die bei diesem Punkt unsicher sind, hier ein paar Tipps mit an die Hand geben:

Generelle Tipps und Tricks für ordentliche Kleidung beim Vorstellungsgespräch

Generell sollte man bei der Kleiderwahl auf die Branche achten. Je strenger der vorherrschende Dresscode, desto weniger Spielraum herrscht auch beim Vorstellungsgespräch. Bewirbt man sich bei einer Bank oder Versicherung sind Anzug, Hemd und Krawatte bzw. Kostüm/ Hosenanzug und Bluse ein absolutes Muss. Je kreativer der Beruf, desto weniger streng sind auch die Regeln bei der Kleidung. Bei kleineren Unternehmen herrscht oftmals auch ein etwas weniger strenger Dresscode als in großen Konzernen. Die richtige Wahl heißt hier „Business Casual“. Die Position, auf die man sich bewirbt, hat zudem ebenfalls Einfluss auf die Kleiderwahl. Je höher die Position, desto förmlicher gestaltet sich auch der Dresscode.

Als Faustregel fürs Bewerbungsgespräch gilt: eine Stufe schicker kleiden, als man dann später zur Arbeit gehen würde.

Einen guten Hinweis geben hier oftmals Fotos der Mitarbeiter auf den Webseiten der Unternehmen. Sie bieten in Bezug auf die Kleiderordnung eine gute Orientierung. Tragen die Männer dort nur Hose und Hemd, kann die Krawatte auch beim Vorstellungsgespräch zuhause bleiben.

Wenn man dann doch kurz vor dem Gespräch merkt, dass man „overdressed“ ist, kann man die Krawatte zur Not bei einem Besuch auf der Toilette schnell in der Tasche verschwinden lassen sowie das Sakko oder den Blaser ausziehen und über den Arm legen – schon passt alles wieder.

Farbe und Form der richtigen Kleidung für das Bewerbungsgespräch

Auch bei der Farbwahl gilt es ein paar Dinge zu beachten:
Generell sollte man es nicht zu wild treiben. Mehr als drei Farben in Kombination sind nicht empfehlenswert. Auch hier sollte man sich an der Branche orientieren. Je konservativer, desto gedeckter sollten die Farben sein. Klassiker sind neben Schwarz und Weiß ein dunkles Blau oder Grautöne. Es ist aber durchaus möglich mit einem Teil der Kleidung, zum Beispiel der Krawatte oder dem Hemd/der Bluse, ein bisschen Farbe ins Spiel zu bringen. Allerdings solltet ihr auf Tschitscheringrün oder Neonpink lieber verzichten. Bei einem sehr kreativen Beruf darf man gerne auch mal mutiger sein. Aber auch hier bitte nicht völlig ausflippen!

Die allgemeine Passform der Kleidung spielt natürlich auch eine Rolle. Zu schlabberige oder enge Kleidung, sowie die falsche Länge bei Hosenbeinen und Ärmeln lassen euch schnell unprofessionell aussehen.

Körperschmuck und das Gesamtbild

Piercings und Tattoos sind generell ein schwieriges Thema. Darf man sie zeigen, denn sie gehören ja zur eigenen Persönlichkeit dazu? Sollte man sie herausnehmen bzw. verdecken?

Das hängt stark von der Position ab, auf die man sich bewirbt, und natürlich vom zukünftigen Arbeitgeber. Je mehr direkter Kundenkontakt zur Position gehört, desto relevanter ist dieses Thema. Zwei, statt einen Ohrring pro Seite zu haben wird in der Regel bei dezentem Schmuck kein Problem sein. Ein Lippenpiercing wird in einer Bank aber wahrscheinlich das Aus bedeuten.

Neben der Kleidung ergänzen die Frisur und das allgemeine Erscheinungsbild den Gesamteindruck. Ich hoffe, ich muss niemandem erzählen, dass man bitte frisch geduscht und mit gewaschenen Haaren zu einem Bewerbungsgespräch kommt?!? 🙂

 

Die richtige Kleidung für die Frau

Auch hier sollte in erster Linie die Branche, in der man sich bewirbt, beachtet werden. Für die konservativen Branchen sollte es der Hosenanzug oder das Kostüm mit einer schicken Bluse sein. Die Farbwahl sollte eher zurückhaltend und dezent sein. Wenn‘s nicht ganz so streng sein muss, kann man mit einer schicken Hose und einer Bluse auch durchaus punkten.

Man sollte aber immer darauf achten, nicht zu freizügig gekleidet zu sein. Man möchte schließlich mit den eigenen Fähigkeiten überzeugen! Der Rock sollte daher wenigstens knielang sein, das Dekolleté nicht zu viel preisgeben und die High Heels sollten gegen seriösere Schuhe mit niedrigerem Absatz getauscht werden. Wie bereits erwähnt: der Kopf zählt auch zum Outfit. Das schönste Kostüm wirkt nicht gut, wenn die Haare zerzaust und fettig sind 😉

Wichtig ist, dass neben der Kleidung auch die Accessoires nicht vergessen werden sollten. Eine geschmackvolle, aber dezente Kette und eventuell passende Ohrringe sind eine bessere Wahl als die ausgefallene Statement-Kette.

Die richtige Kleidung für den Mann

Im Bereich Banken, Versicherungen und ähnliches empfiehlt sich der Klassiker: ein Anzug in gedeckten Farben, meist in Schwarz, Grau oder in dunklerem Blau, dazu ein gebügeltes Hemd und Krawatte. Die entsprechenden Schuhe sollten natürlich geputzt sein. Beim Schmuck empfiehlt sich eine schicke Armbanduhr und, falls vorhanden, ein Ring, um dezente Akzente zu setzen. Wenn es etwas entspannter sein darf, macht man in einer schönen Chinohose oder einer dunklen, feinen Jeans und einem Hemd eine gute Figur.

Auch für die Herren gilt: bitte die Haare nicht außeracht lassen. Dazu zählt auch der Bart. Viele Herren tragen ihn in unterschiedlichen Variationen, aber auch dieser sollte gepflegt sein. Für alle nicht-Bartträger gilt: bitte frisch rasieren.

Eine wichtige Frage zum Schluss:

Lässt sich die Kleidung fürs Bewerbungsgespräch von der Steuer absetzen?

Alle, die jetzt das große Sparpotential wittern, muss ich an diesem Punkt leider enttäuschen. Die Kleidung fürs Bewerbungsgespräch lässt sich nicht absetzen, auch dann nicht, wenn man sie nur für diesen Zweck gekauft hat.

Berufskleidung lässt sich nur dann von der Steuer absetzen, wenn man sie wirklich nur beruflich und nicht privat nutzen kann. Die Kostüme und Anzüge aus dem Büro lassen sich gut zu eleganten Anlässen tragen, ein Arztkittel oder ähnliches eher weniger …

Über den Autor

Angelina

Angelina ist seit Juni 2017 unsere neue Mitarbeiterin im Recruiting. Sie hat Biologie in Kombination mit BWL studiert und bringt mit ihrem naturwissenschaftlichen Hintergrund frischen Wind ins Bewerberblog-Team.

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