Körper, Geist & Job

Du bist aufgeregt? – So bleibst du
selbstbewusst
– Teil 2 –

selbstbewusst; Quelle: Laura Wällnitz/seidirselbstbewusst.com
Geschrieben von Viktoria

Wer selbstbewusst ist, ist glücklicher und zufriedener. Warum das so ist, habt ihr im ersten Teil dieser Reihe erfahren. Wie wir unser Selbstbewusstsein und unsere Selbstwahrnehmung nun tatsächlich verbessern können, darum soll es heute gehen. Und wir haben uns diesmal Hilfe geholt 😉

Dass Selbstbewusstsein wichtig ist, weiß auch Laura, eine echte Expertin, wenn es darum geht, andere zu mehr Selbstbewusstsein zu ermuntern. Laura ist Trainerin für Selbstbewusstsein und Ausstrahlung. Auf ihrer Website geht es vor allem darum, sich seiner selbst bewusst zu werden. Sie beantwortet uns wichtige Fragen zum Thema und erklärt zuerst einmal was Selbstbewusstsein eigentlich ist:

Laura: Das „echte“ Selbstbewusstsein ist die Grundlage für unser glückliches, erfolgreiches Leben. Es beinhaltet viel mehr als ein guter Redner zu sein oder gut erzählen zu können. Wenn wir echtes Selbstbewusstsein haben, sind wir sicher, was wir wert sind. Wir zweifeln nicht mehr an uns oder dem, was wir machen und sind uns absolut unseren Stärken, Gedanken und Fähigkeiten bewusst. Das können wir anderen Menschen, z.B. im Bewerbungsgespräch oder bei Präsentationen in der Firma zeigen und damit die Anderen zu 100% von uns und unseren Ideen begeistern.

BB: Wie ist das „sich selbst bewusst sein“ genau gemeint und wann kann es uns eine Hilfe sein?

Laura: Es bedeutet, dass du dir, deinen Fähigkeiten, Stärken, Zielen und Gedanken absolut bewusst bist – aber auch deinen Schwächen, Problemen, Ängsten. Dass du insgesamt genau weißt, was dich ausmacht – sowohl die guten als auch die schlechten Dinge. Denn all das gehört zu dir dazu. Wie willst du z.B. andere davon überzeugen, dass du großartige Präsentationen halten kannst, wenn du es selbst nicht bewusst wahrnimmst? Wie willst du den Personalchef davon überzeugen, dass du genau der Richtige für diesen Job bist, wenn du es selbst nicht weißt?“

Im ersten Teil unserer Reihe haben wir uns gefragt, warum unsere Selbstwahrnehmung oft von dem abweicht, wie andere uns sehen. Hier hat Laura einige Tipps parat:

BB: Andere sehen uns oft anders, als wir uns selbst. Wie können wir unsere Wirkung auf andere verbessern?

Laura: Dieser Wechsel von „Wie sehen uns andere und wie sehen wir uns selbst?“ ist ganz normal. Wir bezeichnen das im Coaching sogar als „Selbst- und Fremdbild“. Mein Ziel als Coach ist es (auch), diese beiden Wahrnehmungen anzugleichen.

  1. Der erste Schritt: Du kannst dich z.B. mit dem Handy aufnehmen und ganz spontan etwas erzählen. Das Video siehst du dir dann an und nimmst deine Wirkung ganz bewusst wahr:
      • Was gefällt dir?
      • Wie sprichst du? Schnell, langsam, laut?
      • Wie wirkst du auf DICH?

     

  2. Der zweite Schritt (und schwierigere) ist es, deine Freunde, Kollegen oder Familie zu fragen: Wie wirke ich auf dich?
    Die beiden Wahrnehmungen (deine und die deiner Bekannten) musst du dann vergleichen.

Dieser Vergleich ist wahnsinnig spannend! Danach überlegst du, was du an deiner Wirkung trainieren möchtest. Wenn du zu schnell sprichst – übe, langsamer zu werden. Wenn deine   Körperhaltung sehr schüchtern wirkt – probiere eine aufrechte, selbstbewusste Körperhaltung aus. Wichtig ist, dass du dich damit immernoch absolut wohlfühlst! Das braucht Gewohnheit und Übung, das ist ganz normal. Lass dir Zeit damit, deine Ausstrahlung und dein Selbstbewusstsein zu entwickeln! Deine Erfolge sind dafür umso besser.

 

BB: Was können wir tun, um unser Selbstbewusstsein zu verbessern und diesen Zustand beizubehalten?

Laura: Mach dir jeden Tag bewusst, was deine Fähigkeiten sind. Schreib dir z.B. regelmäßig auf, was du heute/in dieser Woche geschafft hast:

  • Was hast du geleistet?
  • Wem hast du wie helfen können?
  • Was ist dir gut gelungen?
  • Worauf bist du stolz ?
  • In welchen Situationen hast du dich wohl gefühlt, hast du dich selbstbewusst gefühlt?

Mach dir das immer wieder bewusst! Und mach dir damit immer mehr bewusst, was du wert bist, was deine Arbeit und deine Fähigkeiten wert sind.
Meistens leisten wir wirklich gute Arbeit – egal ob wir unsere Kollegen unterstützen oder für den Chef richtig gute Arbeit geliefert haben. Unsere Kollegen und Chefs sind aber oft zu sehr mit ihren eigenen Problemen beschäftigt, um uns wirklich zu sagen, wie gut sie unsere Arbeit fanden. Allein deshalb sollten wir uns immer wieder klarmachen was wir geleistet haben und wie gut wir dabei waren. Sei selbst stolz auf das, was du geleistet hast und mach deinen Erfolg nicht (nur) vom Lob Anderer abhängig.

Einen guten Ratschlag und eine extra Portion Selbstbewusstsein gibt es außerdem für diejenigen, die sich automatisch vom Gegenteil beeinflussen lassen – Negativer Kritik.

BB: Wie können wir es schaffen, uns nicht durch andere verunsichern zu lassen bzw. wie gehen wir am besten mit der Meinung anderer um?

Laura: Das ist in erster Linie eine Sache des Selbstbewusstseins und unserer Einstellung. Wenn du dir WIRKLICH selbst bewusst bist und genau weißt, was du kannst und was deine Fähigkeiten sind, dann werden dich Meinungen, Kommentare oder Kritik anderer nicht mehr belasten. Wichtig ist nur, dass Kritik, Feedback oder Meinungen anderer trotzdem wertvoll sein können. Lerne am besten zu unterscheiden, welche Meinungen wertvoll sind und wie du dich durch sie verbessern kannst.

Für noch mehr Ausstrahlung und eine bessere Wirkung auf andere im nächsten Vorstellungsgespräch hat Laura 3 Schritte zu mehr Ausstrahlung in einem Training zusammengefasst.
Schaut dort unbedingt vorbei…

Über den Autor

Viktoria

Viktoria ist seit September 2015 Praktikantin bei uns. Sie studiert im Bachelor Wirtschaftswissenschaften und Soziologie. Vicki, wie wir sie nennen dürfen, unterstützt uns im Recruiting und im Personalmarketing - und versorgt uns natürlich mit Blogartikeln, in denen sie ihre Sicht der Dinge auf Studium, Informatik und Arbeitswelt schildert.

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