(Neue) Arbeitswelt

Bewerbung im Ausland – ein Erfahrungsbericht

Reisen, Auslandspraktikum Quelle: edar/pixabay.com
Geschrieben von Gastautor

Wie in meinem Artikel über Irland berichtet, ist bereits meine zweite Freundin dabei fleißig eine Bewerbung nach der anderen  unter den irischen Personalern und Recruiter zu verteilen. Nun ist es soweit! Auch sie verlässt Deutschland und mich schon diese Woche und wird das irische Volk aufmischen 😉 Hier erzählt sie etwas von ihren Erfahrungen zum Thema Bewerbung im Ausland und wie sie zu ihrem Job gekommen ist. Ich wünsche ihr alles Gute und ganz viel Erfolg bei ihrer neuen Herausforderung und werde sie natürlich sehr vermissen.

Abschluss in der Tasche, erstmal ein wenig frei machen und dann natürlich schnellstmöglich bewerben. Eine Stelle in einem international agierenden Unternehmen war das erklärte Ziel, die Möglichkeit tatsächlich im Ausland zu arbeiten und zu leben eine Alternative, der gegenüber ich mich nicht verschließen wollte. Gesagt, getan:  Als der schnelle Jobeinstieg nach dem Studienabschluss in Deutschland nicht gelang, fing ich an, mich auf dem irischen Arbeitsmarkt umzuschauen. Der simple Grund für Irland war, dass eine meiner besten Freundinnen bereits in Dublin lebt, ich schon mehrere Male dort war und als Rotschopf doch eigentlich perfekt ins irische Bild passe.

Bewerbung im Ausland – die Unterlagen

Der erste Schritt bestand also darin, meine Bewerbung zu übersetzen und den Standards im Ausland anzupassen. Bereits bei der Übersetzung des Studienabschlusses oder dem Titel der Abschlussarbeit kann das problematisch werden. Das Schul- und Alltagsenglisch, auch wenn es fließend ist, stößt hier schnell an seine Grenzen. Also gut absichern und idealerweise durch einen Muttersprachler korrekturlesen lassen! Gut beraten von besagter Freundin in Dublin habe ich außerdem meinen Lebenslauf etwas ausführlicher gestaltet, als das deutsche Pendant. Das liegt daran, dass der Bewerbungsprozess in Irland etwas unkomplizierter ist und meist nur der Lebenslauf ohne ein Anschreiben verschickt wird. Dieser ist dann also die einzige Basis für die Entscheidung durch Personaler oder Recruiter. Auf ein Foto, Angaben zu Familienstand oder Staatsangehörigkeit kann im Lebenslauf getrost verzichtet werden.

Bewerbung im Ausland – Telefoninterview

Die Reaktionen auf eine Bewerbung im Ausland erfolgten in meinem Fall meist relativ schnell. Häufig war der zweite Schritt ein Telefoninterview mit einem Recruiter, bei dem es um den Lebenslauf, die Berufserfahrungen und für die Stelle relevante Fähigkeiten und Kenntnisse ging. Mehrmals wurde ich aufgefordert doch einen kurzen Überblick zu geben. Wenn man also einen kleinen Vortrag mit den wichtigsten Episoden vorbereitet, kann man die Nervosität etwas senken und einen flüssigen Gesprächsstart schaffen. Außerdem lassen sich auch prima kleine Spicker mit vorformulierten Antworten auf die gängigsten Fragen einsetzen.

Bewerbung im Ausland – face-to-face Interview

Auf ein erfolgreiches Gespräch mit dem Recruiter folgt ein face-to-face Interview mit dem potenziellen Arbeitgeber. Die etwas unkompliziertere Alternative wäre ein Interview über Skype, was inzwischen viele international rekrutierende Firmen nutzen. In meinem Fall musste ich jedoch innerhalb von zwei Tagen Flug, Unterkunft und alles Weitere organisieren und ab ging’s nach England, hier sitzt nämlich die Zentrale des Unternehmens, um das es ging. Die Kosten dafür übernimmt meist der Arbeitgeber oder aber man beantragt eine Rückerstattung beim Arbeitsamt, das auch Vorstellungsgespräche im europäischen Ausland unterstützt.

Hat man diese Hürden gemeistert, kann plötzlich alles sehr schnell gehen und aus „ich will mich der Möglichkeit nicht verschließen“ wird unverhofft „ich muss innerhalb von zwei Wochen meine Zelte in Deutschland abbrechen und auswandern“. Ich kann nur sagen, dass mich der Anruf mit dem Jobangebot erstmal umgehauen hat. Obwohl ich zu keiner Zeit dran gezweifelt habe, es anzunehmen, mischte sich in den ersten Tagen Anspannung und Unruhe zur Freude über die Zusage. Nachdem die ersten organisatorischen Schritte gemacht sind, überwiegt inzwischen eindeutig die Freude auf die Herausforderung und die neuen Erfahrungen!

 

Nützliche Informationen über das Bewerben im Ausland, bzw. worauf man dabei achten sollte, sowie eine brandneue Studie über IT Fachkräftemangel auch im Ausland findet ihr nach den Klicks auf die Artikel. Viel Spaß beim Lesen.

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