Arbeitsrecht

Arbeiten und studieren – das gibt’s beim Nebenjob zu beachten

Quelle: Sebastian Bernhard/pixelio.de
Geschrieben von Gastautor

Es ist heutzutage nicht untypisch, neben dem Studium auch zu arbeiten. Leider ist mit den Intentionen Geld zu verdienen und Berufserfahrung zu sammeln meist auch eine Reihe bürokratischer Angelegenheiten verbunden. Wer könnte besser Auskunft über letztere und Hilfestellung bei deren Bewältigung geben, als ein Portal, welches sich auf Jobs für Studenten spezialisiert hat?! Im heutigen Gastartikel möchten wir deshalb StudentJob die Möglichkeit geben sich vorzustellen und darüber zu informieren, wie man Arbeit und Studium vereinen kann…

Inzwischen arbeiten zwei Drittel der Studenten neben dem Studium. Gründe dafür gibt es viele: schon einmal Berufserfahrung sammeln, Netzwerke knüpfen und nicht zuletzt etwas mehr Geld in der Tasche haben. So schön das Studentenleben ist, man will sich ja doch ab und zu etwas leisten und auch unabhängig von den Eltern sein. Dabei gibt es allerdings einiges zu beachten. Angefangen bei der Wahl des Jobs und der Bewerbung, über die Arbeitsbedingungen hin zu Sozialversicherung und Steuererklärung – wir geben Dir Tipps, damit Du Dich zurechtfindet!

Wer die Wahl hat…

Um zu wissen welcher Nebenjob zu Dir passt, solltest Du Dir über Deine Ziele im Klaren sein. Willst nur viel Geld verdienen, dann ist das Gehalt und eventuell die Provision ausschlaggebend. Möchtest Du neben dem Job möglichst viel Zeit für Dein Studium haben, eignen sich zeitlich flexible Jobs, freie Mitarbeit oder Projektarbeit. Falls Du Deinen Lebenslauf auffüllen und Erfahrungen sammeln willst gibt es zwei Strategien. Entweder wählst du eine Tätigkeit mit starkem Bezug zu Deinem Studienfach, sodass Du Dein theoretisches Wissen in der Praxis anwenden kannst. Oder aber du probierst etwas ganz anderes aus, erweiterst deinen Horizont und gehst hinsichtlich deiner Qualifikation eher in die Breite als in die Tiefe. Wer eine steile Karriere anstrebt oder sich später selbstständig machen will kann versuchen zum Beispiel durch kleinere Projekte die richtigen Leute kennenzulernen und Netzwerke zu knüpfen. Am einfachsten ist es, online in Jobportalen nach Nebenjobs zu suchen.

Überzeuge mit deiner Bewerbung

Hast du dich für einen Nebenjob entschieden, wird es ernst. Auch für weniger qualifizierte Tätigkeiten solltest du dir Mühe geben und deine Unterlagen sorgfältig zusammen stellen, da die Konkurrenz bei guten Jobs oft groß ist. Dabei gelten dieselben Regeln wie für Praktika und Fulltime-Jobs. Versuche nicht nur dein Motivationsschreiben, sondern auch deinen CV an die jeweilige Ausschreibung anzupassen. In den Lebenslauf gehören nur die Erfahrungen, die für die Stelle relevant sind. Auch kleinere Jobs verlangen oft ein Motivationsschreiben. Gerade wenn die Stellenbeschreibung nicht sehr detailliert ist, kann das schwierig sein. Auch wenn Du nur wenig über das Unternehmen und die Ausschreibung weißt, solltest Du immer folgende Fragen beantworten: Warum willst Du gerade diesen Job? Warum bist genau Du perfekt geeignet? Im Internet gibt es außerdem viele weitere Bewerbungstipps.

Kenne deine Rechte

Für Nebenjobs gelten die gleichen Regeln wie für andere Jobs. Auch geringfügige Tätigkeiten und Nebenjobs sind nichts anderes als Teilzeitarbeitsverhältnisse, sie unterscheiden sich nur im Hinblick auf die Sozialversicherungspflicht und die steuerrechtlichen Aspekte. Das heißt zum Beispiel, dass Du ganz regulär Anspruch auf Pausen und Urlaub hast, Feiertage vergütet bekommst und im Krankheitsfall weiterhin bezahlt wirst. Vor allem aber steht Dir für geleistete Überstunden auch ein entsprechender Ausgleich zu. Minijobber sollten hier allerdings darauf achten, dass sie die 450-Euro-Grenze nicht überschreiten. Wer Kindergeld oder BAföG erhält kann gefahrlos einer geringfügigen Tätigkeit oder einem Minijob nachgehen. Falls Dein Gehalt allerdings 450 Euro überschreitet oder Du mehrere Jobs hast, solltest Du Dein Gesamteinkommen im Auge behalten.  Ab einer bestimmten Verdienstgrenze bist Du steuerpflichtig und verlierst eventuell Deine Zuschüsse.

Organisier dich

Okay, du weißt wie Du an deinen Traumjob kommst. Aber wie sollst Du Studium, Job und Privatleben gleichzeitig hinkriegen? Zuerst die schlechte Nachricht: Ja, arbeiten und studieren ist anstrengend. Dir steht weniger Zeit zur Verfügung, deshalb kannst du Seminararbeiten nicht mehr bis zum letzten Moment aufschieben und die Nacht durchmachen. Die gute Nachricht ist, dass du dadurch praktisch gezwungen bist, dich besser zu organisieren. Wir haben ein paar einfache Tipps für Dich:

  1. Bekomme und behalte die Übersicht, indem Du die nächste Woche im Voraus planst und dich von deinem Kalender an wichtige Termine und Deadlines erinnern lässt.
  2. Plane Puffer ein, informiere dich früh über Prüfungen und Abgabetermine und nimm dir rechtzeitig frei.
  3. Setze Prioritäten und erledige das Wichtigste zuerst. Widme dich tage- oder wochenweise bestimmten Aufgaben.
  4. So schwer es auch fällt, verabschiede dich von Zeitfressern. Und last but not least:
  5. Fang einfach an und schieb es nicht auf.

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