(Neue) Arbeitswelt

Praktikum und Vergütung – gehören zusammen, oder nicht?!

Mindestlohn, Quelle: PIX1861/pixabay.com
Geschrieben von Gastautor

Heute lassen wir mal wieder einen Gastautor zu Wort kommen. Das Portal Studentjob.de hat sich mit einer immer wiederkehrenden Frage auseinander gesetzt, die euch bestimmt auch schonmal begegnet ist. „Praktikum und dessen Vergütung“; ein Thema welches jeder bestimmt einmal durchlaufen hat…

Praktika und deren Bezahlung sind seit ein paar Jahren im Fokus der Öffentlichkeit. Spätestens seit „Die Zeit“ im Jahr 2005 den Begriff Generation Praktikum prägte, stehen Praktika immer in einem gewissen Verdacht bloß zur Beschaffung billiger und qualifizierter Arbeitskräfte zu dienen.

Dass manche Praktika noch dazu unbezahlt sind, macht die Einschätzung ihrer Fairness nicht besser. Laut „Spiegel“ verdient der durchschnittliche Praktikant in Deutschland 290 Euro im Monat. In den wenigsten deutschen Städten deckt das mehr als die Warmmiete einer Wohnung oder anderer Unterkunft ab.

Aber wie komme ich denn dann an ein gut bezahltes Praktikum? Nun eine Möglichkeit wäre zu einer Bank oder Unternehmensberatung zu gehen, dort wird fast immer ein vergleichsweise großzügiges Gehalt gezahlt. Aber es studiert nun mal nicht jeder Wirtschaft, und auch WiWis gehen oft bewusst andere Wege in der Karriere.

Das Problem ist, dass anders als zum Beispiel in Frankreich, es in Deutschland nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, Praktika zu bezahlen. So könnt ihr nicht darauf zählen, dass Ihr für eure Mühen auch entlohnt werdet. Hier stellt sich dann die Frage ob ihr lieber zu einer sehr guten Firma geht, nichts verdient und dafür euren Lebenslauf aufpoliert, oder doch eher ein bezahltes Praktikum bei einer weniger prestigereichen Firma macht.

Aber wie viel kann man denn nun konkret erwarten?

Der Durchschnitt wird sehr durch einige unbezahlte Praktika nach unten gezogen. Wenn man denn etwas verdient, sind es in Deutschland meist um die 400-500 Euro. Bei höheren Qualifikationen und der richtigen Branche können es auch über 1000 Euro sein. Es lohnt sich sehr vor der Bewerbung eine gründliche Recherche durchzuführen, denn einige Unternehmen haben Fixgehälter für Praktikanten während bei anderen ein Verhandlungsspielraum einkalkuliert ist.

Besonders hier sollte man sich im Vorfeld gründlich über den eigenen Marktwert informieren, denn eine zu hohe oder zu niedrige Forderung könnte Probleme mit sich bringen. Wenn denn schon eine Gehaltsverhandlung zulassen, dann ist es Unternehmen meist nicht so wichtig, ob sie nun 50 Euro mehr zahlen, während es für den Praktikanten eine Menge Geld ist.

In der Hoffnung auf bessere Konditionen, mag es nun manche Leser ins Ausland ziehen. Aber das bereits erwähnte Mindestgehalt in Frankreich ist eher eine Ausnahme, die meisten Länder bieten ebenso geringfügig bezahlte Praktika an.

Österreich beispielsweise hat auch keine gesetzliche Vorgabe in dieser Richtung. Komplett unbezahlte Praktika sind aber sehr selten. Folglich bietet die Alpenrepublik eine gute Alternative wenn man in Deutschland nicht das Richtige findet.

Im Gegensatz dazu stellen Kanada und die USA jedoch schlechte Destinationen, wenn man als Europäer mehr als Berufserfahrung ernten will. Wenn man hier ein bezahltes Praktikum ergattern möchte sollte man einen längeren Zeitraum einplanen, da Stellen unter 3-4 Monaten in den seltensten Fällen bezahlt werden. Eine Möglichkeit diesem Dilemma zu entgehen, ist ein langes bezahltes Praktikum bei einer auch in US/CA operierenden Firma zu bekommen.

Einige Wochen können dann als „Austausch“ im Ausland absolviert werden. Größere Industrieunternehmen bieten manchmal solche Gelegenheiten an.

Fazit

Abschließend bleibt zu sagen: Informiert euch stets vor dem Beginn eurer Suche nach der perfekten Stelle ausreichend auf Firmenseiten und einschlägigen Blogs/Foren.

Ein weiterer Indikator für ein gutes Praktikum ist das „Fair Company“ Siegel, welches neben anderen wichtigen Richtlinien regelt, dass die Vergütung mindestens 300€ betragen soll. Es lohnt sich also danach Ausschau zu halten um deine Suche noch effizienter zu gestalten.

 

Wenn Ihr euch jetzt frisch informiert auf die Suche begeben wollt, dann schaut doch mal auf www.studentjob.de vorbei. Dort findet ihr euer perfektes Praktikum. Nach der Erstellung eures kostenlosen Profils könnt Ihr auf dieser Seite außerdem noch Nebenjobs, Wochenendjobs und Möglichkeiten zum Karrierestart entdecken

 

 

 

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