Arbeitsrecht

Das Arbeitszeugnis: Schlussformulierung

Ein Beitrag über die Schlussformulierung im Zeugnis? Ja! Einen extra Beitrag hat dieses Thema deshalb verdient, weil die Schlussformulierung eine zentrale Rolle spielt: Dort findet sich das Fazit des Zeugnisses und mancher Personaler liest überhaupt nur den Schlussteil der Zeugnisse.

Klingt die Zusammenfassung nach einer schlechten Bewertung, kann das schonmal dazu führen, dass die Bewerbung erstmal zur Seite gelegt wird. Deshalb ist es wichtig, auf eine gute und inhaltlich wertvolle Schlussformulierung zu achten.

Dort sollte dann idealerweise drinstehen:

– eine Zusammenfassung des Zeugnis (etwa: Frau XY erldigte Ihre Aufgaben jederzeit zu unserer vollsten Zufriedenheit)

– der Grund der Kündigung (Frau XY verlässt unser Unternehmen auf eigenen Wunsch. Leider müssen wir Frau XY betriebsbedingt kündigen.)

– eine Formulierung, die das Bedauern über das Ausscheiden des Mitarbeiters aus dem Unternehmen ausdrückt (Wir bedauern das Ausscheiden von Frau XY aus unserem Unternehmen sehr und verlieren mit Ihr eine hervorragende und geschätzte Mitarbeiterin.)

– Dank für die geleistete Arbeit und gute Wünsche für die private und berufliche Zukunft. (Wir danken Frau XY für die sehr gute Arbeit und wünschen Ihr für Ihre berufliche und persönliche Zukunft alles erdenklich Gute.)

Und hier nochmal eine Übersicht über alle bisherigen Artikel der Arbeitszeugnis-Reihe:

Die Sache mit dem Arbeitszeugnis
Wie lese ich eigentlich: Arbeitszeugnisse
Geheimcode im Arbeitszeugnis – Die Erste
Geheimcode im Arbeitszeugnis – Die Zweite
Geheimcode im Arbeitszeugnis – Die Dritte

Über den Autor

Gastautor

Um unsere Inhalte etwas abwechslungsreicher zu gestalten, lassen wir gern auch andere Autoren zu Wort kommen. Interesse? Einfach Mail mit Themenvorschlag an: presse@towerconsult.de.

2 Kommentare

  • Hallo Nadja,

    bitte überprüfe/ggf. ändere mal in Deinem Beitrag vom 23.03.09 „Arbeitszeugnis. Schlussformulierung“, den letzten folgenden Absatz: – sollte idealerweise stehen: Dank für die geleistete Arbeit und gute Wünsche für die private und berufliche Zukunft. (Wir bedanken uns bei Frau XY für die sehr gute Arbeit und wünschen Ihr für IHre Berufliche und persönliche Zukunft alles erdenklich Gute.)

    In der Checkliste von http://www.arbeitszeugnis.de, viertletzter Punkt, wird die Formulierung …wir bedanken uns… als Note 4 bewertet. Ist mir auch neu und muss ich erst noch checken lassen. Statt dessen sollte es laut obiger Checkliste lauten …wir danken ihm/ihr…. oder …wir danken Frau/Herr…

  • Hallo Frank,
    ich habs ein wenig geändert, danke für den Hinweis. Ich finde allerdings solche extrem kleinen Details und Verschlüsselungen nicht sinnvoll und würde mich darauf auch nie verlassen. Wenn der Arbeitgeber einen wie auch immer formulierten Dank ausspricht, sollte man den schon auch als solchen deuten. Schließlich halten sich die wenigsten Verfasser von Arbeitszeugnissen an irgendwelche Tabellen. Also alles halb so wild. Danke Dir trotzdem.

Hinterlassen Sie einen Kommentar