Ratatouille

Namensänderung nach der Hochzeit

Wenn man erstmal verheiratet ist, geht der Stress erst richtig los… zumindest was den Papierkram für denjenigen, der seinen Namen ändern muss, angeht. Auch heute noch sind davon meistens die Frauen betroffen. So auch ich. Ich trauere meinem Mädchennamen tatsächlich nicht hinterher, aber was jetzt auf mich zukommt, das hätte ich auch nicht erwartet.

Bis letzte Woche war alles auf das Hochzeitsdatum gefixt. Jetzt beginnt das Leben danach. Und ich muss mir Gedanken machen, wo ich überall meinen Namen ändern lassen muss. Personalausweis ist klar, Krankenversicherung, Führerscheinstelle, Finanzamt… Ach stimmt, bei der Bank seinen neuen Namen anzugeben, ist sicher auch nicht verkehrt.  Aber das war ja nur die Spitze des Eisbergs. Das sind sozusagen die Namensänderungen, an die sowieso jeder denkt.

Die Fleißarbeit liegt im Detail: Autoversicherung, Mietvertrag, Strom-/Gasanbieter, GEZ, Lebensversicherung, Haftpflichtversicherung, Arbeits-E-Mail-Adressen, private E-Mail-Adressen, Anmeldungen in diversen Foren und Onlineshops, Zeitungsabos, Kontaktdaten in den E-Mail-Signaturen und auf Homepages. Und das sind nur einige, die mir spontan eingefallen sind.

Dann muss der neue Name ja auch noch in die Welt hinausgetragen werden. Also die Kita muss informiert werden, Kollegen, Kunden und Geschäftspartner sollten von der Namensänderung erfahren. In meinem Job kommt noch dazu, dass mein Namen in sämtlichen Stellenanzeigen geändert werden muss, damit auch die Bewerber meinen neuen Namen kennen.  Wenn das nicht mal eine nette Fleißarbeit ist.

Ein bisschen von alldem ist bei mir schon passiert, aber es wird wohl noch eine Weile dauern bis alle im „Just-Modus“ sind. Ich bin ja selbst noch nicht so weit und ertappe mich dabei, wie ich mir beim Telefonieren mein fein säuberlich geschriebenes Zettelchen zurechtlege, auf dem steht: „Guten Tag, Firma TowerConsult. Sie sprechen mit Daniela Just.“

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4 Kommentare

  • Nur weil Du schreibst „für denjenigen, der seinen Namen ändern muss“: Müssen muss ja keiner – meine Frau und ich haben unsere Namen z.B. behalten 🙂

  • Fabian, da hast du Recht. Wenn jeder seinen Namen behält, hat man natürlich weniger Aufwand. Ich könnte mir aber vorstellen, dass man langfristig häufiger erklären muss, dass man verheiratet ist und warum man sich nicht für einen gemeinsamen Namen entschieden hat. Das ist aber eine andere Diskussion… 😉

  • Hallo Daniela – oder sollte ich lieber sagen – hallo Leidensgenossin, ich befinde mich gerade ebenfalls im Namensänderungs-Vorgang nach der Hochzeit. Dabei freue ich mich vor allem über jede Möglichkeit, meinen Namen online ändern zu können. Denn die Öffnungzeiten der ganzen Ämter/Banken/Versicherungen kollidieren leider mit meinen Arbeitszeiten, sodass sich das alles ganz schön hinzieht *seufz*

  • Entgegen meiner Erwartung ging es total schnell, bis sowohl ich als auch mein Umfeld sich an den neuen Namen gewöhnt hatte. Nur mein Mann hat meine Handynummer auch noch vier Jahre nach der Hochzeit unter meinem Mädchennamen gespeichert…

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