IT & Technik

IT-Recruiting mal anders!

Hosentaschen1Hier findet ihr den Inhalt der rechten Hosentasche sowie der linken und rechten Jackentasche unseres Lieblingsentwicklers.
Zugegeben, es war nach einem langen Arbeitstag und etwas Bier im Spiel war auch. Aus einer Blödellaune heraus philosophierten wir über die Aussagekraft von Hosentascheninhalten. So nach dem Motto: „Zeig mir, was du in deinen Taschen mit dir rumträgst und ich sage dir, wer du bist“.

IT-Recruiting – Der neue Check

Da unser Jens ein wirklich höflicher und netter Mensch ist, hatte ich ein leichtes Spiel. Trotzdem war ich baff über den Inhalt, den er zu Tage hob. Fein säuberlich geordnete Speicherkarten mit Werkzeugen, die er bei Kundenprojekten benötigen könnte. Das ist ein echter Vorzug in der IT-Welt – stellt euch vor, ein Klempner würde sein Werkzeug abends beim Bier aus der Hosentasche holen!
Das kleine Taschenmesser könnte ein Indiz dafür sein, dass man Jens auch bei Hardwareproblemen konsultieren kann. Dann noch zwei USB Sticks, die bei Netzwerk- oder Serverproblemen schnell in Turnschuhlaufwerke umgewandelt sind.

Hosentaschen2Ein sensationeller Fund auch in der linken Jackentasche: zwei Japanisch-Wörterbücher! An dieser Stelle folgte zunächst ein langer, sehr fundierter Fachvortrag über die japanischen Schriftzeichen und deren Bedeutung. Ich erfuhr etwas über ähnliche Schriftzeichen und unterschiedliche Bedeutungen und erinnerte mich an meine frühere Begeisterung für Aikido, eine Kampfsportart, die den Weg zur Einheit von geistiger und körperlicher Energie lehrt. Ich hatte mir damals ein T-Shirt mit dem Schriftzug selbst bemalt. 😉 Die Zuhörer konnten unsere Begeisterung nicht so richtig nachvollziehen und das Thema wurde etwas flapsig mit einer Bemerkung eines Kollegen unterbrochen: „Ich garantiere euch, eine Nacht mit Jens im Hotelzimmer und ihr sprecht Japanisch!“ Großer Lacher!

Hosentaschen3Warum nun in der anderen Jackentasche ein Englischwörterbuch und Salmiakpastillen waren, kann ich nur erraten. Vielleicht um bei amerikanischen Kunden mit einer Handvoll Pastillen die wirklich unverständliche Intonation hinzubekommen?!?

IT-Recruiting – Die Konsequenz

Am nächsten Tag diskutierten wir im Büro, ob wir künftig bei Bewerbungsgesprächen die Bewerber bitten sollten den Inhalt Ihrer Taschen preis zu geben und wie es uns helfen könnte, die Person besser kennenzulernen. Nach längerem Nachdenken wählten wir das aber ab, da wir begannen uns peinliche Situationen auszumalen…
Bei mir klingt der erfrischende Kontakt mit der japanischen Kultur doch noch etwas nach. Mir ist mal wieder klargeworden, welch große Bereicherung die Begegnung mit Menschen ist und was man alles lernen kann. Ich liebe meinen Job! Vielleicht etwas sehr metaphysisch, aber wie gesagt, es klingt eben…

Hattet ihr denn schon einmal Begegnungen mit Bewerbern, die besonders waren und euch nachhaltig beeinflusst haben?

Über den Autor

Ina

Ina ist Personalerin mit Leib und Seele und war von Juni 2012 bis Mai 2015 unsere Frau an der “Front”. Sie hat bereits in der Personalentwicklung, als Headhunter und als Personalleiterin gearbeitet. Heute ist sie auch in Sachen systemische Beratung unterwegs, coacht und begleitet Fach- und Führungskräfte. Ina hat viel erlebt, was im Personalwesen passieren kann und ist gespannt auf das, was sie noch nicht erlebt hat. Über ihre Erfahrungen berichtete sie auch hier auf dem Bewerberblog.

1 Kommentar

  • Völlig klar, den Mann kann man ohne lange Interviews und Referenzen aus dem Stand einstellen.
    Und wer nebenbei ein bisschen Japanisch lernt, für den sind beliebige Programmiersprachen nur nette Tools die man sich halt aneignet wenn sie gebraucht werden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar