Ratatouille

Vorsätze 2015 – nicht mit mir!

Quelle: Andreas Hermsdorf/pixelio.de
Geschrieben von Anna

Prost Neujahr! Knallende Korken, Sekt, Gelächter, Feuerwerk. Ein Jahr ist zu Ende gegangen und ein neues beginnt. Eigentlich liegen bei vielen nicht mehr als anderthalb Wochen zwischen dem letzten und dem ersten Tag im Büro. Und wenn man es ganz genau nimmt, liegt auch zwischen 2014 und 2015 nur eine Nacht. Trotzdem soll alles anders werden. Wer Mitte Dezember noch erschöpft und vom Winterblues gepackt, versuchte, sich die letzten Tage in den Weihnachtsurlaub zu schleppen, ist in der ersten Januarwoche plötzlich voller Elan und motiviert, 2015 aber auch wirklich alle Vorsätze umzusetzen (und nicht Mitte Februar schon wieder zu verwerfen). V-O-R-S-Ä-T-Z-E – warum schreit plötzlich alles nach ihnen?

Warum machen wir Vorsätze?

Wir alle streben nach Verbesserung. Zumindest in den Dingen, die aus unserer Sicht nicht so laufen, wie sie es sollten. Wir alle haben Laster. (Sorry an alle, für die das nicht gilt. Lest einfach erst ab dem nächsten Absatz weiter.) Egal ob es die Vorliebe für ungesundes Essen ist, der Häufige Griff zur Zigarette oder der riesige Schweinehund, der sich Woche für Woche in die Haustür stellt, wenn man eigentlich auf dem Weg zum Fitnessstudio ist. Irgendwas möchte (fast) jeder verändern. Die Jahreswende bietet, sicher auch weil man hier Urlaub hat und Zeit mit nahestehenden Menschen verbringt, einen guten Zeitpunkt alles zu reflektieren. Und dabei eben auch Vorsätze zu machen. Die Zeitspanne ist schon optimal, hat man doch 365 Tage sich zu bessern…

Aber warum können wir Vorsätze nicht einhalten?

Problem vieler Vorsätze ist, dass sie zu unkonkret oder zu radikal sind. Tja, das menschliche Gehirn ist komplex. Mehr Geld verdienen zu wollen, ist nicht verkehrt. Nur so ausgesprochen aber kaum zu erreichen. Von heute auf morgen eine Qualifikation zu erwerben, wie z.B. eine Fremdsprache, ist zum Scheitern verurteilt – genauso wie das Rauchen aufzugeben oder plötzlich 10 Kilo abzunehmen. Je mehr man sich etwas verbietet, desto mehr will es das Gehirn (weiß jeder, der schon mal eine Diät gemacht hat). Je mehr man sich zu etwas zwingt, desto unbeliebter wird es einem.

In kleinen Schritten zum Ziel und das mit einem Plan, nur so kann es gelingen. Ein Beispiel: Ich möchte mehr Geld, weil ich x, y, z übernommen habe und Erfolg a) und b) vorweisen kann. Ein guter Zeitpunkt für das Gespräch mit dem Chef ist im Januar/im Frühjahr/im Sommer, weil das und das. Analog gilt das auch für die Aneignung von Wissen. WAS möchte ich mir WIE, bis WANN beibringen, WELCHE Mittel benötige ich dafür, WER kann mir dabei helfen, WAS bringt es dem Unternehmen/mir. Dingen einen Namen zu geben, macht sie greifbarer. Was aufgeschrieben ist, kann abgehakt werden. Ach ihr wisst schon, was ich meine…

Meine Vorsätze für 2015 – sind gestrichen

Ich habe mir keine Vorsätze für 2015 gemacht. Nicht, weil ich es nie schaffe diese einzuhalten oder keine Verbesserungsmöglichkeiten sehe. Auch habe ich davon abgesehen, für euch Leser „gute“ Vorsätze zu benennen, wie es sich für uns als Karriereportal vielleicht gehören würde. Ich möchte das Jahr 2015 nehmen, wie es kommt. Offen sein für alle Neuerungen, mutig genug sein, sich ergebende Chancen zu nutzen und stark genug sein, die für mich richtigen auszuwählen. Ja ja, ich packe die Räucherstäbchen gleich wieder ein. 😉 Wenn ihr also auch keine Vorsätze habt, lasst euch nicht verunsichern. Das Bestreben, immer auch Erkenntnisse aus Fehlern und Tiefschlägen mitzunehmen und dabei offen für die eigene Umwelt zu sein, ist auch eine Einstellung, 2015 anzugehen. Nichts ist schlimmer, als durch eine Vorsätze erfüllende „Selbstgeißelung“ den Blick für die schönen und wichtigen Dinge zu verlieren.

Also geht los, raucht, sagt den Termin im Fitti ab und esst Kohlehydrate – 2015 wird wie es werden soll, egal was Lungen und Waagen sagen, Hauptsache ihr fühlt euch bereit dazu, es anzugehen!

Über den Autor

Anna

Anna, unsere „Frau fürs Schöne“, war bis November 2016 verantwortlich für alles rund ums Personalmarketing. Als studierte Kommunikationswissenschaftlerin mit Nebenfach Psychologie kam sie 2013 zu uns ins Team. Seitdem berichtete sie über den Weg vom Berufsanfänger zum "Experten" und schrieb mit Einfühlungsvermögen über die Höhen und Tiefen bei der Jobsuche und im Arbeitsalltag. Im Büro versorgte Hobbyköchin Anna uns mit den neusten Rezepten, flotten Sprüchen und viel guter Laune.

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