Bewerbung & Interview

„Eigentlich will ich gar nicht hier arbeiten…

… Mein jetziger Job gefällt mir super und auch auch die Kollegen sind nett. Und ich weiß auch gar nicht so genau, ob das Jobangebot hier so richtig zu mir passt.“

Tatsächlich waren das die ersten Worte eines Bewerbers, der zu einem Vorstellungsgespräch gekommen war. Zum Hintergrund: Der Kandidat wollte seinen jetzigen Job aufgeben, weil er dort nicht genug verdient hat und viele Dienstreisen zu absolvieren hatte. Ansonsten war alles prima bei seinem jetzigen Arbeitgeber: Die Aufgaben machten Spaß, der Kontakt untereinander war gut – kurz: Der Kandidat fühlte sich sehr wohl dort.

Das macht einen Jobwechsel nicht besonders einfach für den Jobsuchenden. Denn eigentlich geht man nur schweren Herzens und eigentlich will man auch gar nicht so richtig weg. Und dennoch gibt es diese Störfaktoren, die immer wieder aufflackern und einen dann doch dazu bewegen, einen Lebenslauf und ein Anschreiben zu verfassen und wegzuschicken. Wenn man diesen Schritt tatsächlich gegangen ist, muss man sich auch über die Konsequenzen bewusst werden – es kann sogar soweit kommen, dass man zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird.

Man muss sich also schon vor der ersten Bewerbung darüber im Klaren sein, dass man jetzt den Stein ins Rollen bringt und sich somit für den Bewerbermarkt öffnet. Wenn man dafür nicht bereit ist, sollte man sich auch nicht bewerben. Man muss vorher abwägen, ob man die Nachteile bei seinem jetzigen Arbeitgeber nicht doch in Kauf nimmt. Wenn dem nicht so ist, muss man auch mit allen Konsequenzen leben.

Und dazu gehört auch, sich auf einen neuen Job einzustellen. Den von vornherein abzulehnen, ist keine gute Ausgangssituation – für den Bewerber nicht und für den neuen Arbeitgeber auch nicht. In meinem Fall war das Gespräch dann erwartungsgemäß sehr schnell beendet, denn das Interesse war ja von beiden Seiten erloschen.

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