(Neue) Arbeitswelt

Office-Less-Companies – Traum oder Albtraum?

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Geschrieben von Gastautor

Die digitalen Netzwerkmedien machen es möglich – zumindest theoretisch. Auf dem Papier wäre es machbar, dass sich Unternehmen so weit dezentralisieren, dass gar keine Büroräume mehr von Nöten wären. (Zumindest in Branchen der Wissensarbeit). Dank Skype, Dropbox und Co. ist es schließlich machbar über geografische Grenzen hinweg zu kommunizieren.

Ich klammere die ökonomische Effizienz für die Unternehmen einfach mal aus und betrachte diese Entwicklung nur aus der Perspektive eines „ganz normalen“ Mitarbeiters. Die Frage dabei ist: Wollen wir das?

Zugegeben nervt es sich bei Schneeregen auf den Weg zur Arbeit zu machen oder auf dem Nachhauseweg  den Zug zu verpassen, aber wären wir deswegen bereit auf das tägliche Zusammentreffen mit den Kollegen zu verzichten?

Wenn man bedenkt, dass wir unsere Mitarbeiter tendenziell häufiger und länger sehen als unsere Freunde und Familie würde das zur Folge haben, dass uns ein großer Teil unserer sozialen Kontakte  wegbricht. Kein Plausch in der Küche, keine gemeinsame Pause, kein Witz zwischendurch.

So gerne ich es mir manchmal wünschen würde den einen oder anderen Arbeitstag im Home-Office zu verbringen, so wenig kann ich es mir vorstellen immer alleine zu arbeiten und mein Team nur zu besonders wichtigen Meetings per Skype-Konferenz auf dem Bildschirm zu sehen. Das Miteinander würde mir persönlich sehr fehlen. Aber es gibt ja auch Möglichkeiten dazwischen: (Co-)Working-Spaces beispielsweise bringen außer der Möglichkeit des Wissensaustauschs auch den wunderbaren Nebeneffekt auf andere Menschen zu treffen und wiederum Kontakte zu knüpfen.

Wie seht Ihr das? Könnt Ihr Euch vorstellen auf das Büro zu verzichten? Oder tut Ihr es vielleicht sogar schon?

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1 Kommentar

  • Nach mehr als 8 Jahren in Büros verschiedenster Größe (Einzel-, Doppel-, Team- und auch Großraumbüros) werde ich es jetzt mal mit einem Co-Working Bereich versuchen. Ich steige in ein Startup mit ein, wo wir keine eigenen Räumlichkeiten haben werden, weil sie einfach zu einem großen Teil ungenutz wären. Darum haben wir uns darauf geeinigt, statt Home-Office einen Co-Working Space eines gemeinsamen Freundes zu nutzen. Bringt einfach viele Vorteile: Wir haben wenig Infrastruktur-Investitionen, wenn wir mal Plätze brauchen, sind sie immer vorhanden, es gibt auch Besprechungsräume … Außerdem könnte ich es mir persönlich nicht vorstellen, auf Dauer den ganzen Tag alleine im Home-Office zu sitzen. Auch wenn man vielleicht mit den anderen „Mietern“ der Arbeitsplätze natürlich nicht so viel zu tun hat, und auch jeder seine Arbeit hat, ergibt sich trotzdem zwischendurch immer wieder zumindest mal die Gelegenheit, bei einem Kaffee kurz zu plaudern.

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