IT & Technik

Ick hasse Computer

Quelle: berggeist007/pixelio.de
Geschrieben von Anna

Zu Besuch auf einer IT- Jobmesse

Letzte Woche war ich das erste Mal im Namen der TowerConsult auf einer Messe. Da wir unseren Schwerpunkt bekanntlich auf die IT-Branche gelegt haben, klang die IT Job- und Berufswahlmesse des Berufsförderungsdienstes der Bundeswehr (BFD) sehr vielversprechend.

Ich selbst war vorher voller Vorfreude. Messetage sind einfach eine schöne Abwechslung. Man lernt neue Leute kennen, die man vielleicht vermitteln kann und dann quasi von Anfang an dabei war, aber auch andere Firmen und deren Personaler – Stichwort Networking. Schreibt es meinem Alter zu, ich finde das alles sehr aufregend. :)

Da die Messe in Koblenz stattfinden sollte, mussten wir etwas langfristiger Planen – Auto und Hotelzimmer mussten organisiert, der 2-tägige Aufenthalt mit anderen Terminen abgestimmt werden. Letztlich alles kein Problem, am Telefon klangen sowohl Hotelmitarbeiter als auch die Verantwortlichen der Bundewehr sehr nett.

Nun waren wir also vor Ort, alles war aufgebaut und wir erwarteten die ersten Besucher. Vielleicht sollte ich erwähnen, beim Zusammentreffen mit Fachleuten befürchte ich immer etwas blöd dazustehen. Ich versuche zwar, mich in verschiedene IT-Themen, Programmierungssprachen und Prozesse einzuarbeiten, da ich nicht vom Fach bin, fehlt aber mir bei manchen Dingen einfach der Durchblick. Warum ich das hier schreibe? Diese Unsicherheit wurde mir am besagten Messetag zeitig genommen.

Eine Soldatin kam an unseren Stand mit den Worten: „Ick lese da en schlimmet Wort“. Geli und ich gucken uns an, eigentlich sind die Schlagworte auf unseren Bannern doch jugendfrei, oder nicht? „Ee-Kommerz“. E-Commerce?! Kurzes Unverständnis. „Eigentlich hasse ick Computer!“ Ach so, na dann ist das ja die richtige Messe um sich zu informieren. Generell ist das eigentlich eine gute Einstellung, wo doch heutzutage fast nichts mit Computern gemacht wird.

Und es geht noch weiter. Mir liegt der Bewerberblog sehr am Herzen. Ihr konntet gestern den Abschied seiner Ideengeberin lesen. Ich möchte ihn gern in ihrem Sinne weiterführen, aber natürlich auch zeigen, dass ich das genauso gut kann. Also habe ich alle Standbesucher auf den Blog aufmerksam gemacht und unser „Checkheft für deine Bewerbung“ verteilt – schließlich müssen sich die Besucher früher oder später bewerben und freuen sich über eine kleine Unterstützung dabei, so dachte ich. Darauf sagt mir doch einer, dass er das nicht braucht. „Ich schreib da immer was zusammen und das ist dann ganz gut. Das Ding brauche ich nicht“. Ich würde lügen, wenn ich schreibe, dass mich das nicht getroffen hätte…

Insgesamt war der Messeaufenthalt für mich sehr schön. Teilweise vielleicht etwas belustigend und überraschend, aber in erster Linie schön. Gezeigt hat es mir mal wieder, wie unterschiedlich Menschen sind und vor allem wie unterschiedlich ernst sie an eine Bewerbung gehen. Es zeigt Einsatzbereitschaft, wenn man zu Messen fährt und sich bei den Mitarbeitern über die Unternehmen informiert. Das Auftreten vor Ort sollte aber auch etwas durchdacht werden. An Ständen von Amazon (dieses Mal neben uns) kommen Sätze wie „Na, Päckchen schon gepackt“ so gut an wie „Ich hasse Computer“ bei uns. Man spricht an solchen Tagen zwar immer mit vielen Leuten auf einmal, das Gesichtergedächtnis eines Personalers (und ich spreche jetzt nicht von mir, schließlich bin ich eine Marketingtante) solltet ihr jedoch nie unterschätzen. Ehrlich, das meine ich sehr ernst!

 

Zum Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD)

Der BFD ist ein ziviler Teil der Bundeswehr, der Zeitsoldaten auf ihren Austritt aus der Bundeswehr und den Einstieg in den Arbeitsmarkt vorbereitet. Neben Fördermitteln erhalten die SoldatInnen am Ende ihrer 2 – 12 jährigen Dienstzeit Beratung und Unterstützung in Fragen zu Berufs- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Über den Autor

Anna

Anna, unsere „Frau fürs Schöne“, war bis November 2016 verantwortlich für alles rund ums Personalmarketing. Als studierte Kommunikationswissenschaftlerin mit Nebenfach Psychologie kam sie 2013 zu uns ins Team. Seitdem berichtete sie über den Weg vom Berufsanfänger zum "Experten" und schrieb mit Einfühlungsvermögen über die Höhen und Tiefen bei der Jobsuche und im Arbeitsalltag. Im Büro versorgte Hobbyköchin Anna uns mit den neusten Rezepten, flotten Sprüchen und viel guter Laune.

1 Kommentar

  • Ich arbeite seit 25 Jahren mit/an Computern, seit 20 Jahren hauptberuflich. Und ich zocke schon seit 30 Jahren am PC, aber auch ich kann aus Überzeugung sagen: „Ich hasse Computer!“
    Man muss Computer nicht mögen um mit ihnen arbeiten zu können, man muss sie nur kennen. Frei nach dem Motto: „Know your enemy!“.

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