Bewerbung & Interview

Sommerloch – berühmt berüchtigt, aber vorteilhaft für Bewerber

Quelle: CIS/pixelio.de
Geschrieben von Anna

Es ist ungewohnt still auf der Büroetage, die Schlangen an der Mikrowelle oder am Fahrstuhl sind kurz bzw. gar nicht zu finden, die Büros sind fast leer. Es ist Sommer- (Überraschung) und damit Urlaubszeit. Bei dieser geringen Besetzung wundert es nicht, dass die Mär vom Sommerloch entstand. Es heißt, in den Sommermonaten gehen die Uhren langsamer, man sollte nicht zu viel erwarten und die Dagebliebenen kämpfen mit Langeweile. Vor allem Bewerber hätten es schwer… Stimmt nicht. Nur weil weniger Personal da ist, heißt das nicht, dass gar nichts passiert.

Das Märchen vom Stillstand

Ok, wir wollen realistisch bleiben. Es kann vielleicht etwas länger dauern, bis eine Antwort, z.B. zum Bewerbungseingang, kommt und wichtige Gespräche können nicht von heute auf morgen geführt werden, wenn Verantwortliche nicht da sind. Das ist auch bei uns so. Dass jedoch nichts passiert, kann man auch nicht behaupten. Es gibt sowas das heißt Urlaubsplan, das hilft dabei, dass der Chef nicht alleine sitzen muss. 😉 Zeitpuffer sollte man als Bewerber einbauen und die Erwartungen vielleicht etwas zurückschrauben. Wer realistisch denkt, verliert die Motivation auch nicht, wenn eine Antwort etwas auf sich warten lässt. Viele Unternehmen starten vor dem Sommer auch noch mal richtig durch, schreiben Stellen aus, um nach der Urlaubszeit mit Gesprächen bzw. bald neuen Projekten beginnen zu können. Das Ende der ersten Jahreshälfte ist für einige Unternehmen auch Anlass, Soll- und Ist-Stand abzugleichen und strategische Vorhaben zu planen. Die Augen von Jobsuchenden sollten also dennoch offen bleiben.

Die Zeit nutzen

Während andere am Strand oder im heimischen Freibad die Sonne genießen, sollte man aktiv werden. Vielleicht trifft z.B. eine Initiativbewerbung den Kern strategischer Neuüberlegungen eines Unternehmens. Die Augen nach Kursen zur Erweiterung des eigenen Wissens offenzuhalten, ist auch ratsam. Viele Bildungseinrichtungen bieten in den Sommermonaten Kompaktkurse an. So erlangt man neue Qualifikationen und verzweifelt nicht beim Warten auf Antworten. Eine weitere Möglichkeit aktiv zu werden und dabei gleichzeitig zu lernen, ist ein eigener Blog. Je nach Berufszweig zum eigenen Hobby oder Beruf, kann ein solcher den eigenen Schreibstil und auch die Herangehensweise an Projekte aufzeigen. Ist man im IT-Bereich tätig, kann man hierüber auch eigene Fähigkeiten mit konkreten Beispielen zeigen. Gut präsentieren sollte man außerdem die eigene Person. Die freie Zeit eignet sich sehr gut dazu, Xing-Profil und Co auf den neusten Stand zu bringen. Auch an das eigene Wohlbefinden gilt es zu denken. Wer arbeitslos und jobsuchend ist, sollte immer auch versuchen, sich etwas Gutes zu tun. Ausschlafen, sich etwas gönnen etc. – es soll nicht überhand nehmen, aber die stressige Einfindungsphase im neuen Job kommt bestimmt.

Ich schreibe jetzt weiter an meiner Urlaubsvertretung, dass die Dinge in meiner Abwesenheit ihren gewohnten Gang gehen. :)

Über den Autor

Anna

Anna ist unsere „Frau fürs Schöne“ und war bis November 2016 verantwortlich für alles rund ums Personalmarketing. Als studierte Kommunikationswissenschaftlerin mit Nebenfach Psychologie kam sie 2013 zu uns ins Team. Seitdem berichtete sie über den Weg vom Berufsanfänger zum "Experten" und schrieb mit Einfühlungsvermögen über die Höhen und Tiefen bei der Jobsuche und im Arbeitsalltag. Im Büro versorgte Hobbyköchin Anna uns mit den neusten Rezepten, flotten Sprüchen und viel guter Laune.

1 Kommentar

  • Das ist eine gute Beobachtung. Eine Bewerbung im sogenannten Sommerloch kann Vor- und Nachteile haben. Das kommt auf das Zielunternehmen und dessen derzeitigen, geschäftlichen Status an. Gerade in diesem Zeitraum wird vielen Betrieben jedoch bewusst, wie wichtig es ist, mit ausreichenden Optionen im Personalbereich aufwarten zu können. Ein toller Beitrag!

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