Bewerbung & Interview

Gründe für den Jobwechsel

Ein Jobwechsel ist schon eine kleine Zäsur im Leben… zumindest wäre er das für mich. Ich bin kein Mensch, der ständig die allerneuste Herausforderung durch Wechselmotivation sucht und durch die ganze Welt jetten will, um ständig den nächstbesseren Job zu jagen. Umso mehr frage ich mich, welche Gründe Menschen haben, wenn sie sich für einen Jobwechsel entscheiden.

An dieser Stelle muss ich vielleicht etwas zurückrudern, wenn ich sage „… für einen Jobwechsel entscheiden“. Denn viele haben diese Entscheidungsfreiheit für ihre Wechselmotivation ja eigentlich nicht wirklich…

Jobwechsel wegen Kündigung von Seiten des Arbeitgebers

Genau das meinte ich mit Entscheidungsfreiheit – Im Falle einer Kündigung wird man mehr oder weniger höflich dazu gezwungen sich einen neuen Job zu suchen. Die Gründe für eine Kündigung sind vielfältig, oftmals lässt die wirtschaftliche Lage des Unternehmens keine andere Möglichkeit mehr zu, als Mitarbeiter zu entlassen.

Jobwechsel wegen fachlicher Weiterentwicklung oder Neuorientierung

Wenn einem der aktuelle Job zu langweilig ist oder einem keinen Spaß mehr bereitet, dann kommt ein Jobwechsel gerade richtig. Von der Wechselmotivation zum tatsächlichen Schritt dazu sollte aber gut durchdacht sein, schließlich ist das Ziel ein neuer Job und nicht die Arbeitslosigkeit. Man sollte sich Fragen stellen, was einem am jetzigen Job nicht gefällt, was am nächsten besser sein soll. Wenn man sich umorientiert, ist es wichtig zu wissen, was genau man eigentlich neues tun will und wie man an das Wissen kommt – reicht es sich mit Büchern und Youtube-Videos zu informieren oder muss man vielleicht sogar ein neues Studium anschließen.

Jobwechsel aus Mobbing-Gründen

Das ist wirklich ein schlimmer Grund für einen Jobwechsel. Wenn man sich nicht mehr in seinem Job wohlfühlt, weil Kollegen oder sogar Vorgesetzte einen unter Druck setzen, ausgrenzen und mit böswilligen Mobbing-Attacken in die Ecke treiben, muss man die Reißleine ziehen. Denn die Folgen können richtig gemein werden und krank machen. Zwar hat solch ein Jobwechsel auch den faden Beigeschmack sich nicht zu wehren, sondern die Flucht anzutreten – aber lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Jobwechsel aus privaten Gründen

Manchmal muss man den alten Job auch wegen familiärer Gründe aufgeben. Da kann es sein, dass der Partner einen Job in einer anderen Stadt annimmt. Man kann dann überlegen, ob pendeln eine Alternative ist oder ob es sinnvoller ist, dem Partner in die neue Stadt zu folgen. Oder aber die Pflege und Betreuung eines Familienmitgliedes nimmt soviel Zeit ein, dass für den momentan Job keine Zeit ist. Und natürlich können auch Dinge wie Unfälle, Trauerfälle und Krankheiten dazu führen, dass man sich für einen Jobwechsel entscheidet.

Was auch immer die Gründe sind, ein Jobwechsel ist ein Schritt in einen neuen Lebensabschnitt. Das klingt etwas pathetisch. Aber wenn man es sich genau überlegt, ist es das ja auch: Man hat neue Aufgaben, neue Kollegen und ist somit neuen Eindrücken konfrontiert. Jemand, der jetzt nicht so gut mit Veränderungen umgehen kann und eine lange Eingewöhnung benötigt, kann da durchaus so seine Schwierigkeiten haben. Man sollte sich also gut überlegen, ob die Wechselmotive wirklich wert sind, was man wofür aufgibt – auch wenn die Zukunft schwer vorhersehbar ist.

Welche Gründe hattet Ihr denn, die Euch zum Jobwechsel bewogen haben? Was war eure Wechselmotivation? Ist es Euch schwer gefallen? Habt Ihr die Wechselmotive oder den Jobwechsel vielleicht sogar bereut?

Bildquelle: Rainer Sturm/ pixelio.de

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1 Kommentar

  • Ich vermisse hier den Jobwechsel aus Gehaltsgruenden. Wenn man jahrelang in einem Job steckt und irgendwann das Gefuehl bekommt, dass man eigentlich doch mehr wert ist, als am Ende des Monats auf dem Gehaltszettel steht. Natuerlich gibt es immer die Moeglichkeit, mit dem Chef um die Gehaltserhoehung zu pokern, aber es gibt eben auch Faelle in denen das aus unterschiedlichsten Gruenden nicht klappt.

    Ebenso vermisse ich die Abgrenzung zum Jobwechsel wegen besserer Karrierechancen/beruflicher Weiterentwicklung. Das ist mMn ein grosser Unterschied, ob meine Karriere im aktuellen Unternehmen zum Stillstand gekommen ist oder ob mir langweilig ist, wie bei der fachlichen Weiterentwicklung.

    Vielleicht kann man das auch mit aufnehmen.

    LG Moni

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