Bewerbung & Interview

Wie formuliere ich mein Anschreiben? – Klappe, die Vierte!

Hilfe, mein Lebenslauf! Und meine Zeugnisse…!!! Brüche, Fehlentscheidungen, häufige Wechsel, längere Auszeiten… Einige haben nun einmal nicht den klassischen geraden Berufs-und Lebensweg eingeschlagen, sondern sind quasi Zickzack gelaufen. Das sieht auf den ersten Blick bei der Bewerbung nicht besonders schön aus, umso wichtiger ist dann ein gut überlegtes Anschreiben, denn der Zickzack-Kurs muss automatisch ein schlechter Kurs gewesen sein!

Das Anschreiben dient dabei nicht als Rechtfertigungspamphlet, in dem steht, dass es das Leben nicht gut mit einem gemeint hat und man das Opfer vieler Unwägbarkeiten war. Vielmehr sollte man sachlich und ehrlich begründen, warum man zum Beispiel dreimal in kurzer Zeit das Unternehmen gewechselt hat. Sind menschliche Differenzen der Grund dafür, sollte man sich hier, wie übrigens auch im Bewerbungsgespräch, davor hüten, über Mitarbeiter und Vorgesetzte zu lamentieren. Es reicht eine Begründung wie: Man hat im Team nicht den richtigen Anschluss gefunden, konnte sich nicht mit der Firmenphilosophie identifizieren, der Aufgabenbereich hat vielleicht doch weniger gepasst, als ursprünglich angenommen und so weiter… Auf jeden Fall sollten Schuldzuweisungen unterbleiben!

Wer längere Auszeiten hinter sich hat, um zum Beispiel einen Angehörigen zu pflegen oder weil man ein Kind bekommen hat, der kann im Anschreiben diesen scheinbaren „Makel“ (der beim besten Willen keiner ist!) als besonders positiv hervor heben: Wer Kinder hat, der ist besonders gut im Zeitmanagement, wer Kranke pflegt, ist geduldig, hilfsbereit und verantwortungsbewusst. Im Falle einer Krankheit hilft nur Ehrlichkeit, die komplette Genesung ist nun einmal notwendig und braucht Zeit. Die neu erlangte Gesundheit und den enormen Elan für einen Job sollte man dann im Anschreiben herausstellen.

Am schwierigsten dürfte im Umgang mit dem nicht perfekten Lebenslauf dann vorallem sein, in aller Kürze zu erklären und das Positive klar zu formulieren. In Zweifelsfällen helfen wir da gern einmal über Kommentare weiter!

Über den Autor

Gastautor

Um unsere Inhalte etwas abwechslungsreicher zu gestalten, lassen wir gern auch andere Autoren zu Wort kommen. Interesse? Einfach Mail mit Themenvorschlag an: presse@towerconsult.de.

2 Kommentare

  • Und wer, wie wohl die Merheit der Personen, die eine „Auszeit“ hatten, ARBEITSLOS war,sollte in dieser Zeit aktiviaet durch durch Weiterbildung demonstieren.

  • Das sagt wer? Arbeitslosigkeit ist an sich doch kein Makel und kann als solche natürlich auch so benannt werden. Auch wenn meist dahin geraten wird, die Periode als „Arbeitssuche“ zu bezeichnen. Und man kann durchaus im Anschreiben kurz erklären, warum man keinen Job hatte, das macht es einfach transparenter, wenn man den Lebenslauf vor sich liegen hat.
    Was allerdings nicht schadet, ist eine tatsächliche Weiterbildung oder Ähnliches in dieser Zeit. Das können wir nur raten, und das nicht nur, weil es den Lebenslauf aufhübscht, sondern vor allem, weil es einem mental hilft, jeden Morgen aufzustehen. Nicht selten ist Arbeitslosigkeit eine Belastung, weil man keine Aufgabe mehr zu haben scheint.

Hinterlassen Sie einen Kommentar