Ratatouille

Tor 1, 2 oder 3?

Kennt Ihr noch die Sendung „Geh auf’s Ganze“? Ich erinnere mich noch gut an sie Situation, als die Kandidaten der Spielshow sich zwischen drei Toren entscheiden mussten – natürlich ohne zu wissen, was genau dahinter steckt. Ein Auto,  Geld, eine Reise oder vielleicht doch nur der Zonk?

Einmal entschieden konnte man nicht wieder zurück und war wohl oder übel gezwungen sich mit seiner blinden Entscheidung abzufinden. Aber ist das auch die Strategie, mit der wie unseren beruflichen Werdegang bestimmen wollen?

Einfach blind drauf los raten? So kommt es mir manchmal vor, wenn man sich als Student dem lang ersehnten Abschluss nähert. Mühselig arbeitet man darauf hin, büffelt für Klausuren und textet Hausarbeiten und dann ist es schneller soweit, als einem lieb sein mag. Ein Stückchen Lebensweg geht damit zu Ende und mal wieder steht man vor einer Gabelung ohne Wegweiser.

Klar gibt es unter den Studenten auch solche, die sich schon frühzeitig um einen Job gekümmert haben und nach der Uni nahtlos ist eine Beschäftigung übergehen. Das ist sehr löblich, allerdings aber auch nicht immer der Fall. Und das ist auch OK. Besser früh als spät ist an dieser Stelle nicht unbedingt die Devise, nach der jeder handeln muss. Die Frage nach der eigenen Zukunft stellt sich jeder zu seiner Zeit. Der eine noch vor dem Abi, der andere erst knapp drei Wochen vor dem Hochschulabschluss. Auch unter Absolventen gibt es genug, die noch keine klar definierten Karriereziele vor sich haben.

Und was dann?

In einer Welt voll vermeintlich grenzenloser Möglichkeiten ist es gar nicht so einfach den ersten Schritt in Richtung Karriere zu machen. Klar gibt es das Internet und Apps für alles nur menschen(un-)mögliche, aber was nützt es, wenn man noch nicht einmal den Suchbegriff für Google kennt?

Die Suche beginnt, wie so oft, auch hier wieder bei sich selbst. Bevor man nicht weiß, was man will und wohin man gehen möchte, kann man auch schlecht einen Weg einschlagen. Und dieser Weg muss kein direkter Pfad zu einer bestimmten Firma sein mit der Absicht die Karriereleiter hochzuklettern. Es kann auch einfach die Entscheidung sein, sich ausprobieren zu wollen.

Dass diese Entscheidungen im Leben nicht zu den einfachen gehören, ist klar. Und deswegen ist es auch nicht verkehrt sich in einer solchen Situation ein wenig Hilfe zu suchen. Neben Freunden, Familien und dem Career-Service der eigenen Hochschule besteht auch die Möglichkeit sich bei einer professionellen Karriereberatung Unterstützung zu holen. Oft kennen die Fachleute Karriere-Schleichwege abseits der gewohnten Straßen oder können helfen vom falschen Weg die den Trampelpfad zur Parallelstraße zu finden.

Und manchmal hilft es auch, mal genau in sich hineinzuhorchen, um zu lauschen, was man sich beruflich vorstellen kann und was gar nicht geht…

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2 Kommentare

  • Der Witz bei „Geh auf’s Ganze“ bestand doch darin, dass der Kandidat seine Entscheidung ändern konnte und manchmal vom Moderater sogar dazu verführt wurde. Typische Situation: Der Kandidat entscheidet sich für Tor 1, er weiß, hinter einem Tor ist der Zonk, also eine Niete. Der Moderator lässt dann Tor 2 öffnen, dahinter ist ein toller Preis, was weiß ich, eine Reise in die Karibik. Jetzt fängt der Moderator an, mit dem Kandidaten zu spielen: Soll der Kandidat sich für Tor 3 entscheiden? Soll er bei Tor 1 bleiben?

    In der Situation gibt es zumindest statistisch gesehen eine richtige Entscheidung: http://de.wikipedia.org/wiki/Ziegenproblem.

    Die im Einzelfall natürlich trotzdem schief gehen kann.

    Für den Rest des Artikels ist die etwas schiefe Einleitung aber – jetzt kommt’s – nicht entscheidend.

    Viele Grüße

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