Ratatouille

Planst du noch oder lebst du schon?

Hallo Zusammen. Heute heißen wir eine neue Schreiberline beim Bewererblog willkommen. Dörte ist ab sofort bei uns mit aktiv und hat uns schon einmal einen ersten Artikel geschrieben. Wir freuen uns, dass sie mit dabei ist und wünschen ihr ganz viel Spaß bei der Arbeit bei uns.

Karriereplanung für Dummies!? Eigentlich sollte ich nicht überrascht sein, dass in der bekannten Buchreihe auch dieses Thema einen Platz gefunden hat. Gerade als BWLerin nicht, fühle ich mich doch seit geraumer Zeit als besonders interessante Zielgruppe für solche Personen, die mit Karriereplanung Karriere machen.

Für meinen erfolgreichen Studienabschluss war es erforderlich, Praxiserfahrungen im Rahmen von Praktika zu sammeln. Wenn, dann richtig, sagte ich mir und wollte mich gezielt bei international namhaften Konzernen bewerben. Vor allem aus purem Interesse, ob ich überhaupt eine Chance hatte, dort reinzukommen. Aber zugegebenermaßen auch wegen solch allgegenwärtiger „Pimp my Lebenslauf“ – Gedanken. Zu meiner eigenen Überraschung hat es geklappt. Viel erstaunlicher fand ich, dass ich ausgerechnet dank Initiativbewerbungen zwei spannende Praktika absolvieren konnte. Bis dato dachte ich immer, dass diese Art von Bewerbungen eher den Aktenvernichter als die Personalabteilung sehen. Heute weiß ich, dass die Reaktion auf eine Initiativbewerbung oft in nicht unerheblichem Maße von glücklichen Fügungen abhängt. (…und damit meine ich keinen zufällig defekten Aktenvernichter.) So viel zur Planbarkeit!

Ebenso wenig geplant war, dass ich nach dem Studium als Lehrstuhlmitarbeiterin zunächst an der Uni bleibe. Das Angebot: Tolle Kollegen, die ich schon von meiner Zeit als Hilfskraft kannte. Ein umgänglicher Chef. Und die Möglichkeit zur Promotion. Noch ein P-Wort. Aus Karrieresicht ist eine Promotion klar zu empfehlen. Trotzdem habe ich mich nach einigen Monaten bewusst dagegen entschieden. Und schon höre ich den verkappten Karriereplaner in mir: „Wie, Sie wollen keine Karriere machen?“

Mittlerweile weiß ich vor allem eins: Viel wichtiger, als das Wissen über „Karriere machen“, ist, zunächst zu wissen, was man (nicht) will. Die tägliche Arbeit muss glücklich machen, nicht die Karriere!

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2 Kommentare

  • Dazu fallen mir drei Anmerkungen ein:

    1. Meine Überzeugung ist es, dass nicht nur der Erfolg von Initiativbewerbungen zu einem gewissen Teil vom Glück abhängt, sondern praktisch der jeder Bewerbung. Unser Job ist es diese Abhängigkeit zu reduzieren.
    2. Interessant wäre einmal eine Liste von interessanten Jobs bei denen eine Promotion eher hinderlich ist. Aber das ist sicher einen extra Artikel wert.
    3. Wenn die Arbeit Spass macht, ist man meistens gut. Wenn man gut ist, könnte es dann auch mit der Karriere klappen.
    Ich freue mich auf noch viele interessante, querdenkende, überraschende etc. Artikel von Dir.
    Willkommen an Bord!
    Reinhard

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