(Neue) Arbeitswelt

Die neue Macht der Mitarbeiter

Was früher hinter verschlossenen Türen im Büro passierte, blieb für gewöhnlich auch dort. Egal ob gute oder schlechte Neuigkeiten: die Kunde darüber überschritt selten den Freundes- und Bekanntenkreis eines Mitarbeiters. Freud und Leid wurde den Liebsten geklagt und damit war die Sache meist gegessen.

Gerade im Falle von Unannehmlichkeiten am Arbeitsplatz waren dadurch die Machtverhältnisse zwischen Angestellten und Chef klar definiert. In der Regel verfügte der Mitarbeiter schließlich kaum über Sanktionsmöglichkeiten seinem Arbeitgeber gegenüber (ich lasse hier den Rechtsweg einmal außer Acht). Mehr als Dampf ablassen bei den Liebsten war ohne offensichtliche Verleumdung nicht machbar.

Das änderte sich natürlich drastisch mit der Erfindung und zunehmenden Nutzung des Internets. Nicht umsonst wird das Internet als ein Medium des Kontrollverlustes bezeichnet. Denn plötzlich kann sich Niemand mehr darauf verlassen, dass Neuigkeiten nur selektiert an die Öffentlichkeit gelangen.

Abgesehen davon, dass es schon immer wichtig war und ist innerhalb des Jobs für gute Verhältnisse zu sorgen, so ist es heutzutage noch umso bedeutender, wenn man bedenkt wie schnell ein schlechtes Image nach außen dringen kann. Social Media und Bewertungsportale wie kununu.de machen es leicht auf Wunsch auch anonym seinem Ärger Luft zu lassen. Und das sollten die Unternehmen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Denn „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert“ ist in diesem Fall nicht die Devise nach der gehandelt werden sollte.

Die Gefahr für Unternehmen ist groß. Das Internet vergisst nicht und ein schlechtes Image wieder aufzubessern frisst enorme Ressourcen oder geht im Zweifelsfall gänzlich schief. Die Schönheit kommt nun mal von Innen und sie bedarf Pflege! Kommunikation und Prävention sind hier die Stichworte. Das Risiko vermeidet man am besten, indem man es nicht soweit kommen lässt, dass Mitarbeiter unzufrieden sind.

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