(Neue) Arbeitswelt

Entscheidung im Studium – Lernen für den Job oder für das Leben?

Wie bei jedem Studenten stand auch ich kürzlich vor der schwierigen Entscheidung für den inhaltlichen Schwerpunkt. Und mir persönlich war ziemlich mulmig zumute bei einer Wahl, die Einfluss auf meine ganze berufliche Laufbahn haben könnte. Vor allem, weil ich mich immer wieder mit der Frage auseinandersetzen musste: Lerne ich für den Job oder für’s Leben??? Was bringt mich weiter? Und was ist für meinen zukünftigen Arbeitgeber attraktiv?

Wähle ich die Veranstaltungen in denen mir das einschlägige Marketing-Handwerk beigebracht wird oder setzte ich mich doch lieber in das Seminar, in dem über aktuelle und fachübergreifende Themen diskutiert wird? Beides spannend. Beides zweifellos fördernd. Nur eben auf denkbar unterschiedliche Weise…

Und obwohl ich mehrere Tage lang jeden den ich kannte um Rat gefragt hatte, stand ich am Ende mit der Entscheidung doch wieder alleine da. Denn diese Bürde trägt jeder für sich. Fakt ist: Karriereplanung ist wichtig! Wie Ina in ihrem Artikel kürzlich schon treffend formuliert hat, geht es vor allem darum: „Was ist mir persönlich wichtig? Und zwar für mein Leben?“  Und genau darin liegt die Schwierigkeit! Denn um diese Frage zu beantworten bedarf es einer grundlegenden Auseinandersetzung mit den eigenen Zielen, Vorstellungen und Erwartungen.

Wer beispielsweise später einen schnellen und steilen Karriereeinstieg sucht, ist mit einem Lebenslauf mit einer möglichst hohen Keyword-Dichte gut beraten und kann seinen Studienschwerpunkt dementsprechend kalkulieren. Wer hingegen seine Route noch nicht ganz klar vor sich sieht, kann die Zeit nutzen, um weitgreifendere Lerninhalte zu erforschen. Die Frage ist nur: Weiß man denn immer so genau an welchem Punkt man gerade steht? Fragen über Fragen und keine pauschalen Antworten. Aber schwierige Entscheidungen zu treffen ist schließlich eine Kernkompetenz, die in jedem Beruf gefragt ist. Und Übung macht bekanntlich den Meister.

Wie ist es Euch ergangen? Standet Ihr auch schon vor der Weggabelung Eurer Karriere? Und wie habt Ihr Euch entschieden? Wir sind gespannt auf Eure Geschichten!

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2 Kommentare

  • Ich stecke auch noch im Studium und habe die Erfahrung gemacht, dass in Bewerbungsgesprächen kaum bis gar nicht danach gefragt wird, welche Kurse und Vorlesungen ich besucht hab. Deshalb besuche ich Veranstaltungen immer danach, ob sie mich persönlich interessieren. Ohne Spaß am Thema lernt man erfahrungsemäß eh schlechter. Ich denke auch, dass am Ende der rote Faden im Lebenslauf wichtig ist, weniger die Details. Einfach den eigenen Interessen folgen, hat in meinem Fall zumindest bisher immer gut geklappt. :)

  • ich bin Professorin in Hannover und habe ein Studenten-Erfolgscoaching entwickelt. Das oben im Blog geschilderte Entscheidungs-„Problem“ tritt relativ oft auf (auch später im Berufsleben). Was ich aus Coachingsicht dazu rate ist:
    für Entscheidungen wie solche, ist es hilfreich, wenn man seine Werte kennt. Für jeden Menschen sind anderen Werte (wie z.B. Freiheit, Geld, Erfolg, Familie, Umweltschutz) wichtig, aber in jedem Fall sind sie für uns Menschen, wie ein Kompass im Leben. Auch dann, wenn man sie nicht bewusst kennt. Besser (für zum Beispiel solche Entscheidungen, wie oben geschildert) ist es jedoch, die eigenen Werte bewusst zu kennen. Damit fallen viele Entscheidungen dann schneller und leichter.

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