(Neue) Arbeitswelt

Träume – wir alpträumen von der Arbeit

Wir verbringen die meiste Zeit unseres Alltags bei der Arbeit. Wir sitzen im Büro, sind auf der Baustelle, im Werk, im Krankenhaus, im Restaurant, fliegen hoch über der Erde, sind unter Wasser oder sonst woanders. Es ist dann auch kein Wunder, dass wir oft von unserer Arbeit träumen. Wenige Arbeitnehmer aber auch Arbeitgeber lassen die Arbeit Arbeit sein, schließen die Tür hinter sich und nehmen sie nicht mit nach Hause. Wer das kann, kann sich glücklich schätzen. Viele Berufe nehmen die Menschen so ein, dass die Arbeit immer präsent ist, man kann nicht abschalten – auch nicht im Schlaf.

Träume sind unsere treusten Begleiter

Die Menschheit interessiert sich schon immer für die Träume und ihre Bedeutung. Psychologen, Neurologen, Schlafforscher ergründen dieses geheimnisvolle Gebiet seit Jahrhunderten. Früher war man davon überzeugt, dass man aus den Träumen die Zukunft lesen kann. Die Traumdeuter waren gern aufgesuchte Berater und man hat versucht, bevorstehende Ereignisse aus den Träumen zu identifizieren oder auch sein begrenztes Weltwissen durch Traumdeutung zu erweitern. Immer noch glauben viele Menschen an Träume und suchen nach der Bedeutung der oft verwirrenden und absurden nächtlichen Kopffilmen, die uns Nacht für Nacht heimsuchen. Es gibt Unmengen an Traumdeutungsbüchern, an Menschen und Ratgebern, in den bestimmte Schemata erklärt werden und uns unser Unterbewusstsein erklären sollen und am besten noch die Probleme in unserem wachen Leben aufklären wollen. Nach Siegmund Freud sind Träume Wunschvorstellungen, die sich aktuell aber auch seit der Kindheit manifestiert haben und somit ist die Traumdeutung der Königsweg zu unserem Unterbewusstsein. Aber wünschen wir uns wirklich, gekündigt zu werden oder gar mit dem Chef verheiratet zu sein? Solche Träume über die Arbeit sind nicht selten.

Warum träumen wir überhaupt?

Heute wurde bewiesen, dass Träumen das psychische Erleben während des Schlafes ist – ähnlich wie das subjektive Erleben während des Wachzustandes. In beiden Fällen sind die Gedanken und Gefühle in unserer Wahrnehmung präsent. Eins steht jedoch fest – die Ereignisse aus unserem Träumen sind von unserem Alltag inspiriert. Wir versuchen in unseren Träumen das Erlebte des Alltags zu verarbeiten. Oft geschieht es in komischen Kontexten oder sehr metaphorisch. Interessant ist auch, dass fast allen Träume, in den wir unseren Arbeitsalltag durchleben, keine schönen sind. Wer hat nicht schon mal davon geträumt, dass er zu spät zur Arbeit kommt, eine Aufgabe nicht schafft, großen Ärger mit der Chefetage hat, nackt zur Arbeit erscheint, eine Kollegin oder einen Kollegen begehrt oder gar gekündigt wird. Auch wenn die Schule schon lange her ist, träumt man oft von nicht bestandenen Klausuren, zu spät abgegebenen Hausarbeiten, von Sprachlosigkeit in einer mündlichen Prüfung oder ähnlichen Misserfolgen.

Hör auf deinen Traum

Wenn wir immer wieder die gleichen unangenehmen Träume haben und ein Ereignis sich ständig wiederholt, sollten wir besser auf unsere Träume hören. Ungelöste Probleme sind oft der Grund für schlechte Träume und können als Warnsignal verstanden werden. Oft fungieren Träume auch als Problemlöser, denn wir dürfen nicht vergessen, der Träumende ist der beste Traumdeuter.

Über den Autor

Anna M

Anna war von März 2013 bis Ende 2014 im Bereich Recruiting bei uns tätig. Nach ihrem Magisterstudium in Slawistik, Romanistik und Auslandsgermanistik war sie zunächst als Vertrieblerin tätig. Am liebsten berichtete Anna über den Perspektivwechsel vom Bewerber zum Personaler und ihre oft amüsanten Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag.

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